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  • Mo., 17. April 2017, 22:52 Uhr
    Volksbühne mit erfolgreicher Bilanz und vom Land Hessen geehrt

    Ausverkaufte Vorstellungen und große Spenden

    Wilmar Kollascheck (links) wurde für 25 Jahre Vereinsmitgliedschaft geehrt. Schriftführerin Jula Bischof ist seit 50 Jahren bei der Volksbühne, die 2. Vorsitzende Ilse Prüssing leistet seit 25 Jahren Vorstandsarbeit und der 1. Vorsitzende Klaus Jenner wurde mit 40-jähriger Vereinszugehörigkeit Ehrenmitglied. Florian Uhl ist zweiter Beisitzer. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Die mundartlichen Theaterstücke bescheren der Volksbühne von Jahr zu Jahr Erfolge. Zufrieden sind Publikum und Mitglieder offenbar gleichermaßen. In heiterer Grundstimmung fand am Mittwochabend im Gasthaus „Zur Krone“ die gut besuchte  Generalversammlung der Volksbühne statt. Für die Posten der 2. Vorsitzenden, des Geschäftsführers und des 1. Beisitzers kandidierten die Amtsinhaber ohne Gegenkandidaten, einstimmig wurden sie alle wiedergewählt. Ilse Prüssing ist weiterhin 2. Vorsitzende. Geschäftsführer Gerhard Baum und 1. Beisitzer Michael Tschirner wurden in Abwesenheit gewählt, sie hatten jedoch schriftlich erklärt, dass sie im Falle ihrer Wiederwahl das Amt annehmen wollten. Sandra Bronnert wurde für zwei Jahre zur neuen Kassenprüferin gewählt, Nina Siegel bleibt turnusgemäß noch ein Jahr Kassenprüferin. Erster Vorsitzender Klaus Jenner ist seit 40 Jahren Mitglied der Volksbühne – er wurde feierlich zum Ehrenmitglied ernannt. In seinem Geschäftsbericht für das Jahr 2016 ging es um die Spielsaison 2015/2016 mit dem Stück „Schwaddz gschlachd“ und um einen zufriedenen Rückblick auf die erfolgreichen, zurückliegenden Jahrzehnte. Als Regisseur hätte Jenner auch den Bericht des Spielleiters vortragen können, überließ diese Aufgabe jedoch Peter Bischof, der als Mundartautor der Volksbühne auch einen Bericht als humorvolle mundartliche Erbauung zu gestalten weiß. Jenners durchweg positive Bilanz aus Jahrzehnten mit besten Aussichten für die Zukunft: „Seit 1979 haben wir nur noch ausverkaufte Vorstellungen“. Geändert habe sich die Anzahl der Vorstellungen pro Stück – 1979 waren es acht, heute sind es zwischen 16 und 19 als Rekord. „Es gibt mit Sicherheit wenige Laienspielgruppen, die solche Erfolge nachweisen können“. Zum 40-jährigen Jubiläum des TIP-Verlages habe Geschäftsführer Frank Meinel eine komplette Vorstellung in der Spielsaison 2016 gekauft. Premiere des neuen Stücks „Baim beschde Wille – helfen dou koa Pille“ war am 12. November. Auch außerhalb der Spielsaison spielt sich bei der Volksbühne einiges ab, wie Jenners Bericht zeigte. Bei der Lampertheimer Straßenfastnacht, die 2016 ihr zehnjähriges Jubiläum feierte, beteiligte sich die Volksbühne zum zehnten Mal. Zum 90-jährigen Bestehen der Volksbühne hatte die  eigene Technikabteilung, der „technische Apparat“, für den Umzug eine riesige Geburtstagstorte gebaut. Zum Anerkennungsabend der Stadt Lampertheim als Dank für das ehrenamtliche Engagement hatte die Volksbühne vier Karten erhalten. Bei der großen Geburtstagsfeier der Volksbühne am 16. April 2016 hielt Bürgermeister Gottfried Störmer die Festansprache und Michael Tschirner zeigte seine Präsentation der letzten 40 Jahre mit Bildern aller Theaterspieler und aller Mundartstücke. Mit insgesamt 30.000 Euro zeigte sich der Verein zum runden Geburtstag besonders spendabel – mit einer Spende bedacht wurden der Kirchenvorstand und Förderverein der Lukasgemeinde, die Lebenshilfe, der Tierschutzverein, die Diakonie-Stiftung Lampertheim und die Kinderkrebshilfe Heidelberg. Den Erlös der Seniorenvorstellung im Januar von 1.568 Euro, aufgerundet auf 2.000 Euro plus 1.000 Euro anlässlich des 90. Volksbühnengeburtstages,  spendete die Volksbühne der Hospiz-Initiative Ried. Vor der Vorstellung am 2. Dezember spendete die Volksbühne im Rahmen ihrer Patenschaft beim Kinderplaneten 3.000 Euro an die „Deutsche Leukämie- und Forschungshilfe Aktion für krebskrankte Kinder“. Eine besondere Ehre wurde der 583 Mitglieder zählenden Volksbühne durch die hessische Landesregierung zuteil, die den Verein „für das beispielhafte gesellschaftliche Engagement als Initiative des Monats September 2016“ mit Urkunde und 500 Euro auszeichnete. Jenner berichtete von weiteren Aktivitäten und gemeinsamen Freizeitunternehmungen, vom Familienausflug im Sommer bis zur Nikolausfeier im Wald. Zu den Treffen der „Volksbühnler“ in der theaterspielfreien Zeit, in der Regel immer am zweiten Mittwoch des Monats, seien „neue Gesichter“ gerne gesehen, betonte Jenner. Besonders dankte Jenner allen Mitwirkenden und Helfern auf der Bühne und hinter den Kulissen sowie Gesamtleiter Peter Bischof, der die Stücke immer spielgerecht trimme. Die Kassenprüfer bescheinigten eine ordnungsgemäße Kassenführung, der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Geschäftsführer Gerhard Baum hatte festgestellt: „Für Spenden können wir aus dem Vollen schöpfen“. Hannelore Nowacki

    Information

    Die Volksbühne kann auf viele langjährige Mitglieder zählen, die mit Urkunde und einem Präsent geehrt wurden. Else Gaier ist seit 65 Jahren Mitglied (sie war entschuldigt). Jula Bischof ist seit 50 Jahren Mitglied und spielt auf der Bühne, seit 25 Jahren ist sie Schriftführerin und seit zehn Jahren Ehrenmitglied. Bei vielen Vereinsaktivitäten spielt sie eine tragende Rolle. Seit 25 Jahren sind Gerda Wittkopp und Inge Gamper (beide entschuldigt) sowie Wilmar Kollascheck Mitglied wie auch die nicht anwesenden Angelika Heim, Caroline Hohenecker, Angelika Laur, Daniela Rapp, Petra Wenzel und Günter Kuhr. Klaus Jenner wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Ilse Prüssing, seit 25 Jahren im Vorstand engagiert erhielt einen Blumenstrauß verbunden mit herzlichen Worten der Anerkennung des 1. Vorsitzenden Klaus Jenner.  

     

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