EVANGELISCHES DEKANAT BERGSTRASSE: Regionale Bilanz des evangelischen Hilfswerks
Bergstraße unterstützt Brot für die Welt
Gift Dirani (65) und seine Frau Evelyn (61) leben mit fünf ihrer elf Kinder und drei Enkelkindern auf ihrem Hof in Nyanyadzi, Chimanimani an der Ostgrenze Simbabwes. Die Region hat eine schwere Dürre erlebt und ist vom Klimawandel stark betroffen. Dadurch sind die Kleinbauern von großen Verlusten bei der Ernte und dem Viehbestand bedroht. Foto: Karin Schermbrucker/Brot für die Welt
KREIS BERGSTRASSE – Die Gottesdienstbesucher in den 44 Gemeinden des Evangelischen Dekanats Bergstraße haben im vergangenen Jahr 42.954 Euro an Brot für die Welt gespendet. Das sind rund drei Prozent mehr als im vorhergehenden Jahr und nach dem Dekanat Darmstadt (49.521 Euro) das zweitbeste Ergebnis aller sechs Dekanate in der Propstei Starkenburg, wie aus der regionalen Bilanz der evangelischen Hilfsorganisation hervorgeht.
An Erntedank und Heilig Abend, wo traditionell für Brot für die Welt gesammelt wird, legten die Kirchenbesucher 10.353 Euro bzw. 32.601 Euro in die Kollektenkasse. „Das hohe Spendenaufkommen zeigt, dass die Bergsträßer Gemeindeglieder trotz Pandemie und Kontaktbeschränkungen über den Tellerrand hinausschauen und weiterhin den Kampf gegen Armut, Hunger und Ungerechtigkeit unterstützen“, betonte die Bergsträßer Dekanin in Stellvertretung Silke Bienhaus.
Mit den Spenden finanziert Brot für die Welt in Afrika, Asien und Lateinamerika Projekte, die Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Neu bewilligt wurden im vergangenen Jahr 646 Projekte. Afrika steht mit 94,19 Millionen Euro und 216 neuen Projekten an der Spitze der Bewilligungssumme. Die Folgen der Corona-Pandemie sind nach Angaben von Brot für die Welt insbesondere in Afrika verheerend. Mit den Spendengeldern wurden dort auch Impf- und Aufklärungskampagnen durchgeführt sowie die Ausstattung von Gesundheitszentren verbessert.
Bundesweit haben Spenderinnen und Spender die Arbeit von Brot für die Welt im vergangenen Jahr mit mehr als 63,6 Millionen Euro unterstützt. Das ist ein Minus von 13,2 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr (2020: 76,8 Millionen Euro). Der Rückgang erklärt sich damit, dass in das Jahresergebnis 2021 die Kollekten aus den Advents- und Weihnachtsgottesdiensten in das Jahresergebnis des folgenden Jahres einfließen und in 2020 diese Gottesdienste an vielen Orten wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden waren. Zusätzliche Aufrufe oder digitale Spendenmöglichkeiten konnten dies nicht ausgleichen.
Die aktuelle Spendenkampagne steht unter dem Motto „Eine Welt. Ein Klima. Eine Zukunft.“ Mit den Zuwendungen wolle Brot für die Welt beispielsweise gemeinsam mit den Menschen vor Ort im globalen Süden Konzepte entwickeln, um ihre Lebens- und Arbeitsweisen an den Klimawandel anzupassen. Die Klimakrise sei auch eine Gerechtigkeitskrise, betont Brot für die Welt. Derzeit fördert das Hilfswerk der evangelischen Kirche gemeinsam mit seinen Partnerorganisationen rund 1.800 Projekte zur Überwindung von Hunger, Armut und Ungerechtigkeit in fast 90 Ländern. zg