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  • Do., 26. Januar 2017, 16:04 Uhr
    Elisabeth-Selbert-Schule führt zum Schuljahr 2017/2018 neue Schulform Fachoberschule A-Form ein

    Auf neuen Wegen zur Fachhochschulreife

    Freuen sich auf die neue Schulform an der ESS: Stefanie Richter (Abteilungsleiterin), Gabriele Polzin (Schulleiterin) und Thomas Bährer (stellvertretender Schulleiter; v.l.). Foto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM – „Es gibt faszinierende Neuigkeiten für unsere Schule: Eine neue Schulform, die uns durch das Kultusministerium genehmigt wurde”, begrüßte Gabriele Polzin, Schulleiterin der Elisabeth-Selbert-Schule (ESS) am Donnerstag zu einer eigens anberaumten Pressekonferenz. „Die ESS führt für die Bereiche Wirtschaftsinformatik/Wirtschaft sowie Verwaltung die Fachoberschule (FOS) A-Form ein.”

    Mit der FOS A-Form schließt die ESS eine Lücke im Bildungsangebot in Lampertheim und Umgebung und bietet Schülerinnen und Schülern eine neue Möglichkeit zur Weiterqualifizierung. Absolventinnen und Absolventen der Realschulen können ab dem neuen Schuljahr sofort durchstarten und nach dem Mittleren Bildungsabschluss in zwei Jahren an der ESS die Fachhochschulreife erwerben – statt wie bisher in drei Jahren mit der FOS B-Form. Dieses Angebot  bleibt aber auch weiterhin bestehen, ebenso wie der entsprechende Zusatzunterricht für die Fachschule für Sozialpädagogik. 

    Verzahnung von Theorie und Praxis

    Die Schulform umfasst eine fachtheoretische und eine fachpraktische Ausbildung. Das besondere Merkmal des ersten Schuljahres liegt in der Verzahnung der fachpraktischen Ausbildung in den Betrieben oder Verwaltungen mit dem Unterricht an der ESS. Mit dem Abschluss der FOS A-Form ergeben sich für die Schüler ganz neue Möglichkeiten. So kann nicht nur einAusbildungsberuf ergriffen werden, sondern auch eine Ausbildung bzw. ein Studium im gehobenen öffentlichen Dienst wie etwa der Polizei oder dem Finanzamt angestrebt werden. Zudem kann an jeder Fachhochschule und an Dualen Hochschulen studiert werden, ebenso wie an ausgewählten Universitäten in Hessen mit Bacherlorstudiengängen.

    Der Unterricht soll die Allgemeinbildung der Schülerinnen und Schüler erweitern und die Fähigkeiten für ein lebenslanges Lernen fördern. Für die berufliche Bildung wird fachpraktisches und fachtheoretisches Grundlagenwissen miteinander verzahnt, vertieft und ergänzt. In Klasse 11 findet der Unterricht an zwei Tagen an der Schule statt. An den anderen drei Tagen wird ein Praktikum absolviert – dieses hat einen hohen Stellenwert und muss zur Versetzung erfolgreich abgeschlossen werden. Neben dem Erleben eines Arbeitsalltages mit acht Stunden am Tag stehen im Rahmen dieses Praktikums das Kennenlernen des Aufbau sowie die Teilhabe an den grundlegenden Abläufen eines Betriebes im Fokus. Zudem sollen schulische Inhalte genutzt und damit die betriebliche Praxis reflektiert werden – alles mit dem Ziel des Aufbaus einer beruflichen Handlungskompetenz.

    Der Unterricht in Klasse 12 umfasst an fünf Schultagen pro Woche den allgemeinen Lernbereich mit Englisch, Deutsch, Mathematik, Politik und Wirtschaft, Naturwissenschaften, Wirtschaftsinformatik oder Sozialwesen, Religion/Ethik und Sport und den beruflicher Lernbereich mit den Schwerpunkten Wirtschaftsinformatik und Wirtschaft und Verwaltung. Am Ende des zweiten Schuljahres erfolgen Abschlussprüfungen in den Fächern Englisch, Deutsch, Mathematik und dem gewählten Schwerpunktfach.

    Jetzt bewerben

    Bewerbungen für die FOS A-Form sind bis zum 31. März 2017 mit dem Halbjahreszeugnis der 10. Klasse einer Realschule an die Elisabeth-Selbert-Schule, Carl-Lepper-Straße 1, 68623 Lampertheim zu richten. Die Anmeldeformulare können persönlich im Sekretariat der ESS abgeholt oder unter www.elisabeth-selbert-schule-lampertheim.de heruntergeladen werden. Der vorläufige Aufnahmebescheid richtet sich nach dem Halbjahreszeugnis und nach dem Vorhandensein eines Praktikumsplatzes für die 11. Klasse.

    „Die Kollegen freuen sich schon auf den Unterricht, dies ist eine hervorragende Nachricht für die Stadt Lampertheim, das Schulzentrum West und natürlich für alle jungen Menschen der Region. Es war ein langer Weg bis zur Genehmigung, doch jetzt halten wir diese endlich in unseren Händen”, ergänzte Gabriele Polzin – auch dank der Unterstützung seitens des Stadt, der Arbeitsagentur Darmstadt sowie von Schulen, insbesondere der Alfred-Delp-Schule, aber auch des Lessing-Gymnasiums. „Dies ist ein Angebot für junge Menschen, nicht nur für die, die in Richtung Studium gehen willen, sondern auch für die, die ihren Traumberuf mit ihrem Abschluss nicht erreichen können.” Besonders für die Schüler der benachbarten Alfred-Delp-Schule sei die neue Schulform ideal – mussten diese doch bisher nach Bensheim fahren und können nun vor Ort ihrer Ausbildung nachgehen. Benjamin Kloos

     
     

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