Der Chor Mosaik unter Leitung von Ulrike Wollny erfüllte die Lutherkirche mit Taizé-Gebetsgesängen. Foto: Eva Wiegand
LAMPERTHEIM - In der gut besetzten Kirche feierte die Martin-Luther-Gemeinde am Sonntag mit ihren Gästen einen abendlichen Taizé- Gebetsgottesdienst, hierzu war der Chor Mosaik unter der Leitung von Ulrike Wollny gekommen. Die „Communauté de Taizé“ ist eine internationale, ökumenische Bruderschaft in Südfrankreich. Sie wurde von Frère Roger Schutz gegründet und ist vor allem bekannt durch die in Taizé und verschiedenen anderen Orten ausgerichteten ökumenischen Jugendtreffen, zu denen Besucher vieler Nationalitäten und Konfessionen kommen. Um die Dekoration in der Lutherkirche hatten sich die Konfirmanden gekümmert und dabei den Altarraum mit unzähligen Kerzen in stimmungsvolles Kerzenlicht getaucht. Am Eingang konnten sich die Besucher ein Textheft an ihren Platz mitnehmen, denn die kurz gehaltenen meditativen Stücke, die ihre besondere Wirkung durch die stete Wiederholung erlangen, wurden nicht nur vom Chor alleine, sondern auch mit der Gemeinde zusammen gesungen. Nach dem Glockengeläut schritt der Chor während der ersten Gebetsgesänge an den Altar. Während dem Gottesdienst zeigte sich dann deutlich, dass gerade in der Schlichtheit der Lieder deren Besonderheit liegt. Sie bewegen und berühren die Menschen mit ihren kraftvoll gesungenen Teilen, die in leise Töne übergehen und oft mit einer gesummten Strophe nachklingen. Pfarrer Ralf Kröger formulierte es in seiner Lesung so: „Am Anfang war das Wort, das die Welt ins Leben rief. Alles was lebt ist Echo auf Deinen Ruf“. So wie der Chor zu Beginn in die Kirche eingezogen war, zog er dann zum Ende des Gottesdienstes mit Gebetsgesängen wieder aus. Die Besucher waren danach allesamt in das Lutherhaus zum Ausklingen der besonderen Atmosphäre eingeladen. Eva Wiegand