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  • Fr., 11. Juni 2021, 18:45 Uhr
    BIENENWEIDE: Dieter Merten setzt auf lebendige Natur statt auf Steinwüste / Nachahmer willkommen!

    Blühendes Paradies erfreut – nicht nur – Bienen und Schmetterlinge

    Mohn, Kornblumen und Margariten blühen um die Wette – und sorgen so für ein Paradies für Insekten aller Art. Foto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM – Es summt und brummt im Garten von Dieter Merten – mitten in Lampertheim flattern Schmetterlinge über blühende Blumen, Bienen und andere Insekten summen und brummen, Vögel zwitschern. Vor zwei Jahren hat er erstmals Wildblumen eingepflanzt, die auch in diesem Jahr ohne sein Zutun wieder in voller Blütenpracht erstrahlen – wobei er mittlerweile auch eignes Bienenweiden und Schmetterlingswiesen auf zusätzlichen Flächen gepflanzt hat. Wohin das Auge sieht leuchten gelbe und weiße Blüten um die Wette, umgeben von sattem Grün. Mohn, Margariten oder Rittersporn blühen und blühten um die Wette und bieten den fleißigen Insekten genügend Nahrung. 

    Mit seinem blühenden Garten setzt Dieter Merten bewusst ein Zeichen gegen die Steinwüsten, die sich in immer mehr Vorgärten und Gärten breit machen. Darunter leidet die Artenvielfalt in den Städten und Gemeinden. Gerade Vorgärten und kleine Grünflächen haben eine besondere Bedeutung für die Artenvielfalt und das Klima in der Stadt. Sie bilden ökologische Trittsteine für Pflanzenarten, Insekten und Vögel, die auf der Suche nach Nahrung und Nistplätzen von Trittstein zu Trittstein wandern. Grünflächen liefern saubere, frische Luft. Kies- und Steinflächen heizen sich dagegen stärker auf, speichern Wärme und strahlen sie wieder ab. Für das Stadtklima wird die Zunahme an Kies- und Steingärten zum Problem, vor allem, wenn zusätzlich notwendige Kaltluftschneisen durch neue Bebauungen wegfallen.

    Ein Beispiel, wie es anders geht und wie man aus seinem Garten ein Paradies für Pflanzen, Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten schaffen kann, zeigt der Garten von Dieter Merten – im Sinne der Natur, des Klimas und auch des Menschen wäre es wichtig, wenn viele andere diesem Beispiel folgen und Insekten und Vögeln eine Heimat und Lebensgrundlage bieten. 

    Früher wurde der Garten von seiner mittlerweile leider verstorbenen Frau gepflegt und bepflanzt, damals wimmelte es hier ebenfalls bereits von Blumen. Auch in ihrem Andenken möchte Dieter Merten die Blumen weiter wachsen lassen – die Natur freut sich! Benjamin Kloos

     

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