Zahlreiche Angebote für Hundehalter in der Stadt / Hundekot entfernen
Bitte um Rücksichtsnahme auf Hundetobewiesen
Hunde haben Spaß am Toben – in Lampertheim können sie dies ohne Leinenzwang auf sieben Hundetobewiesen. Dabei ist aber gegenseitige Rücksicht wichtig, appelliert die Stadtverwaltung. Foto: pixabay.com
LAMPERTHEIM – Die Stadt Lampertheim bietet Hundehaltern viele Möglichkeiten, die Freizeit mit dem Vierbeiner abwechslungsreich zu gestalten. Neben dem Naturschutzgebiet „Lampertheimer Altrhein”, wo eine Anleinpflicht besteht, stehen auch innerhalb der Stadt mit Hundetobewiesen genügend Flächen zur Verfügung.
„Die Stadt tut viel für Hundehalter, auch wenn diese Leistungen definitiv nicht durch die Hundesteuer finanziert werden”, betonte Bürgermeister Gottfried Störmer auch mit Blick auf die gerade durchgeführte Hundebestandsaufnahme. „Die Technischen Betriebsdienste betreuen hierbei die Angebote im baulichen Bereich.”
In Lampertheim gibt es bereits seit längerem einige eingezäunte Hundetobewiesen, auf denen Hundebesitzer ihre vierbeinigen Lieblinge ohne Leine frei herumspringen lassen können. Insgesamt gibt es sieben solcher Tobewiesen im gesamten Stadtgebiet, fünf davon im Gebiet der Kernstadt, eine in Hofheim und eine in Hüttenfeld. Hier können die Tiere toben, spielen und mit anderen Herrchen, Frauchen und Hunden Kontakt aufnehmen.
„Hundetobewiesen sind keine Selbstverständlichkeit”, betonte die Leiterin der Technischen Betriebsdienste, Sabine Vilgis, am Mittwoch im Rahmen eines Magistratspressegesprächs. „Natürlich basieren diese Einrichtungen auf gegenseitiger Rücksichtnahme, was leider nicht immer selbstverständlich ist.” Bei aller Freiheit sollten Hundebesitzer daher einige Punkte beachten: Die Hundetobewiesen sollten im Sommerhalbjahr nur zwischen 8 und 21 Uhr sowie im Winterhalbjahr (1. Oktober bis 31. März) nur zwischen 8 und 19 Uhr genutzt werden. Aus Rücksicht auf die Anwohner sollte überlautes und „dauerhaftes" Bellen vermieden werden. Weiterhin wird darum gebeten, dass sich Hundebesitzer untereinander verständigen und respektieren. „Ein Schild am Eingang der Tobewiesen informierte über die Verhaltensregeln. Auch darüber, dass Löcher, die von Hunden gegraben werden, wieder zugeschüttet werden. Hierzu stellen wir gerne das Auffüllmaterial zur Verfügung”, ergänzte Sabine Vilgis. Im Rosenstock habe sich hierzu eigens eine Gemeinschaft gegründet, welche diese Aufgabe übernimmt, fügte sie lobend an.
Ebenso werden die Hundehalter gebeten, die Hinterlassenschaften ihrer Tier zu entfernen. „Mülleimer und Hundekottüten sind vorhanden”, so Sabine Vilgis. „In der gesamten Stadt und den Stadtteilen, bevorzugt an Hundetoiletten. Diese sind bewusst in der Nähe von Spielplätzen, um zu verhindern, dass die Hunde den Sand der Spielplätze verschmutzen. Bitte entfernen Sie auch hier den Kot, ebenso wie auf Gehwegen.” Bei Zuwiderhandlung sei in diesen Bereichen sogar ein Bußgeld möglich.
Bei den Angeboten der Stadt handele es sich um freiwillige Leistungen. Lampertheim ist in der Region und darüber hinaus ein Paradebeispiel, stellte Bürgermeister Gottfried Störmer klar. Die Kosten für die Unterhaltung der Hundetoiletten, Tobewiesen und Tütenspender belief sich im Jahr 2015 auf 51.432 Euro, alleine für die jährlichen 400.000 Hundekottüten gibt die Stadt 3.760 Euro aus.
Jeder Hundehalte erhält mit seinem Steuerbescheid einen Infoflyer über die Standorte der Tobewiesen, Hundetoiletten und Tütenspender. Für weitere Fragen stehen die Mitarbeiter des Fachbereichs Sicherheit und Ordnung gerne telefonisch unter 06206/935-271 zur Verfügung.
„Bitte halten Sie die Regeln ein und kümmern Sie sich um die Hundekotentsorgung. Denn gegenseitige Rücksichtnahme ist hier sehr wichtig”, appellierte Bürgermeister Störmer abschließend an alle Hundehalter aber auch Anwohner der Hundetobewiesen. Benjamin Kloos