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  • Fr., 07. Juli 2023, 12:41 Uhr
    AUSSSCHUSS-SITZUNG: Weitere Themen im Haupt- und Finanzausschuss 

    Bericht zum Bildungs- und Sportcampus – Einweihung am 22. September 

    BÜRSTADT –  Nach der Debatte um die geplante Erhöhung der Kindergarten-Gebühren beschäftigte sich der  Haupt- und Finanzausschuss am Mittwochabend mit weiteren Themen. Finanzdezernent Martin Niederhöfer erläuterte ausführlich die wesentlichen Ergebnisse zum Jahresabschluss 2022. Den „Überplanmäßigen Ausgaben“ mit Abschreibungen im Haushaltsjahr 2022 wurde ohne Wortmeldungen ausnahmslos zugestimmt. Der Budgetbericht zum 30. April wurde zur Kenntnis genommen, ebenso die Bekanntgabe der Gründung einer gemeinsamen PV-Projektgesellschaft durch GGEW, Energieried und Entega. Einstimmig wurde die Unterbringungsgebührensatzung für Personen nach dem Landesaufnahmegesetzt beschlossen. Stadtverordnetenvorsteher Franz Siegl wies darauf hin, dass die Direktzuweisungen eine Pflichtaufgabe der Kommune sei. Befürchtungen, dass diese Ausgaben zur Erhöhung der Grundsteuer führen würden, trat Bürgermeisterin Barbara Schader entgegen, das könne man zurzeit gut händeln. Die Fraktion Freie Wähler hatte den Antrag zur Anschaffung eines Selbstbedienungsterminals für das Bürgerbüro eingebracht, den Heinz Huth gegen Einwände vehement verteidigte. Er denke an die nächste Generation, die alles gerne digital mache, alle Städte machten das. Bürgermeisterin Schader schilderte die derzeitigen optimierten Abläufe, die bereits weitgehend digital seien und gab die beengten Raumverhältnisse zu bedenken. Auch würden die Sachbearbeiter direkt neben dem Terminal sitzen. Chantal Stockmann (FDP) warf die Frage nach den Kosten auf und Uwe Metzner (Grüne) fragte nach dem Nutzen für die Verwaltung. Der Parlamentsbeauftragte Timo Spreng erkennt weder für die Bürger noch für die Verwaltung einen Mehrwert. Einstimmig wurde dann beschlossen, den Magistrat mit der Prüfung von Kosten und Nutzen zu beauftragen. 

    Beim Bildungs- und Sportcampus alles im Plan

    Wie geplant wird der Bildungs- und Sportcampus am 22. September eingeweiht, eine ganze Woche wird gefeiert, die Vorbereitungen laufen, das teilte Katrin Keil mit, die bei Drees & Sommer als Leading Consultant für das Projekt in Bürstadt zuständig ist. Im Ausschuss berichtete sie vom Baufortschritt und Kostencontrolling im ersten Halbjahr: Der Kunstrasen wird verlegt, der Campus nimmt Gestalt an, der Bildungscampus ist fast fertig, die Freilufthalle ist in Vorbereitung. Die meisten Aufträge sind vergeben, Einsparungen nicht möglich. Extreme Mehrkosten sind im Holzbau und beim Gründach sowie der technischen Ausstattung mit einer Steigerung von 21 Prozent insgesamt entstanden. Pflanz- und Vegetationsarbeiten sind nur zum Teil vergeben. Ausgeschrieben wird jetzt, um Preissteigerungen zuvorzukommen. Bei den ausstehenden Vergaben für das Wärmenetz können Einsparpotenziale definiert werden. Die Marktlage mit wenig Wettbewerb sei ein Problem. Für das gesamte Projektbudget beträgt 19,13 Millionen Euro, aktuell sind es 1,49 Millionen Euro mehr. Gesichert sind 18,42 Millionen Euro an Fördermitteln, einige stehen noch aus, für weitere Programme seien Anträge gestellt. Zur Verleihung des Hessischen Landespreises Baukultur berichtete Keil, dass am Donnerstag in Fulda für fünf Projekte aus vier Städten (Frankfurt, Darmstadt, Geisenheim und Bürstadt) gleichrangig ausgezeichnet wurden, dotiert mit insgesamt 10.000 Euro. Gewürdigt wurden innovative Ideen unter den Aspekten Gesundheit, Wohlbefinden und Klimaerwärmung. In Bürstadt hat den Preisrichtern die Umgestaltung der alten Vereinsportanlage zum Sport- und Bildungscampus gefallen. Hannelore Nowacki

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