Lesung aus Werken des 2. Lampertheimer Schreibwettbewerbs am 5. November in der Stadtbücherei
„… auf Sand gebaut” in der Wortkultur
Kultur-Fachdienstleiter Ludwig Baumgartner freut sich gemeinsam mit den Autoren Angus Quint, Karl-Heinz Münch und Christina Kiehs-Glos (v.l.) auf die Lesung am 5. November. Foto: Benjamin Kloos
LAMPERTHEIM – Im Rahmen der Reihe Wortkultur lädt cultur communal am Montag, 5. November, um 19.30 Uhr bei freiem Eintritt zu einer besonderen Lesung in die Stadtbücherei Lampertheim ein. „… auf Sand gebaut” lautet der Titel der Lesung, in der vier Autoren des gleichnamigen 2. Lampertheimer Schreibwettbewerbs aus der daraus entstandenen Anthologie lesen. Nach einer kurzen Einführung durch Autor Roland Kirsch, der das inhaltliche Konzept des Schreibwettbewerbes gemeinsam mit dem Fachbereich Kultur der Stadt Lampertheim entwickelt und das Projekt fachliche begleitet hat, werden die Siegerin des Wettbewerbes Johanna Tausch, sowie Angus Quint, Karl-Heinz Münch und Christina Kiehs-Glos ihre Geschichten vortragen.
„Dies wird ein stilistisch sehr breit gefächerter Abend und wir freuen uns auf viele Zuhörer”, lädt Fachdienstleiter Ludwig Baumgartner für den 5. November ein. So verarbeitet die Geschichte „Auf Sand gebaut?” von Johanna Tausch das aktuelle Thema Migration und Integration auf sehr persönlicher Ebene. Die 1995 geborene Autorin aus Bürstadt lässt dabei das Thema Integration aus der Sicht eines Migranten und dessen kleinen Kindes lebendig werden. Johanna Tausch konnte sowohl in der ersten als auch nun in der zweiten Auflage des Schreibwettbewerbes den ersten Preis gewinnen.
Eine ganz andere Stilrichtung mit einer kompletten Fiktion als Grundlage wählt Angus Quint. Bei seiner Geschichte „Ein Sommernachts-Alptraum” handelt es sich um eine schaurig-schöne Fantasygeschichte. Angus Quint, Jahrgang 1971, wurde schon im Kindesalter mit Lesen infiziert und lehnt eine Genesung ab.
Den dritten Beitrag des Abend liefert der 1950 geborene Bürstädter Autor Karl-Heinz Münch mit „Keine Spuren im Sand”. In dem humorvollen Krimi mit viel Lokalkolorit erkennt der Leser zahlreiche bekannte Orte und Persönlichkeiten aus Lampertheim und der Region.
Eine Erzählung, die tiefe Einblicke sowohl in die deutsche Gesichte wie auch in die Gefühlswelt der handelnden Akteure bietet, ist „Schattenrisse” von Christina Kiehs-Glos. So unwahrscheinlich sie erscheint, beruht sie doch auf Tatsachen. Die Lampertheimer Autorin, Jahrgang 1940, verbrachte ihre Kindheit in Großdeinbach bei Schwäbisch Gmünd und ist durch die Eindrücke des 2. Weltkrieges geprägt.
In der Anthologie zum Schreibwettbewerb, die an diesem Abend sowie beim Rathaus-Service im Haus am Römer sowie der Buchhandlung Bücherkiste in Lampertheim und der Buchhandlung Pegasos in Bürstadt zum Preis von 14 Euro erhältlich ist, sind 22 der insgesamt 41 Wettbewerbsbeiträge enthalten. Fünf Geschichten des Schreibwettbewerbs sind zudem im Podcast der Radioinitiative „Antenne Bergstraße” unter https://www.antennebergstrasse.de/themen/podcast.html abrufbar. Benjamin Kloos