Neues Angebot im Rahmen der Lampertheimer Messe überzeugte
Ausbildungsbörse setzte Akzente
Fragen zur Berufsausbildung konnte man auch an diesem Stand stellen. Bei der Stadt Lampertheim macht Annetta Back ihre Ausbildung zur Landschaftsgärtnerin. Ein abwechslungsreicher und technisch sehr anspruchsvoller Beruf, wie Ausbilder Thomas Schramm erklärte. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM - Ganz neu war die integrierte Ausbildungsbörse am Samstag, die Marius Schmidt organisiert hatte. Damit war ein Anliegen des Arbeitskreises „Demografischer Wandel“ in die Praxis umgesetzt. Da dieses tolle Angebot im Rahmen der Lampertheimer Messe sich offensichtlich noch nicht überall herumgesprochen hatte, hatten die Arbeitsmarkt-Experten und Firmenvertreter keinen Besucheransturm zu bewältigen und konnten sich daher genügend Zeit für intensive Gespräche mit interessierten jungen Leuten und Eltern nehmen.
Bezirksgeschäftsführer Manuel Kohl von der Barmer GEK mit Sitz in der Kaiserstraße 22 hält auch Vorträge in Schulen und hat mit seinen Trainingsangeboten und Tipps für einen stressfreien Start ins Berufsleben schon manchen erfolgreichen beruflichen Einstieg gefördert. Dazu kommt ein bundesweiter Stellenpool vieler verschiedener Firmen, auf den er zielgerichtet für die Bewerber zugreifen kann.
Bei der Ausbildungsbörse gab es viele Tipps, auch über konkrete Stellenangebote wurde informiert. Der junge Mann aus der Nähe von Hanau rechnet sich gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz in Biebesheim aus. Foto: Hannelore Nowacki
Sehr zuversichtlich war der 19-jährige Dominik Jehlicka aus der Nähe von Hanau, der sich bei Robert Lenhardt vorstellte und sich für eine kaufmännische Ausbildungsstelle bei der internationalen Spedition in Biebesheim interessiert. Dafür würde er sogar umziehen. Ein Freund aus Bürstadt hatte ihm von der Ausbildungsbörse erzählt. Im Raum Hanau und Frankfurt gebe es viel weniger Ausbildungsangebote aus in der Region hier. Das Beratungsteam der Stadt Lampertheim informierte Interessenten am Samstag vorrangig über die „praxisintegrierte Ausbildung“ (PIA) zur Erzieherin und zum Erzieher, um den gestiegenen Bedarf zu decken. Die Kreishandwerkerschaft, Neue Wege, die IHK Darmstadt und die Diakonie waren mit Ständen vertreten. Mit ihrer Initiative „Azubi-25plus-Coach“ steht Conny Heimendahl vom Malerbetrieb Grimm noch ganz am Anfang, zur Umsetzung ihrer Ziele fehlt es noch an ehrenamtlichen Helfern. Es geht um die Hilfe während der Ausbildung, um die besonderen Probleme von Azubis im Alter über 25 Jahre. Kreisbeigeordneter Matthias Schimpf war von der Idee sehr beeindruckt und bot seine Unterstützung an. Hannelore Nowacki