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  • Do., 02. September 2021, 15:19 Uhr
    WAHLKAMPF: SPD-Bundesvorsitzender Dr. Norbert Walter-Borjans zu Besuch am Biedensand-Hallenbad / Freude über positive Grundstimmung 

    „Brauchen soziales Konzept in der ökologischen und ökonomischen Entwicklung”

    Der Erste Stadtrat Marius Schmidt (l.) erläuterte dem SPD-Bundesvorsitzenden Dr. Norbert Walter-Borjans (r.) die Sanierung des Hallenbades der Biedensand Bäder. Foto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM – Optimistische Gesichter gab es am Donnerstag beim Besuch des Bundesvorsitzenden der SPD, Dr. Norbert Walter-Borjans, in Lampertheim – nicht nur wegen der voranschreitenden Bauarbeiten am Hallenbad der Biedensand Bäder, dem der Besuch galt, sondern besonders auch wegen des aktuellen Umfragehochs der Sozialdemokraten um ihren Spitzen- und Kanzlerkandidaten Olaf Scholz. 

    Der Erste Stadtrat Marius Schmidt, der Vorsitzende der SPD Lampertheim, Jens Klingler, sowie der SPD-Bundestagskandidat Sven Wingerter empfingen Dr. Norbert Walter-Borjans, der sich angesichts des Umfragetrends freute: „Man nimmt uns ernst”.

    Marius Schmidt betonte zur Begrüßung: „Die Hallenbadsanierung geht voran, wir gehen dem Ende entgegen, der Baulärm ist ein hörbares Zeichen hierfür. Es ist mir eine große Freude und Ehre, dieses Projekt, welches Jens Klingler als mein Vorgänger angestoßen hat, zu Ende zu führen.”

    Dr. Norbert Walter-Borjans strahlte mit der Sonne um die Wette: „Wir haben super Wetter, diese Sonne empfinden wir derzeit auch politisch.” Er stellte klar, dass die SPD als Team Wahlkampf mache, nicht nur Olaf Scholz alleine. „Wir erleben jetzt die Grundstimmung: Es ist Zeit für einen Wechsel! Dabei ist es wichtig, mit guten Perspektiven in die Wahl zu gehen und diese aufzuzeigen, genau dies tut die SPD und genau das sehen die Menschen.”

    Mit Blick auf die Sanierung des Hallenbades der Biedensand Bäder, welche auch mit Bundesmitteln durchgeführt wird, stellte Dr. Norbert Walter-Borjans fest: „Was ich hier sehe ist bildhaft für das, wofür wir stehen: Es muss sich etwas ändern. Der Klimawandel ist dabei wichtig, aber auch, dass man sinnvolle und wichtige Angebote in der Infrastruktur vor Ort erhält. Hier sehen wir ein schönes Beispiel, wie man beides verbinden kann, wie man etwas für den Klimaschutz, aber auch gleichzeitig für die Menschen vor Ort tun kann. Denn ein Schwimmbad bedeutet Lebensqualität. Wenn immer mehr Städte Sportplätze oder Schwimmbäder schließen, geht eben diese Lebensqualität verloren. Es gibt viele Dinge, die das Leben vor Ort betrifft, bei denen wir eine neue Finanzierung brauchen, damit es den Städten wieder möglich wird, sie für die Bürger vorzuhalten. Es ist wichtig, den Klimaschutz ernst nehmen, um diesen und wichtige Projekte vor Ort zu finanzieren ist es aber auch wichtig, dass die KFW und die Landesbanken genutzt werden können. Wir brauchen ein soziales Konzept in der ökologischen und ökonomischen Entwicklung unseres Landes. Und ich bin optimistisch, wenn ich sehe, wie die Stimmung im Wahlkampf ist. Es gibt ein großes Interesse der Menschen, die Wechselwähler sind. Diese benötigen eine Vertrauensperson, und diese ist Olaf Scholz. ” Bezüglich der Umsetzung der Ziele der SPD nach der Wahl betonte Dr. Norbert Walter-Borjans: „Wir haben ein Programm und es werden nach der Wahl harte Gespräche geführt werden müssen. Grundsätzlich stehen wir für Gespräche mit allen anderen Fraktionen bereit, mit Ausnahme der AfD.” 

    SPD-Bundesvorsitzender Dr. Norbert Walter-Borjans (Mitte) informierte sich in Lampertheim vor Ort über die Entwicklung der Biedensand Bäder – der SPD-Ortsvorsitzende Jens Klingler (l.) und SPD-Bundestagskandidat Sven Wingerter (r.) freuten sich über dessen Besuch. Foto: Benjamin Kloos


    „Schwimmbäder als sozialer Treffpunkt wichtig”

    Der SPD-Bundestagskandidat Sven Wingerter ergänzte mit Blick auf die aktuelle Stimmungslage auch vor Ort, dass es 22 Städte und Gemeinden im Kreis gibt – „und überall ist die Stimmung positiv, die Menschen sind neugierig und wollen wissen, wie unsere Lösungen aussehen. Das Hallenbad in Lampertheim ist ein Beispiel dafür, wie sehr Bundes- und Kommunalpolitik verbunden sind. Schwimmbäder sind leider immer als erstes in der Diskussion, wenn es um Kürzungen geht. Daher sollten Schwimmbäder keine freiwilligen Leistungen der Kommunen mehr sein, denn sie sind von hoher Bedeutung für den Sport und die Gesundheit. Langfristig können Kosten für das Gesundheitssystem durch Sport vermieden werden, daher ist der Erhalt der Bäder sehr wichtig. Zudem sind Schwimmbäder soziale Treffpunkte und haben dadurch eine besondere gesellschaftliche Bedeutung. Ich bin froh, dass wir Projekte wie dieses auch mit Bundesmitteln umsetzen können.”

    Bewusste Entscheidung zur Sanierung

    Dass das Hallenbad saniert werde sei eine bewusste Entscheidung der Politik in der Stadt Lampertheim gewesen, ebenso wie sowohl das Hallen- als auch das Freibad weiter vorzuhalten. „Es ist wichtig, Investitionen in Sportstätten und Schwimmbäder zu stärken. Ein gutes Beispiel ist hierfür Schleswig-Holstein, dort gibt es eine besondere Förderung für Städte mit Schwimmbädern”, erläuterte Bäderchef Marius Schmidt. Zum Schluss hatte er noch positive Nachrichten bezüglich des aktuellen Schwimmens in Lampertheim mit dabei: „Der Badebetrieb im Hallenbad wird Ende September / Anfang Oktober starten können, zudem haben wir beschlossen, die Freibadsaison so lange wie möglich aufrecht zu erhalten, damit das Schwimmen gesichert ist.” Benjamin Kloos

    Foto: Benjamin Kloos


     

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