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  • Fr., 11. März 2016, 09:40 Uhr
    2. Präventionstag in der Alfred-Delp-Schule / Du lebst nur einmal, am besten mit Ernährungspyramide, Rauschparcours und Zahntalk

    Beim „Yolo-Day“ stand die Gesundheit auf dem Stundenplan

    An dieser Cocktailbar gab es jede Menge gute Laune und leckere Getränke ohne Alkohol. Foto: Hannelore Nowacki

    An dieser Cocktailbar gab es jede Menge gute Laune und leckere Getränke ohne Alkohol. Foto: Hannelore Nowacki

    LAMPERTHEIM – In der Jugendsprache ist „Yolo“ ein Begriff, der hoch im Kurs steht. „You only live once“ steht für „du lebst nur einmal“, weist aber eher auf den Lebensgenuss hin als auf einen gesundheitsfördernden Lebensstil. Wie der 2. Präventionstag und „Yolo-Day“ an der Alfred-Delp-Schule am Mittwochvormittag zeigte, passen die Themen Gesundheit und Genuss sehr gut zusammen. An den zwanzig Angeboten und Workshops verschiedener Kooperationspartner wie Krankenkassen, Polizei, AWO Jugend- und Suchtberatung mit PRISMA, Deutsches Rotes Kreuz, Landfrauen des Bezirkslandfrauenvereins Heppenheim und Experten für Bewegung und waren alle Klassen der Haupt- und Realschule beteiligt. In der Mensa stand für die Klassen 8 und 9 der Film “Supersize me” in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln auf dem Programm, der eindrucksvoll und amüsant zugleich zeigt, was passiert, wenn die ungesunde Portion immer größer ist als der Körper es braucht. Zwei Präventionsbeauftragte hat die Alfred-Delp-Schule, die Mathematik- und Deutschlehrerin Juliane Schwering und Caroline Holz, Lehrerin für Geschichte, Politik und Wirtschaft. Sie erklärten im Pressegespräch den Ablauf – jede Klasse hatte an diesem Vormittag mit ihren Lehrern drei Runden zu absolvieren, die dritte zur Besprechung. Großes Lob für die Alfred-Delp-Schule mit ihren 680 Schülern kam von Zahnärztin Reinhild Zolg, die beim Amt für Gesundheit, Veterinärwesen und Verbraucherschutz als Fachgebietsleiterin Schulärztlicher Dienst auch für den Präventionstag des „Hauses der Gesundheit“ zuständig ist. „Gesundheit wird hier gelebt“, sagte sie, „die Gesundheitserziehung wird konsequent in den Schulalltag einbezogen, es ist eine sehr aktive Schule“. Zu den bewährten Kooperationspartnern seien diesmal noch Anbieter für Stressbewältigung hinzugekommen.

    Vom „Zahn-Talk“ beeindruckt zeigten sich Zahnärztin Reinhild Zolg vom Amt für Gesundheit und der Kreisbeigeordnete Matthias Schimpf. Foto: Hannelore Nowacki


    Weiterer Besuch aus Heppenheim kam, um sich bei einem Rundgang ein Bild zu machen:  Matthias Schimpf, Kreisbeigeordneter und Dezernent für Gesundheit, Verbraucherschutz und Veterinärwesen, zeigte sich begeistert. „Durch das große Engagement aller Beteiligten ist es hier gelungen, die Schülerinnen und Schüler auf ansprechende Weise anzuregen, mehr auf ihre Gesundheit zu achten“, sagte Schimpf abschließend. Polizeihauptkommissar und Jugendkoordinator Peter Hoffmann erklärte den Jugendlichen, dass jeder Besitz, Konsum, Erwerb und Handel von Betäubungsmitteln oder Drogen strafrechtlich verfolgt werde, unabhängig von der gefundenen Menge, also auch ganz geringe Mengen nicht erlaubt seien. In der Schulküche hatten die Schüler ein feines Süppchen im Topf, Obst und gesunde Sandwiches angerichtet. Beim „Zahn-Talk“ bot das Haus der Gesundheit den Schülern ein Gesprächsforum für Themen, die jungen Leuten wichtig sind. Es ging darum, alles ehrlich zu besprechen und beim Thema Zahnspange Ängste zu nehmen. Tipps gab es auch – bei Mundwässern und Spülungen müsse man nicht zum Teuersten greifen. Carola Spikermann zeigte den Jugendlichen, wie man funktionelle Selbstgespräche führt, um negative in positive Vorstellungen zu verwandeln – nützlich auch bei der Angst vor einer Klassenarbeit. Wissenswertes erfuhren die Schüler beim Deutschen Roten Kreuz zu Themen wie Organspenderausweis und Blutspenden. Ute Fuchs erklärte auch, dass bei Operationen häufig viele Blutkonserven benötigt werden, was die Schüler überraschte. Am Schluss waren die Landfrauen zufrieden, alle gesunden Häppchen-Platten waren leergegessen. Den Jugendlichen gaben sie außerdem 10 Goldene Regeln mit auf dem Weg, die helfen, das Wegwerfen von Lebensmitteln zu vermeiden. Für den Genuss hatten die Landfrauen leckere Rezepte für Fetacreme, gefüllte Pfannkuchen und Obst-Spießchen mitgebracht. Hannelore Nowacki

     

     

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