Fr., 21.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Mo., 07. Dezember 2020, 12:11 Uhr
    Im Stadtpark wächst ein Baumhoroskop für den Klimaschutz / Lionsclub aktivierte Unterstützung von Sponsoren und Spendern

    „Bäume für Lampertheim“

    Bürgermeister Gottfried Störmer nahm den Spendenscheck über 20.000 Euro von Lionsclub-Präsidentin Karin Salber entgegen, eine eindrucksvolle Summe, die dank vieler Spender zusammengekommen war. Aus den drei kleinen Bäumen werden einmal große Schattenspender werden. Die geplante kleine Feier musste wegen der Coronaregeln ausfallen. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Eigentlich sollte die Pflanzung der ersten drei Bäume für das zukünftige Lampertheimer Baumhoroskop auf dem Stadtfriedhof nahe der Kapelle schön gefeiert werden. Daraus wurde nichts, der Corona-Lockdown hatte dem Lionsclub Lampertheim einen Strich durch die Planung gemacht. Schon das angekündigte Cross-over-Chorkonzert mit dem Chor Ephata im September hatte nicht stattfinden können. Am Samstagvormittag traf sich nur eine kleine Gruppe mit Abstand und Maske an den drei jungen Bäumen, die der Beginn des Baumhoroskops mit insgesamt 21 verschiedenen Bäumen sind. Graue Wolken lagen am Samstagvormittag über der Stadt, das Gras war regennass, doch die Stimmung heiter. Denn mit dem Baumhoroskop nach keltischem Vorbild soll dem Klimaschutz und der Unterhaltung gedient sein, wie Lionspräsidentin Karin Salber erklärte. Außerdem wird der parkartige Charakter des Stadtfriedshofs gefördert, der nach seiner Entwidmung 2044 zum erweiterten Stadtpark gehören wird. Eine junge Ulme ragt in den Himmel, eine Zypresse und eine Pappel stehen ihr als Nachbarn zur Seite. Holzpflöcke auf der anderen Seite des Weges signalisieren die Standorte der weiteren Bäume, die von den Technischen Betriebsdiensten im Laufe des kommenden Jahres gepflanzt werden. Zum Erfolg dieses Projektes unter Federführung des Lionsclubs, der seine Aktionen als Activities bezeichnet, haben zahlreiche Sponsoren und Spender beigetragen, die der Lionsclub aktivieren konnte. Da die 21 jungen Bäume in den ersten drei Jahren besonderer Aufmerksamkeit, der Bewässerung und Pflege bedürfen, stehen den Technischen Betriebsdiensten unter Leitung von Sabine Vilgis 20.000 Euro zur Verfügung, die der Lionsclub gemeinsam mit Spendern, die nicht alle öffentlich erwähnt werden möchten, aufgebracht hat. Die Präsidentin des Lionsclubs ist überzeugt, dass die Weisheiten des Baumhoroskops so manchem Besucher ein Lächeln ins Gesicht zaubern werden. Jeder könne hier seinen Geburtstagsbaum finden. Die kleine Feier soll im neuen Jahr nachgeholt werden, wenn das Baumhoroskop im vollständig gepflanzt ist und die Coronalage es zulässt. Eine große Tafel mit den Sponsorennamen und Erklärungen zum Lampertheimer Baumhoroskop soll aufgestellt werden, an jedem Baum werden Tafeln über die Bedeutung Auskunft geben. „Eine super Idee“, meint Vilgis zu dem großen Baumprojekt. Ein blühendes Band zwischen den Bäumen werde die Besucher zu den Standorten leiten, kündigte die Leiterin der Technischen Betriebsdienste an. Viele Blumenzwiebeln kommen dafür in die Erde. Vilgis wies auf das Stadtparkkonzept hin, das ständig weiterentwickelt werde und auf der Homepage der Stadt Lampertheim veröffentlicht sei. Bürgermeister Gottfried Störmer dankte dem Lionsclub für die Idee und die Umsetzung: „Eine tolle Leistung so viele Sponsoren gewonnen zu haben“. Das Baumhoroskop passe in die Planung, ließ Störmer wissen, denn ab 2044 solle der Stadtpark in den hinteren Bereich hineinentwickelt werden, der dann als Stadtfriedhof entwidmet werde. Schon jetzt gebe es keine neuen Erdbestattungen mehr, für die Urnengräber gelten 20 Jahre. Auch für die Zeit nach der Entwidmung sieht Störmer hier keinen Platz für Partys, sondern für die stille Erholung. Die Ehrengräber werden an bisheriger Stelle oder nach Umsetzung erhalten bleiben, ebenso der jüdische Friedhof, hielt Störmer fest. Die kleine Ulme wird zu einem stattlichen Baum heranwachsen, dabei jedoch eher bescheidene Ansprüche stellen, ist im Erklärungstext zu lesen, den Lionsclub-Präsidentin Salber als Beispiel mitgebracht hatte. Den Menschen, deren Geburtsdatum zur Ulme passen, werden mit zunehmendem Alter als weise erscheinen, ist dort zu lesen, ihr Rat sei gefragt. Ihr Leben gestalten sie mit Weitblick und Vernunft.  Hannelore Nowacki

    Für 21 Bäume und ein besseres Stadtklima engagierten sich zahlreiche Sponsoren und Spender bei der Lionsclub-Aktion. Foto: Hannelore Nowacki


     

    Beitrag aus der Rubrik

    » Lampertheim und Stadtteile
    » Lokal
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige TicketshopAnzeige 3 Anzeige - 1