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Mo., 18. Oktober 2021, 15:44 Uhr
AWO-ORTSVEREIN: Vorstand wiedergewählt / Ehrungen langjähriger AWO-Mitglieder / Hoffnung auf neue Mitglieder
AWO-Jahreshauptversammlung in der Zehntscheune
Die AWO-Ortsvereinsvorsitzende Walburga Jung (2. von links) und die stellvertretende Vorsitzende Gunda Moos (5. von links) als Jubilarin mit den Jubilaren Hans Schlatter (Mitte), Ludwig Kern und den Ehepaaren Medert und Hübner. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Im großen Saal der Zehntscheune waren die Tische zur Jahreshauptversammlung des Ortsvereins der Arbeiterwohlfahrt (AWO) am Freitagnachmittag einladend gedeckt. Viele Mitglieder waren gekommen, beachtliche 69 von 145 Mitgliedern. Das freute die AWO-Vorsitzende Walburga Jung, die als Ehrengast auch den AWO-Kreisvorsitzenden Bergstraße Ludwig Kern herzlich begrüßte. Auf der Tagesordnung standen die regulären Vorstandswahlen und Ehrungen der zahlreichen Jubilare. Zur Vorstandswahl gingen keine weiteren Wahlvorschläge beim Wahlleiter ein, die bisherigen Vorstandsmitglieder waren bereit ihre Ämter weiterzuführen und wurden einstimmig wiedergewählt. Walburga Jung ist weiterhin 1. Vorsitzende, 2. Vorsitzende ist Gunda Moos, Rechnerin Angelika Wenning. Karl-Heinz Horstfeld wurde in Abwesenheit nach seinem vorherigen Einverständnis zum Schriftführer gewählt. Auch Beisitzer und Kassenprüferin wurden einstimmig gewählt. Der Kassenbericht, der nach Auskunft der Rechnerin „einen gesunden Kassenbestand“ aufweist, war ohne Beanstandung geprüft worden. Somit konnte der Vorstand einstimmig entlastet werden. Zu Beginn hatte die Vorsitzende traurige Nachrichten, denn 14 Mitglieder waren seit dem letzten Treffen vor der Corona-Pandemie verstorben. Zur Schweigeminute erhoben sich die Mitglieder von den Plätzen soweit dazu in der Lage. Kern, der einstimmig zum Wahlleiter bestimmt wurde, nutzte die Gelegenheit im Laufe des Nachmittags einige Male, um eindringlich auf die Lage der AWO-Vereine im Kreis Bergstraße und in Lampertheim im Besonderen einzugehen, die vom altersbedingten Mitgliederschwund betroffen sind und auf neue Mitglieder hoffen. In ihrem Jahresbericht hatte die Vorsitzende Jung durch den Corona bedingten Ausfall von Veranstaltungen und Ereignissen nicht so viel wie vor Corona zu berichten, außerdem schickte sie vorweg die Anmerkung, dass ihr Jahresbericht nicht so gut aussehe. Acht Austritte hatte der Ortsverein zu Jahresbeginn zu verzeichnen, 145 Mitglieder sind verblieben, 14 Mitglieder waren verstorben. Zu denken gibt ihr die Altersstruktur des AWO-Ortsvereins, die meisten im Rentenalter, ein Mitglied ist 101 Jahre, acht Mitglieder haben die 90 erreicht. „Ein paar Junge“ als neue Mitglieder, darauf setzt der Verein, um in Zukunft bestehen zu können. An die Kindervesperkirche in Mannheim spendete der Verein 800 Euro, um „ein kleines bisschen die Not“ zu lindern, wie Walburga Jung erklärte. Für die Mitglieder gab es 120 Geburtstagspräsente und 44 Präsentkörbe. Zu Weihnachten wurden im Dezember 2020 die Weihnachtstüten für die Mitglieder auf dem Schillerplatz verteilt, wer nicht kommen konnte wurde beliefert. Besonders dankte Jung für die tatkräftige Hilfe beim Austragen Marius Schmidt und Erich Thomas vom SPD-Ortsverein. Jubiläen, Weihnachtsbesuche, Weihnachtsbacken bei einer Mannheimer Firma und einen Tag der offenen Tür hatte es 2019 gegeben. Der Neujahrsempfang und Fastnacht konnten 2020 noch gefeiert werden. Jung zog Bilanz: „Keine Einnahmen, aber die Ausgaben laufen weiter“. Ihr Dank galt der Stadt Lampertheim, der Sparkasse und privaten Spendern, die den AWO-Ortsverein „in der Not“ unterstützt hatten.
AWO-Kleiderstube will Tragbares
Beim Thema AWO-Kleiderstube kam Jung nicht umhin, die schlechte Qualität vieler Kleiderspenden zu beklagen, die den ehrenamtlichen Helferinnen viel Arbeit beim Aussortieren bereiten und nur noch für den Müll taugen. Nur 8 Cent pro Kilogramm werde für solche Altkleider bezahlt. An 40 Tagen hatte die AWO-Kleiderstube 2019 und 2020 geöffnet, zu den Öffnungszeiten arbeiteten durchschnittlich zehn ehrenamtlich tätige Helferinnen. Jeden Mittwoch waren Irene Neundörfer und Gerlinde Jakob zur Stelle, um die ankommende Kleidung zu sortieren. Eine Leistung, die Jung besonders hervorhob. Als kleines Dankeschön brachte Gunda Moos den beiden Helferinnen ein üppig blühendes großes Alpenveilchen an den Platz.
Ehrungen und Ausblick
Zur Ehrung mit Urkunde, Präsent und herzlichen Worten war etwa die Hälfte der insgesamt neunzehn Jubilare gekommen, unter ihnen Stadtrat Hans Schlatter mit 45 Jahren Mitgliedschaft. In seinem Dankeswort hob er die Bedeutung des AWO-Ortsvereins hervor und appellierte an die Mitglieder: „Es gebe vieles nicht in Lampertheim, besonders für Ältere – bitte werbt für eure AWO“. Kreisvorsitzender Kern hofft auf langsam einkehrende Normalität, damit sich „die AWO als lebendiger, sozialer Verein um die Menschen bemühen kann“. Ortsvereinsvorsitzende Jung gab in ihrer Vorschau bekannt, dass wegen der Corona-Bestimmungen keine Weihnachtsfeier durchgeführt werden könne, für Neujahr und die Fastnacht müsse man abwarten, wie sich alles entwickelt. „Wir brauchen Zeit um zu schauen, was man machen kann und darf“. Die gute Nachricht für die Mitglieder nach zwei Ausflügen nach Speyer und Waldsee: In diesem Jahr ist noch ein Ausflug zu einem Weihnachtsmarkt geplant, der Busfahrer sei bereit. In ihrem Schlusswort bereitete Jung die anwesenden Mitglieder auf den weiteren Verlauf des Nachmittags vor: Nach einer Kleinigkeit zu essen standen drei Runden Bingo auf dem Programm. Hannelore Nowacki
Information
Ehrungen für 10 Jahre Mitgliedschaft: Christa Jakob, Auguste Roller, Rosel Medert, Adam Medert, Heinz-Dieter Schäfer, Ruth Haumüller, Marianne Hübner, Gerhard Hübner. 15 Jahre: Gisela Baumann, Christine Christmann, Christa Schmitt, Erika Günderoth, Helga Gündling. 25 Jahre: Ludwig Kern. 40 Jahre: Dr. Jürgen Dieter, Sonja Krüger und Gunda Moos. 45 Jahre: Hans Schlatter. 50 Jahre: Luise Kraft.