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  • Do., 24. Juni 2021, 09:31 Uhr
    CULTUR COMMUNAL: Neues Video im Rahmen von „thirty minutes for culture” online

    „Aus der Not geboren, Corona keine Singpause"

    Der Chor Ephata hat sich auch durch Corona nicht vom Singen abhalten lassen und beweist dies durch ein neues Video im Rahmen von „30 minutes for culture”. Foto: oh


    LAMPERTHEIM – Aufgrund der aktuellen Lage durch die Corona-Pandemie, der dadurch abgesagten Konzerte und der sehr schwierigen Situation vieler Künstler möchte cultur communal der Stadt Lampertheim mit einem neuen Angebot Unterstützung anbieten und trotz Veranstaltungsabsagen einen öffentlichen

    Auftrittsrahmen im Schwanensaal schaffen. Ziel ist es, mit professioneller technischer Ausstattung und Filmequipment Künstlern eine Plattform für Film-und Tonaufnahmen zu ermöglichen. Das Projekt,  „thirty minutes for culture“ startete im November 2020. Alle interessierten Künstler sind eingeladen, sich bei cultur communal per E-Mail an kultur@lampertheim.de zu melden. Das Video wird bearbeitet und anschließend für einen gewissen Zeitraum auf der städtischen Homepage, bei facebook und Youtube eingestellt bzw. verlinkt. Gleichzeitig wird das Video den jeweiligen Künstlern kostenfrei zur Verfügung gestellt. Durch dieses Projekt soll trotz der vielen Einschränkungen ein (digitaler) Auftritt und ein finanzieller Beistand durch die Stadt Lampertheim gewährleistet werden. Eventuell entstehen auch neue Kontakte der Künstler untereinander oder die Videos werden gar Teil einer Sammlung von regionalen Künstlern. Der Name des Youtube-Kanal der Stadt

    Lampertheim lautet cultur communal lampertheim 30 minutes for culture. Dort gibt

    es die Möglichkeit, sich die Videos direkt anzuschauen. 

    Unter dem Titel „Chor Ephata -  Aus der Not geboren, Corona keine Singpause" ist nun ein besonderes neues Video online. „Der Titel beschreibt kurz und knapp unsere Vorgehensweise, den Chor auch während Corona weiterhin am Leben zu erhalten”, erläutert Maria Karb. ”Im Video berichten wir darüber und über unsere Motivation, die Pandemie zu meistern. Im März 2020 kam der erste Covid 19 Lockdown und wir durften von heute auf morgen nicht mehr singen. Wir hatten das gemeinsame Singen bisher nur mit Positivem in Verbindung gebracht; soziale Kompetenz, Gemeinschaft, Sprachentwicklung, sogar Gesundheit: Singen macht nachgewiesenermaßen suchten wir, nach kurzer Phase des Findens, nach anderen Möglichkeiten; wir nahmen an Schulungen von Verlagen und Komponisten teil, um neue Wege der Chorprobe zu finden. Unsere Chor Sängerinnen und Sängern mussten sodann mit den neuen Medien vertraut gemacht werden: Welches Konferenzprogramm benutzen wir, wie kommt man dahin, was muss man am Rechner eingeben, um in die Konferenz zu kommen und vieles mehr. So starteten wir mit den zunächst belächelten Online Proben. Aber der Ablauf sollte schon bald zur Routine werden.” Der zeitliche Aufwand war leider für die Chorleiterin, Maria Karb, um einiges höher als gewohnt. Die Stimmen wurden getrennt nach Sopran/Alt/Tenor/Bass unterrichtet. Um auch während der Pandemie Ziele zu haben, wurden die Videoprojekte geboren, die den Beteiligten viel Freude gebracht, aber einigen

    auch viel Arbeit beschert haben. Ein Video davon „In Remembrance“ wurde sowohl auf Stadt als auch auf Kreisebene am Gedenktag der Corona Opfer am 18.4.2021, initiiert durch unseren Bundespräsidenten, Frank Walter Steinmeier, eingesetzt. „Darauf sind wir besonders stolz. Übrigens behalten wir auch künftig die Online-Übertragung in den Präsenzproben für all diejenigen bei, die nicht kommen können. An dieser Stelle ein großes Lob und herzlichen Dank an die Stadt und all diejenigen, die die Aufnahme zu der Serie ‚thirty minutes for culture‘ möglich gemacht haben. Auch ein Dankeschön an das Aufnahmeteam, Hans-Peter Stoll und Helmut Wehe für die professionelle Arbeit. Das waren musikalische Highlights während der zurückliegenden Monate und zeigte, wie vielfältig das künstlerische Leben in Lampertheim ist.”

    Kulturfachbereichsleiter Rolf Hecher betont: „Liebe Sängerinnen und Sänger des Chor Ephata, liebe Chorleiterin Maria Karb, lieber Peter Sturm, Sie alle haben dafür gesorgt, dass wir „Stimmen hören“. Wunderbar! Ihr besonderes Engagement in dieser Pandemiezeit könnte man zusammenfassen mit der Überschrift: Wir lassen uns das Singen nicht verbieten und müssen daher andere, kreative Wege gehen. Das ist Ihnen sehr gelungen und jeder der die Chorarbeit kennt, weiß um die aufwendigen, neuen und kreativen Impulse, die notwendig waren auch in diesen Zeiten Stimmen zum Klingen zu bringen. Wäre Ihre Arbeit vergleichbar mit einem Fussballspiel, ist ja gerade EM, hätten Sie wahrscheinlich einen 3:0 Rückstand noch in einen 5:3 Sieg umgedreht. Dazu mussten Sie als ‚Trainerin‘ zusammen mit Ihrem gesamten Stab die ‚Taktik’ ändern, neue Ideen kreieren und die ‚Mannschaft‘ zu unbändigem Mut für das Neue begeistern. Ich möchte Ihnen hiermit meinen allerhöchsten Respekt ausdrücken und mich bei allen Engagierten, auch bei denen, die im Hintergrund, ich weiß, dass Holger Kern und Andrew Connor eine intensive Hintergrundsarbeit geleisten haben, mit Beifall bedanken. Solchen Erfolg hat man nur mit einer gemeinschaftlichen Mannschaftsleistung, das ist Ihnen gelungen Allen Chören wünsche ich ein baldiges Wiedersehen auf den Bühnen. zg

     

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