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  • So., 16. Februar 2014, 21:10 Uhr
    Linda Klink zu Besuch bei Schwester Maria Plaach

    Beeindruckender Bericht aus Südafrika

    Linda Klink und Schwester Maria Plaach vor der St. Anthony's Pre-School. Foto: oh


    BIBLIS - Schon seit vielen Jahren spendet die KAB Biblis den Erlös des Hungersonntags an Schwester Maria Plaach in Langa, Südafrika, die dort eine Schule in einem Township betreibt. Der Kontakt zur Schwester kam durch den ehemaligen Bibliser Pfarrer Josef Schaab zustande, über den auch regelmäßig Briefe von Schwester Maria bei der KAB Biblis eingingen.

    KAB-Vorstandsmitglied und Jugendvertreterin Linda Klink leistet derzeit in Südafrika ein freiwilliges soziales Jahr ab. Sie nutzte die Gelegenheit, zusammen mit vier weiteren Freiwilligen, Schwester Maria in Langa zu besuchen und sich selbst ein Bild zu machen, was Schwester Maria dort leistet und wie die Spenden eingesetzt werden.

    Linda Kling berichtet eindrucksvoll von ihrem Aufenthalt: „Mein Besuch bei Schwester Maria Plaach aus Langa in Südafrika - eine liebevolle beeindruckende Frau! Seit 1966 sei sie schon hier in Südafrika und seit dem habe sich einiges verändert. Sie erzählte von den Anfängen und den Schwierigkeiten, die es zu diesen Zeiten gab. Sofort wurde man von ihrer fesselnden Art zu erzählen mitgerissen und sie strahlte ihre Lebenserfahrungen aus. Diese Frau hat schon so einiges erlebt. 3 Sprachen kann sie sprechen: Natürlich ihre Muttersprache Deutsch aber auch Englisch und Xhosa, die Sprache der Einheimischen in ihrem Township. Wenn jemand an ihr vorbeifährt oder an ihr vorbeiläuft wird sie von allen lieb gegrüßt und jede will ein paar Worte mit ihr wechseln oder sich einen Rat abholen. Sie ist überall bekannt und fällt als einzige Weiße unter Farbigen in ihrem weißen Gewand mit dem Kreuz um den Hals überall auf. Die kleine zierliche Frau hat uns sofort liebevoll empfangen, als wir am Parkplatz des St. Anthony’s Komplexes angekommen waren. Zuvor hatten wir telefoniert und ich hatte mich bei ihr vorgestellt und angekündigt. Erfreut, dass ich noch mit 4 weiteren Freiwilligen meines Projektes gekommen war, zeigte sie uns zunächst sehr stolz die St. Anthony’s Church, die das älteste Gebäude des Komplexes darstellt. Jeden Sonntag wird dort ein Gottesdienst abgehalten und wir wurden auch sofort von ihr eingeladen doch mal vorbeizuschauen. Die Kirche ist liebevoll eingerichtet und Schwester Maria Plaach half uns dabei die Xhosa Schriftzüge, die neben dem Altar von der Decke hingen zu übersetzten. „Bravo sikhusela thina“ auf Deutsch „Gott beschütze dich“ war einer der beiden Schriftzüge.

    Nach der Besichtigung der Kirche ging es zu ihrem eigentlichen Arbeitsbereich: Die St. Anthoy’s Pre-School, welche nach der Kirche benannt wurde. Wenn man die kleine Vorschule betritt sieht man im Eingangsbereich ganz viele Bilder von Abschlussklassen und weitere christliche Bilder. Der kleine Platz wird so gut es geht genutzt und neben einem kleinen Arbeitszimmer und einem Krankenzimmer gibt es drei verschiedene Klassenräume. Aufgeteilt nach Alter gibt es drei verschiedene Klassen. Als wir die Klassen betraten war gerade Mittagsschlafzeit und auf den Boden der Klassensäle lagen die ungefähr 35 Kinder pro Klasse. Jede Klasse hat ein eigenes Badezimmer, dass mit Zahnbürsten für jedes Kind ausgestattet ist, eine kleine Spielecke im Klassenzimmer und einen kleinen Spielbereich im Gang um auch wirklich jeden freien Platz auszunutzen. Jeder Klassenraum war sehr liebevoll eingerichtet und mit vielen Bildern, Spielen und Informationen über Südafrika versehen. Schwester Maria Plaach stellte uns jeweils den beiden qualifizierten Klassenlehrerinnen vor und wir wurden überall herzlich empfangen. Die Freundlichkeit war sehr beeindruckend und man merkte, dass diese Frauen mit Herz bei ihrer Arbeit sind.
    Der Außenbereich der Vorschule war mit verschiedenen Spielgeräten versehen und da wir einige selbst ausprobieren durften, kann ich bestätigen, dass einem dabei in den Pausen nicht langweilig werden kann!
    Zusätzlich gibt es noch einen Küchenbereich. Die Kinder bekommen eine warme Mahlzeit und einen kleinen Snack für den Tag in der St. Anthony’s Pre-School. Man merkt sofort wie sehr sich um die Kinder gesorgt wird und diese Priorität haben.
    Schwester Maria Plaach zeigte uns auch noch ihren Wohnbereich. Zur Zeit der Apartheit war es ihnen nicht erlaubt gewesen auf dem Gelände zu wohnen, doch zum Glück hat sich das alles geändert. Ihre Wohnung teilt sie sich noch mit einer weiteren Schwester. Sie erzählte uns, dass sie früher mehr Schwestern gewesen waren und sie und ihre Freundin nun die einzigen sind, die noch hier sind..
    Doch unsere private Führung war noch lange nicht zu Ende. Sie meinte wenn wir nun schon einmal hier sind, müssen wir auch ein wenig von Langa sehen. Da bei uns im Auto jedoch kein Platz mehr war entschloss sie spontan ihren Bakkie zu nehmen und selbst zu fahren. Sie setzte nur noch schnell ihre Sonnenbrille auf und los ging es. Wir fuhren ein wenig rum und hielten an den einen oder anderen Stellen an. Sie erklärte uns vieles über die südafrikanische Kultur und über ihr Township Langa.
    Dann kam leider auch schon der Abschied. Es war ein spannender Tag und es war schön einmal in ein Projekt neben meinem Kinderheim in Durbanville reinzuschnuppern und zu sehen wie es an anderen Orten in Südafrika so abläuft. Schwester Maria Plaach ist einfach eine fantastische Frau und meine 4 Freunde und ich waren alle begeistert von ihrer Art und ihrer beeindruckenden Persönlichkeit.
    Über den Besuch der KAB Biblis hat sie sich sehr gefreut und auch über das kleine Geschenk, dass ich ihr aus Deutschland von der KAB mitgebracht habe." zg

     

     

     

     

     

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