Ob der kleine Kerl bewusst bei Menschen Hilfe gesucht hat? Sicher ist, dass er seine Lebensretter gefunden hat. Foto: Gerd Assmacher
RIED – Ein kleiner Igel suchte anscheinen Hilfe und meldete sich eines Morgens vor der Gartentreppe der Familie Assmacher. Das tierliebe Ehepaar nahm sich dem geschwächten Tier an. Etliche Zecken trug es mit sich, die die Retter entfernten. Ein Blick auf die Waage zeigte, dass das Tier kaum 800 Gramm wog.
Einige Telefonate mit Tierheimen und Auffangstationen brachten keinen Erfolg, sodass Familie Assmacher nichts anderes übrig blieb als einen Tierarzt zu kontaktieren. Doch auch hier gestaltete sich die Hilfesuche schwierig, bis eine Tierärztin in Lampertheim ihre Unterstützung zusagte. Diese konnte den Kontakt zu einer Igelauffangstation in Bobenheim-Roxheim herstellen. „Dort bekam ich zwar Ratschläge aber wegen Überfüllung konnte auch dort der kleine Igel nicht aufgenommen werden“, bedauerte Gerd Assmacher, „also blieb uns nichts anderes übrig: Wir mussten uns selbst kümmern.“ Zwei Wochen befindet sich der Kleine nun schon in der Obhut seiner Retter und kommt dank der guten Pflege inzwischen schon auf 980 Gramm. „Die Arbeit mit so einem Kerlchen ist nicht ganz ohne“, weiß Assmacher und schätzt, dass es noch einige Besuche bei der Ärztin braucht. Er hofft, dass der Igel in etwa drei Wochen wieder fit genug ist, um in die Freiheit entlassen werden zu können. red