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  • Mo., 24. Februar 2014, 10:43 Uhr
    Instrumentalisten und Vokalisten aus Hüttenfeld präsentierten zusammen mit Gästen geistliches Konzert

    Besinnliches und Schwungvolles in der Gustav-Adolf-Kirche

    Clara-Careen Thomas an der Bratsche. Foto: oh


    HÜTTENFELD - Die evangelische Kirchengemeinde in Hüttenfeld hat im Rahmen ihrer Sonntagabendgottesdienste einen Leckerbissen der besonderen Art anzubieten. Instrumentalisten und Vokalisten aus der eigenen Gemeinde haben zusammen mit einigen Gästen ein geistliches Konzert präsentiert, das man durchaus als außergewöhnlich bezeichnen kann. Pfarrer Reinald Fuhr und Martine Rennert setzten zwischen der Musik Denkanstöße mit Texten zum 1. Weltkrieg, der vor 100 Jahren begann.

    Musikalischen waren da zu hören Birgit Thomas und deren Töchter Ricarda und Clara-Careen. Birgit eröffnete schwungvoll den Abend an der Orgel mit dem Präludium in c-moll von Johann Sebastian Bach nach einer Bearbeitung von Marcel Dupré.

    Ihre Tochter Ricarda spielte mit ihrem Cello zusammen mit Ulrike Wohlwender am Klavier aus Camille Saint-Saens « Karneval der Tiere » den « Schwan ». Ein Stück, das seinen Anspruch weniger auf schnelle Passagen, als vielmehr auf Ausdrucksstärke legt, dem Ricarda durchaus gewachsen war.

    Ihre Schwester Clara-Careen möchte einmal professionnelle Streicherin werden und unterstrich diesen Anspruch mit ihrem Vortrag auf der Viola (Bratsche) von Teilen der Partita Nr.2 in d-moll von Johann Sebastian Bach. Der getragenen Allemande folgte die Gigue mit atemberaubenden Sechzehntelläufen, die die 19-jährige bravourös meisterte.

    Giulia Scopelliti ist selbst eine Könnerin auf dem Klavier. Doch an diesem Abend brillierte sie als Sopranisten und interpretierte zwei Lieder von Johannes Brahms in unbestechlicher Manier. Spätestens hier fiel es dem Publikum schwer, den Applaus wie gebeten, erst am Ende des Konzertes zu spenden. Giulia wurde ebenfalls von Ulrike Wohlwender begleitet.

    Bruno Ehret und sein Sohn Dane stellten eine Eigenkomposition mit dem geheimnsivollen Namen « Himmelfahrt 81 » vor. Bruno spielte die Orgel, der 10-jährige Dane bediente dazu das Cello und stellte unter Beweis, dass er auf diesem Instrument einmal Großes leisten kann.

    Zu Gast an diesem Abend war auch die Dekanatsmusikerin Gunhild Streit. Sie entlockte der kleinen aber durchaus klangvollen kleinen Orgel der Gustav-Adolf-Kirche fantastische Klänge. Das Präludium in d-moll von Dietrich Buxtehude, sowie Präludium und Fuge in G-Dur, einmal mehr von Bach, erforderten geschickte und flinke Finger.

    Doch es gab auch Chormusik an diesem Abend. Gemeindekirchenmusiker Ronald Ehret war mit seinem Vokalensemble « X-tra » angereist. Die 9 Damen und Herren entstammen dem ebenfalls von Ehret geleiteten Kinder- und Jugendchor Bensheim, und brachten geistliche Werke aus verschiedenen Epochen zum Besten. Hier überzeugten sie sowohl mit dem « Locus ist » von Anton Bruckner bis hin zum Gospel « Elijah Rock ». Den Abschluss eines wirklich außergewöhnlichen Abends machte « X-tra » mit einem irischen Segenslied.  ehr

     

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