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Mi., 11. Dezember 2013, 13:53 Uhr
Adventsfeier in der Seniorenbegegnungsstätte Alte Schule im gemütlichen Rahmen / Begegnungsstätte platzt aus allen Nähten
Besinnliche Klänge, schöne Vorträge und gemeinsame Lieder
Eine stimmungsvolle Adventsfeier erwartete die ungefähr 60 Gäste am Dienstagnachmittag in der Seniorenbegegnungsstätte „Alte Schule“. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Wenn die Besinnlichkeit Raum für ihre Entfaltung erhält und zugleich eine heitere Gelassenheit entsteht, wenn die Freude an der Geselligkeit und am gemeinsamen Singen sich mit der Stille beim Zuhören verbindet, dann erlebt man eine stimmungsvolle Adventsfeier – so wie es am Dienstagnachmittag in der Seniorenbegegnungsstätte „Alte Schule“ geschah. Tannengrün schmückte den Raum, auf den weihnachtlich geschmückten Tischen spendeten viele rote Kerzen warmes Licht und sechzig kleine Nikoläuse schauten die Gäste freundlich an. Jeden einzelnen Nikolaus mit Rauschebart und rotem Filzmantel hatte Inge Netscher liebevoll in Handarbeit gefertigt. Leckere Weihnachtsplätzchen verführten zum Zugreifen. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen, auch mit großer Wertschätzung die „blauen Engel“ genannt, füllten die Tassen mit Kaffee und sorgten dafür, dass alle Gäste einen Teller mit zwei großen Kuchenstücken bekamen. Ein großes Weihnachtsprogramm mit lebendiger Instrumental-Musik, Advents- und Weihnachtsliedern zum Mitsingen und humorvoll-besinnlichen Wortbeiträgen vollendete diese gelungene Feier.
Zu Beginn spielte das Gitarrenduo Doris Berg und Hannelore Goerz besinnliche Weisen. Weihnachtliche Melodien in zarten Tönen hatte die „Stubenmusik“ der Musikschule Lampertheim im Repertoire. Musikschulleiter Joachim Sum schlug die Saiten des Hackbretts stimmungsvoll an und Anita Ofenloch zupfte gefühlvoll die Saiten der Zither, Gabi Neumüller begleitete sie an der Gitarre. Bei Liedern wie Heidschibumbeidschi“, „Stille Nacht“ und „Kling Glöckchen“ wurde es ganz still im Raum. Umso heftiger war der begeisterte Applaus. Zum Mitsingen weihnachtlicher Lieder animierte im weiteren Verlauf des Nachmittags das Akkordeon-Trio mit Christa Armbruster, Mary Komarek und Ruth Zehnbauer. Eine spannende Weihnachtsgeschichte von Karl H. Waggerl mit bezauberndem Schluss las Evelyne Hein vor: „Der Tanz des Räubers Horrificus“ erzählt vom Leben des schrecklichsten Räubers in der ägyptischen Wüste, der eigentlich ein ganz weiches Herz hatte – Maria hatte es erkannt. Um „Das wunderbare Weihnachtsbrot“ ging es in der Geschichte mit Hirtenkindern in Bethlehem, die Gerlinde Hellmuth vorlas. Am Ende stand die „Ausgabe der Geschenke“ auf dem weihnachtlichen Programm, mit Ausklang und Verabschiedung nach mehr als dreieinhalb Stunden gemeinsamen Vergnügens.
Die Seniorenbegegnungsstätte platzt aus allen Nähten
Heinz-Dieter Schäfer, Vorsitzender des Seniorenbeirats der Stadt Lampertheim, erklärte bei der Begrüßung, was der Seniorenbeirat diesmal geändert hatte. „Letztes Mal hatte es Schlangen am Eingang gegeben und viele Besucher mussten abgewiesen werden – heute haben wir 60 Sitzplätze und wir haben die Weihnachtsfeier nicht öffentlich bekannt gemacht“. Noch im letzten Jahr waren Tische für 80 Sitzplätze aufgestellt worden, entsprechend geschrumpft war die „Bühne“. Die Seniorenbegegnungsstätte „Alte Schule“, eine Einrichtung der Stadt Lampertheim, könnte eine Erweiterung vertragen, machte Schäfer deutlich – ein Appell an den Bürgermeister und die Stadtverordneten. Bürgermeister Gottfried Störmer kam zu einem Kurzbesuch, ebenso Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass und Erster Stadtrat Jens Klingler. Bei Kaffee und Kuchen hatten sie Gelegenheit, einen Teil des unterhaltsamen Programms zu genießen. Bürgermeister Störmer betonte in seiner Ansprache, dass die Seniorenbegegnungsstätte eine wichtige Einrichtung in Lampertheim sei. „Das soll sie auch bleiben“. Auch kündigte Störmer an, dass seine Unterstützung hier immer einfließen werde. Seniorenbeiratsvorsitzender Schäfer erklärte noch einmal, warum der Seniorenbeirat keine Reklame für die Adventsfeier machen wollte: „Wir wären aus den Nähten geplatzt“.
Hannelore Nowacki
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Weihnachtlich-besinnliche Stubenmusik, die ins mitten ins Herz geht, spielte das Ensemble der Musikschule Lampertheim unter der Leitung von Joachim Sum. Foto: Hannelore Nowacki