Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
Sie sind hier: Startseite » Nachrichten » Baugenossenschaft Lampertheim pflegt den grünen Daumen
Do., 29. Oktober 2020, 14:29 Uhr
Förderung für neuen Lebensraum im Vogelschutzgehölz
Baugenossenschaft Lampertheim pflegt den grünen Daumen
Die Freude über den Zuwendungsbescheid in Höhe von 3.485 Euro, den Umweltdezernent Karsten Krug für die Baugenossenschaft Lampertheim mitbrachte, war trotz Corona bedingtem Abstand und Gesichtsmasken groß. Im Bild (von links): Wolfgang Klee, Dieter Sejak, Karsten Krug und Martina Sotornik. Foto: Hannelore Nowacki
HOFHEIM – Modernes Wohnen am Rande Hofheims mit Blick auf die Natur hat die Baugenossenschaft Lampertheim (BG) mit ihrem Neubauprojekt in der Erzbergerstraße 3 und 5 verwirklicht - beim Tag der offenen Tür im August wurden die beiden Gebäude mit jeweils 6 Sozialwohnungen der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Umgebung lädt zum Spazierengehen ein. Stattliche Bäume säumen den Weg entlang des Mühlgrabens, die sich gerade mit leuchtenden Farben auf den Herbst einstellen. Dagegen zeigt sich die neue Anpflanzung auf den 80 der insgesamt 1.500 Quadratmeter großen Außenanlage des Neubauprojekts noch frisch und zart. Nicht ein Zaun oder englischer Rasen sollte die Wohnanlage von der Feldgemarkung abgrenzen, es sollte eine Feldholzinsel als natürlicher Zaun als Vogelschutzgehölz entstehen. Die Bäumchen wurden in große Gruben mit speziellem Baumsubstrat gesetzt und mit 80 Liter fassenden Gießsäcken ausgerüstet, damit sie gut wachsen können. Auf der Feldholzinsel, die auch robuste Stauden beherbergt,haben die eingepflanzten Bäume und Büsche viel Raum um sich prächtig zu entwickeln, um dann Vögel, Bienen und viele andere Insekten anzulocken. In der Vielfalt der einheimischen Gehölze mit Weißbuchen, Feldahorn, Berberitze, Hartriegel, Sanddorn, Heckenkirsche, Schlehe, Holunder und gemeinem Schneeball sollen die Tiere einen Lebens- und Schutzraum haben, der sie auch mit Nahrung versorgt. Igel sollen hier einen sicheren Platz zum Überwintern finden. Ein großes Insektenhotel lädt bereits zum Bewohnen ein. Für diese innerstädtische Maßnahme hat die Baugenossenschaft Lampertheim (BGLA) eine finanzielle Unterstützung aus den sogenannten Ausgleichsgeldern nach dem Bundesnaturschutzgesetz erhalten. Bei schönstem Herbstwetter fand das Treffen am Dienstag mit dem Kreisbeigeordneten und Umweltdezernenten Karsten Krug, der den Zuwendungsbescheid mitbrachte, und den Vertretern der Baugenossenschaft Lampertheim Wolfgang Klee und Martina Sotornik sowie Dieter Sejak mit Blick auf das Feldholzinsel statt. Krug dankte der BG, die nicht nur bezahlbare Wohnungen baue, sondern auch „den grünen Daumen spürt“. Im Sinne der Biotop-Vernetzung sei das Vogelschutzgehölz ein Trittstein-Biotop. Die Förderung mit 3.485 Euro bedeute 80 Prozent der Gesamtkosten. Vorstandsmitglied Klee berichtete, wie die Sache ins Rollen gekommen war - BG-Mitarbeiter Sejak hatte sich am Tag der offenen Tür mit einer Besucherin unterhalten, die ihn auf die untere Naturschutzbehörde aufmerksam machte. Nun sind auch bei älteren Wohnungsbeständen Anpflanzungen geplant. Im Rasen werden dank der speziellen Mischung auch Gänseblümchen leuchten und man werde den Rasen länger wachsen lassen, erklärte Sejak. Hannelore Nowacki