KAMPF GEGEN CORONA: Kreisspitze informierte über aktuelle Neuigkeiten rund um die Epidemie
Bei Suche nach Impftermin zweigleisig fahren
Landrat Christian Engelhardt empfahl im Rahmen einer Videopressekonferenz am Freitag: „Wer gerne geimpft werden möchte, sollte sich nicht nur beim Impfzentrum registrieren, sondern sich auch bei seinem Hausarzt melden.” Foto: www.pixabay.com
KREIS BERGSTRASSE – Am Freitag informierten Landrat Christian Engelhardt, die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz sowie der hauptamtliche Kreisbeigeordnete Karsten Krug in einer Video-Pressekonferenz über die für die Region relevanten Neuigkeiten rund um die Coronavirus-Pandemie.
Landrat Engelhardt blickte hierbei zunächst auf die Impfsituation. Mittlerweile wurden mehr als 112.000 Impfungen im Impfzentrum in Bensheim durchgeführt. „In den letzten Tagen waren die Zahlen nicht so, wie ich es mir wünschen würde. So hatten wir 600 bis 700 Impfungen pro Tag, dabei waren fast alle durchgeführten Impfungen Zweitimpfungen.” In den nächsten Wochen seien wieder täglich mehr als 1.000 Impfungen zu erwarten, „aber da wir vor sechs Wochen vor allem Erstimpfungen hatten, werden es wieder vor allem Zweitimpfungen sein.” Generell sei festzustellen, dass die Verfügbarkeit von Impfstoff ansteigt, aber nicht bei den Impfzentren. „In der nächsten Woche werden 2,5 Millionen Dosen für die Impfzentren in Deutschland zur Verfügung stehen, für Arztpraxen werden es etwa 4,1 Millionen sein, darunter 700.000 für Betriebsärzte”, so Landrat Engelhardt, der empfiehlt, zweispurig zu fahren: „Wer gerne geimpft werden möchte, sollte sich nicht nur beim Impfzentrum registrieren, sondern sich auch bei seinem Hausarzt melden.” Im Gegensatz zu den Feuerwehren oder den Flüchtlingsunterkünften wird es in Hessen keine separate Impfaktion für Schülerinnen und Schüler geben. Mit Blick auf die weitere Entwicklung in Hessen erläuterte Landrat Engelhardt, dass der Landkreis stabil in Stufe 2 sei. Eine Stufe 3 ist im hessischem Verordnungsgefüge nicht vorgesehen, die jetzigen Regeln gelten bis 27. Juni. Daher sei davon auszugehen, dass die Landesregierung im Lauf des Monats das Stufenkonzept fortschreibt.
Die Erste Kreisbeigeordnete Diana Stolz betonte zunächst, dass es im Bereich der Inzidenzwerte Schwankungen bedingt durch die Feiertage gibt. Generell bleiben die Neuinfektionen aber auf dem gleichem Niveau, so lag die Inzidenz am Freitag bei 39,6.
Bezüglich des Altersdurchschnittes der infizierten Personen gibt es bundesweit ein deutliches Absinken, dieser liegt derzeit unter 35 Jahren. Der Anteil der positiven Schnelltests ist, was positive Tests angeht, rückläufig – bei einer gleichzeitigen Steigerung der Tests im privaten Bereich sowie in den Testzentren.
Auffälligkeiten gibt es bei den Altersgruppen: Bei allen Personen, die älter als 30 Jahre sind, lag die Inzidenz am Freitag unter 40, bei allen über 60 Jahren unter 20 und bei allen über 70 Jahren sogar unter 5. „In allen Altersgruppen haben wir eine sinkende und gleichbleibend Inzidenz, außer bei der Altersgruppe der 21- bis 25-Jährigen. Dort steigt die Inzidenz und liegt aktuelle über 100 – hier ist aber kein Zusammenhang mit Schulen vorhanden”, erläuterte die Gesundheitsdezernentin. Die stationären Fälle seien erfreulicherweise weiter sinkend.
Im Bereich der Einrichtungen sind aktuelle zwei Kitas mit je einer Person sowie elf Schulen mit einer bis zwei Personen betroffen, hier liegt an keiner Schule ein Cluster vor. Pflegeeinrichtungen sind derzeit nicht betroffen.
Mit Blick auf die Monatswerte betonte Diana Stolz, dass „wir den niedrigsten Wert bei Neuinfektionen seit Beginn der zweiten und dritten Welle haben und mehr als halb so viele wie im April.”
Der Kreisbeigeordnete Karsten Krug blickte zunächst auf die Gemeinschaftsunterkünfte: Hier gibt es aktuell elf Indexfälle in fünf Gemeinschaftsunterkünften. Zudem gab es in dieser Woche 35 neue Verfahren in der Bußgeldstelle. Benjamin Kloos