Bürgerstiftung ruft neue Aktion ins Leben / Erstes Schild erläutert Geschichte des Amtsgerichtes
Auf historischen Pfaden durch Lampertheim
Feierliche Enthüllung: Elzbieta Liermann, Bürgerstiftungsvorsitzender Erich Maier, Ralph Butz, Ideengeberin Bärbel Jakob und Spender Peter Liermann (v.l.) geben den Blick auf das erste Schild im Rahmen der Reihe „Historisches Lampertheim” frei. Foto: Benjamin Klooss Gemeinwesen der Stadt und besonders der Bürger zu unterstützen”, begrüßte der Vorsitzende der Bürgerstiftung Lampertheim, Erich Maier, am Mittwoch zu einem besonderen Termin inmitten der Stadt. Auf dem Friedrich-Ebert-Platz, gegenüber des Amtsgerichts, hatten sich zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und natürlich der Bürgerstiftung selbst versammelt, um eine neue Aktion vorzustellen: „Historisches Lampertheim”. „Dies ist eine wunderbare Sache: Mit Hilfe von Schildern wollen wir historisch bedeutsame Plätze zum Leben erwecken. Ursprünglich stammt die Idee von Heinrich Karb, allerdings war sie damals nicht umsetzbar. Bärbel Jakob hat diese Idee nun wiederbelebt”, so Erich Maier weiter, der zudem die bisherige Aktionen der Bürgerstiftung – LiteraTurm, Courage in Lampertheim, Spielgeräte auf dem kleinen Schillerplatz oder die Spargelschälerin – hervorhob.
Diese positiven Projekte für die Bürger und die Stadt seien nur möglich, wenn sich Bürger beispielsweise im Rahmen von Zustiftungen engagieren, erläuterte Elzbieta Liermann weiter. So wie dieses: „Wir übergeben heute den Bürgern das erste Schild der Reihe 'Historisches Lampertheim'. Bärbel Jakob hatte hierzu nicht nur die Idee, sondern sie hat auch in enger Zusammenarbeit mit Stadtarchivar Hubert Simon den Text geschrieben. Wir danken alle, die zur Umsetzung dieses Projektes beigetragen haben, beispielsweise den Technischen Betriebsdiensten. Finanziert wurde das Projekt durch Peter Liermann.”
Das Schild, das an der Kreuzung von Ernst-Ludwig-Straße, Bürstädter Straße, Bismarckstraße und Kaiserstraße steht, zeigt ein historisches Bild mit den Amtsgericht, das 1905 eröffnet wurde. Zur Linken ist die Gaststätte „Kaiserhof” zu sehen, welche ebenfalls heute noch existiert. Verschwunden ist hingegen das Haus des Lehrers Petri, das auf dem Bild noch zu erkennen ist.
Über einen QR-Code auf dem Schild gelangt man auf die Internetseite der Stadt Lampertheim, um sich direkt weitere Informationen über die Spargelstadt anschauen zu können.
Im Rahmen dieser besonderen Aktion hat es übrigens auch eine Zustiftung gegeben: Jürgen Bähr, der mit seiner Firma bei der Umsetzung aktiv beteiligt war. Nachahmer sind gerne gesehen. Bürgermeister Gottfried Störmer, gleichzeitig Stiftungsratsvorsitzender, betonte, dass es „wichtig ist, das man etwas unternimmt und aktiv ist. So wie es die Bürgerstiftung ist. Vielen Dank hierfür. Die Schilder helfen den Bürgern, sich in die Historie einzufinden.”
Der Spender des Schildes, Peter Liermann, schilderte seine Beweggründe für diese Unterstützung. „Ich bin kein gebürtiger, aber ein bekennender Lampertheimer. Dies ist eine wunderschöne Stadt. Für diese wundervolle Aktion wollte ich gerne den Anstoß geben.”
Die nächsten beiden Schilder sind übrigens bereits geplant und sollen nach den Sommerferien ihren Platz auf dem Europaplatz finden: Einmal mit Blick auf die Domkirche, einmal mit Blick auf das Historische Rathaus und die St. Andreaskirche, erneut verbunden mit interessanten historischen Informationen. Auch in den Stadtteilen soll die Reihe „Historisches Lampertheim” ihre Fortsetzung finden, hierzu freut sich die Bürgerstiftung über weitere finanzielle Unterstützung seitens der Bürger für Bürger. Benjamin Kloos