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  • Mi., 04. Dezember 2013, 11:16 Uhr
    Europaschule Lessing-Gymnasium feierte Festkonzert mit Klarinetten-Ensemble / Mit kleiner Instrumentenkunde

    Außergewöhnliche Klangwelten mit Profi-Musikern

    Die Dolly-Suite für sechs Klarinetten, Kontrabass, Schlagzeug und Klavier ließ auch spanische Klänge hören. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM  – Zusammenarbeit in der Außen- und Sicherheitspolitik, aber auch im Kulturaustausch prägten die „50 Jahre Deutsch-französische Freundschaft“. Ein hochkarätiges Klarinetten-Ensemble aus Berufsmusikern des hr-Sinfonieorchesters Frankfurt (Ulrich Büsing, Sven van der Kuip, Armin Ziegler, Ulrich Mehlhart, am Kontrabass Ulrich Franck sowie die Schlagzeuger Andreas Hepp und Burkhard Roggenbuck) und des französischen Orchestre National de Lyon (Thierry Mussotte und Michel Bontoux) war am Samstagabend zu einem Festkonzert aus Anlass des deutsch-französischen Jubiläums ins Lessing-Gymnasium (LGL) gekommen. Die Mensa wurde zum voll besetzten Konzertsaal. Eingeladen waren die Schüler und Eltern, aber auch interessierte Bürger hatten Gelegenheit das Konzert zu besuchen. Nicht nur die hervorragende Besetzung ist bemerkenswert, auch der Eintritt war kostenlos. Wer wollte, konnte am Ende des zweistündigen Konzertabends eine Spende geben, um den Europafördertopf der Schule aufzufüllen. Denn bezahlt werden die Profi-Musiker ganz regulär.

    Das Publikum spendete anhaltend begeistert Applaus, was die Musiker mit „Cakewalk“, einem Stück von Claude  Debussy als Zugabe belohnten. Das sechsteilige Konzertprogramm „Klangwelten Klarinette“ mit Pause begann mit dem Konzertstück Nr. 1 f-moll op. 113 von Felix Mendelssohn Bartoldy (1809-1847) für Klarinette, Bassetthorn und Klavier, gespielt von John-Noel Attard. Von Jean Francaix (1912-1997) war das Stück „Quatour“ in fünf Sätzen für Klarinette, Bassetthorn, Bassklarinette und Klavier. Sechs Musiker spielten Florent Schmitts (1870-1958) „Sextuor op. 128“, eine der seltenen Originalkompositionen in der Besetzung für Es-Klarinette, 2 B- und A-Klarinetten, Bassetthorn, Bass- und Kontrabassklarinette. Nach der Pause folgte „Impromptus op. 66“ von Robert Schumann (1810-1856) in der Bearbeitung von Ulrich Büsing, der auch die „Dolly-Suite op. 56“ von Gabriel Fauré (1845-1924) für sechs Klarinetten, Kontrabass, Schlagzeug und Klavier bearbeitet hatte. Wie aber kommt es zu einem solchen musikalischen Ereignis? Seit zwei Jahren ist das Lessing-Gymnasium Europaschule und das war auch ein Grund für die kurzfristige Anfrage des hessischen Kultusministeriums, ob die Schule an einem Auftritt des Klarinetten-Ensembles interessiert sei.

    Jerôme Daut, der LGL-Fachsprecher für Musik, war von dem Angebot sofort begeistert, wie er im Gespräch mit dem TIP erzählte. Damit auch Familien und die Kinder der Klassen 5 und 6 an dem Konzerterlebnis teilhaben konnten, habe sich die Schule entschlossen, keinen Eintritt zu verlangen. Für die jüngsten Zuhörer, die vielleicht noch nie ein Kammerkonzert besucht haben, erklärte Musiklehrer Dr. Matthias Andresen zu Beginn, dass erst nach dem letzten Satz eines Stücks applaudiert werde. Vor den Stücken gab es eine kleine Instrumentenkunde, denn einige der auffallend geformten und besonders großen Klarinetten bekämen Zuschauer recht selten zu sehen. Von beachtlicher Größe sind beispielsweise Bassetthorn und die Bassklarinette, noch wuchtiger ist die Kontrabassklarinette gestaltet, die beim Spielen mit Standfuß auf dem Boden steht.

    Hannelore Nowacki

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    Das Publikum hörte den faszinierenden Klangwelten Klarinette aufmerksam zu und spendete viel Applaus. Foto: Hannelore Nowacki

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