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  • Mo., 13. Juli 2015, 11:40 Uhr
    Regierungspräsidium prüft Eigenkontrollbericht des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße und gibt sein Okay/ Bürger können Unterlagen einsehen

    Auf der einstigen Deponie verläuft die Zeitenwende nach Plan

    HÜTTENFELD - Alles im grünen Bereich, so lässt sich zusammenfassen, was in einem offiziellen Bericht über den Zustand der einstigen Bergsträßer Kreismülldeponie bei Hüttenfeld zu lesen ist. Nach eingehender Prüfung durch das Regierungspräsidium (RP) in Darmstadt hat der vom Zweckverband Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße (ZAKB) vorgelegte Bericht für das zurückliegende Jahr in diesen Tagen die Zustimmung der Behörde bekommen. Der Eigenkontrollbericht kann von interessierten Bürgern bis zum 13. August beim ZAKB eingesehen werden. Die frühere Deponie steht für eine Zeitenwende. Abfall wird längst anders als vor Jahrzehnten entsorgt: Mülltrennung und Wiederverwertung haben bekanntlich enorme Bedeutung bekommen. Die thermische Verwertung ebenso. Deponien wie jene, die der Kreis Bergstraße im Ried betrieben hatte, sind Vergangenheit. Auf dem ehemaligen Deponiegelände bietet sich heute ein Bild, das für den Wandel steht. Die Deponieabschnitte I bis III, die zuerst verfüllt wurden, befinden sich in der Stilllegungsphase, besitzen eine Oberflächenabdichtung und sind teilweise rekultiviert. Sie entwickeln sich wie gewünscht, eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren haben sich dort angesiedelt. Beweidet wird das Grün von einer Schafherde. Auch der vierte und letzte Abschnitt ist wie aktuell wieder belegt unproblematisch. Er wurde vor zehn Jahren stillgelegte, ist mit einer Erdabdeckung versehen und befindet sich in der abklingenden Setzungsphase. Berichte wie vom ZAKB vorgelegt sind seit dem Jahr 1992 für Deponien solcher Art Vorschrift, gefordert in der Deponieeigenkontroll-Verordnung. Sie müssen jährlich erstellt werden. Die Kreismülldeponie auf der Gemarkung des Lampertheimer Stadtteils Hüttenfeld war bis zum 31. Mai 2005 in Betrieb. Inzwischen hat sich nicht nur das Erscheinungsbild - weg vom Müllberg hin zum grünen Hügel - geändert. Vielmehr hat der ZAKB auch eine Nutzungsmöglichkeit für das großflächige Areal entdeckt, die den Anforderungen der Zeit gerecht wird und mit der ein neues Geschäftsfeld erschlossen werden konnte: Die frühere Deponie ist zum Energiepark geworden. Teile der Deponiehügel bieten Platz für eine großflächige Fotovoltaikanlage. Auch wird aus Deponiegas Energie gewonnen. Zudem hat der Zweckverband auf dem Gelände seinen Hauptsitz gebaut. Dass die frühere Deponie einer steten Kontrolle unterworfen ist, verlangt nicht nur der Gesetzgeber. Gleiches liegt auch im Interesse des Bergsträßer Abfallwirtschaft-Verbands. Größtmögliche Sicherheit für die Umwelt und Transparenz ist das Ziel, ein umfassender Kontrollmechanismus greift. Mit Blick auf die Eigenkontrolle erklärt Peter Volk, Technischer Leiter beim ZAKB: „Es werden eine Reihe von Messungen gemacht.“ Und das kontinuierlich übers Jahr hinweg. Kontrolliert wird unter anderem der Oberflächenabfluss , das Sickerwasser und das Grundwasser. Auch das Deponiegas unterliegt einer Kontrolle. Darüber hinaus werden weitere Emissionsmessungen vorgenommen. Zudem wird das Setzungsverhalten des Deponiekörpers dokumentiert, wobei die Setzungen nach zehn Jahren weitgehend abgeschlossen sind. Eine Beobachtung, die aktuell beim vierten Abschnitt zu machen ist. Fazit des nun vorliegenden und vom RP freigegebenenBerichts: Die Stilllegung und Rekultivierung der einstigen Deponie verläuft nach Plan, es gibt keine Störungen, die Auswirkungen auf Menschen, Tiere oder Pflanzen haben. Beim ZAKB zeigen sich die Verantwortlichen zufrieden. Der Jahresbericht entsprechend der Deponieeingenkontroll-Verordnung kann in den Räumen des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Kreis Bergstraße nahe Hüttenfeld, Am Brunnengewännchen 5, bis zum 13. August 2015 montags bis donnerstags von 9 bis 12 Uhr und von 12.30 bis 14.30 Uhr sowie freitags von 9 bis 12 Uhr eingesehen werden. Eine telefonische Voranmeldung wird erbeten, Rufnummer: 06256/ 8510. Der ZAKB im Internet: www.zakb.de. zg

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