Mo., 17. November 2014, 15:24 Uhr
Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e.V bietet ausbildungsbegleitende Hilfen (abH)
Ausbildungsabbrüche vermeiden und Einstieg ins Berufsleben sichern
LAMPERTHEIM/KREIS BERGSTRASSE - Das Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e.V. erbringt als Bildungsorganisation der Vereinigung der hessischen Unternehmensverbände (VhU) seit mehr als vier Jahrzehnten Dienstleistungen in den Bereichen Ausbildung & Beruf, Personal- und Unternehmensservice sowie Forschung. Dem Bildungswerk ist eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den heimischen Betrieben wichtig. Im Bereich Ausbildung und Beruf nutzt das Bildungswerk die vielen Unternehmenskontakte, um jungen Menschen eine Ausbildung zu ermöglichen, Arbeitssuchenden den Wiedereinstieg in den Job zu erleichtern, Beschäftigte zu qualifizieren sowie behinderten Menschen eine berufliche Perspektive zu eröffnen. Neben der Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten steht das Bildungswerk für das Motto bilden, beraten, integrieren, vernetzen.
Eines der vielen Angebote im Bereich Ausbildung sind die ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH), die das Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit durchführen. AbH richtet sich an Auszubildende in der dualen Ausbildung, mit Wohnsitz in Hessen, die zusätzliche Unterstützung benötigen um die Ausbildung erfolgreich abzuschließen. Ziel der Bildungsmaßnahme ist es, Ausbildungsabbrüche zu vermeiden und den Ausbildungserfolg sowie einen Einstieg ins Berufsleben zu sichern. Die Kosten der Maßnahme übernimmt die Agentur für Arbeit, für Betriebe und Teilnehmer ist sie somit kostenlos. Der Stützunterricht wird für Auszubildende aus allen Berufsfeldern angeboten. Zudem ist der Einstieg jederzeit möglich, ob zu Anfang oder Ende der Ausbildung. Die Anmeldung kann sowohl über die pädagogischen Mitarbeiter als auch über die Agentur für Arbeit erfolgen, welche die Teilnahmevoraussetzungen prüft. Zur Aufnahme werden u.a. der Ausbildungsvertrag, das aktuelle Berufsschulzeugnis sowie das Zeugnis der allgemeinbildenden Schule benötigt.
Erst dieses Jahr meldeten sich, nach Prüfung der Voraussetzungen zur Teilnahme durch die Berufsberatung, einige Auszubildende an, die kurz vor einer wichtigen Prüfung standen. Sie hatten sich erst spät - fast zu spät - entschlossen, die ausbildungsbegleitenden Hilfen in Anspruch zu nehmen, da sie über die Jahre der Ausbildung in mehreren Lernfeldern den Anschluss verloren hatten. Die Azubis wussten, dass sie die noch verbleibende Zeit gut nutzen mussten und merkten, dass sie zusammen mit der Lehrkraft den noch nicht verstandenen Schulstoff besser und effektiver nacharbeiten sowie Fragen stellen konnten. Alleine wäre das so nicht möglich gewesen, auch da viele Schwierigkeiten hatten, sich den Lernstoff selbstständig anzueignen. Immer mehr Sicherheit bekamen sie auch durch die wöchentliche Übung von Prüfungsaufgaben. In enger Kooperation mit der jeweiligen Beratungsfachkraft der Agentur für Arbeit und den Betrieben wurden wichtige Informationen wie beispielsweise der aktuelle Kenntnisstand der Azubis oder deren Lernkompetenzen ausgetauscht. Je nach Bedarf wurde - in Absprache mit den Betrieben - die Unterrichtszeit teilweise verdoppelt. Natürlich überrascht es nicht, dass die Prüfungen von allen Azubis bestanden wurden und sie häufig einen Arbeitsvertrag im Anschluss erhielten.
Die Stützkurse umfassen die Aufarbeitung des Berufsschulstoffes, Vorbereitung auf Klassenarbeiten sowie auf Zwischen- und Abschlussprüfungen. Über den fachbezogenen Unterricht hinaus werden Auszubildende, die Schwierigkeiten in den allgemeinbildenden Fächern wie Deutsch oder Mathe haben, unterstützt. Die Unterrichtszeit umfasst mindestens drei Schulstunden pro Woche.
In ausbildungsbegleitende Hilfen bietet das Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft ebenso sozialpädagogische Betreuung an, die beispielsweise neben berufsbezogenen Themen wie Lernmethoden oder Bewältigung von Prüfungsangst, Gespräche zu Problemen im sozialen Umfeld, im Betrieb oder Berufsschule beinhaltet.
Die Auszubildenden profitieren von kleinen Lerngruppen, die individuelle Förderung gewährleisten. Kompetente und pädagogisch erfahrene Lehrkräfte bauen in ihrem Unterricht auf dem vorhandenen Wissensstand der Auszubildenden auf. Interessierte Azubis, Betriebe als auch Dozenten mit pädagogischer Erfahrung, sind herzlich eingeladen, sich mit dem Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft in Verbindung zu setzen.
Ansprechpartner für den Standort Lampertheim ist Frau Martina Franz, Edisonstraße 15, Gebäude 4 H in 68623 Lampertheim, telefonisch unter 06206/155238-1 oder per E-Mail unter franz.martina@bwhw.de. Ein weiterer Standort befindet sich in der Lilienthalstraße 39–45 in 64625 Bensheim, telefonischer Kontakt unter 06251 1749-86 oder 06251 1749-62 sowie per E-Mail unter friedrich.michael@bwhw.de oder unter uhrig.rainer@bwhw.de. zg