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  • Fr., 09. August 2024, 14:13 Uhr
    MUT-TOUR 2024: Tandemteam machte in Lampertheim Station / Infos über den Umgang mit Depression und anderen psychischen Erkrankungen

    „Betroffenen einfach Mut machen!“

    Das akutelle 8. Etappenteam der „Mut-Tour“ „Mut-Tour“ beim Halt in Lampertheim. Von links: Esther Tagmann, Andrea Roosch, Franziska Radczun, Doreen Riebau, Klaudia Madry, Christine Mellau. Foto: „Mut-Tour“


    LAMPERTHEIM – Getreu dem diesjährigen Motto „Mut zur Selbsthilfe – Unterstützung sichtbar machen!“, machte das 8. Etappenteam der diesjährigen „Mut-Tour“ Halt in Lampertheim. Hier kamen die sechs Teilnehmenden am Europabrunnen mit einigen Menschen in Kontakt und konnten sich über das Thema Depression und psychische Gesundheit sowie das Projekt austauschen. Anschließend ging es weiter in Richtung Bürstadt. Die „Mut-Tour“ bewegt sich über drei Monate lang auf Tandem-Fahrrädern und wandernd mit und ohne Pferde durch ganz Deutschland, um sich für einen offen Umgang mit Depressionen stark zu machen. Rund 3.800 Kilometer sind die „Aktivisten“ für die mentale Gesundheit unterwegs. Betroffene, die vor Ort haben die Möglichkeit sich an folgende Ansprechpartner zu wenden: Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle des Gemeindepsychiatrisches Zentrums der Caritas in Lampertheim, Neue Schultage 16, Telefon 06206/59232 oder die Allgemeine Lebensberatung der Caritas, Rathausstraße 6, unter Telefon 06252/9901-30 in Bürstadt wenden. Weitere Infos zur „Mut-Tour“ unter www.mut-tour.de

    Zwei Stimmen über die Motivation, sich der  „Mut-Tour“ anzuschließen

    Doreen Riebau, 47 aus Rostock: „Es braucht mehr Wissen und Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Depressionen, damit mehr Menschen entsprechende Unterstützung in Anspruch nehmen. Zum Beispiel sollten Hilfsangebote wie Selbsthilfegruppen bei den Hausärtz:innen ausliegen. Deshalb bin ich mit der „Mut-Tour“ unterwegs: um aufzuklären und das Thema sichtbar zu machen. Gleichzeitig genieße ich es, mich mit Gleichgesinnten in der Natur zu bewegen und mich verstanden zu fühlen."

    Andrea Roosch, 58 aus Bremen: „Ich nehme schon zum wiederholten Mal an der „Mut-Tour“ teil, da ich jedes Mal gestärkt und mit wertvollen Erfahrungen in den Alltag zurückkehre. Gemeinsam in der Natur unterwegs zu sein und dabei vielen anderen Menschen mit unserem Anliegen zu begegnen, bedeutet mir sehr viel! Es ist mir auch wichtig, darauf aufmerksam zu machen, wie zentral auch die Perspektive Angehöriger von Menschen mit psychischen Erkrankungen ist. Auch sie benötigen Unterstützung und sollten mehr gesehen und wahrgenommen werden. Sie sind Teil des Systems."

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