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So., 14. Februar 2016, 23:47 Uhr
Tag der offenen Tür der Musikschule fand großen Zuspruch / Informationen und Möglichkeit zum Ausprobieren der Instrumente
Breite Palette der instrumentalen Musik vorgestellt
Musikschul-Lehrerin Elena Haag vermittelte den Brüdern Tobias (Mitte) und Florian (r.) den ersten Umgang mit dem Akkordeon - die beiden hatten sichtlich viel Freude daran, gemeinsam zu musizieren. Foto: Sigrid Samson
LAMPERTHEIM – Schon kurz nach der Öffnung der Musikschule zum diesjährigen Tag der offenen Tür füllten sich die Räume auf beiden Etagen mit vielen Kindern, aber auch mit erwachsenen Interessenten, die sich einen ersten Eindruck über die Angebote der Musikschule machen wollten und gleichzeitig gerne die verschiedenen Instrumente ausprobierten.
Jedem Besucher bot sich ein Einblick in die Instrumentenvielfalt und die breite Palette der Möglichkeiten bei der Musikschule Lampertheim. Die Veranstaltung bot Groß und Klein die Gelegenheit, zu erfahren, wie zeitgemäßer Unterricht in der musikalischen Früherziehung oder auf einem Instrument aussieht – auch erste persönliche Kontakte zu den Fachlehrern konnten aufgenommen werden.
Die siebenjährige Elena probierte sich gerne gleich am Saxophon aus. Lehrerin Cordula Hamacher erklärte ihr kurz die Handhabung und leitete sie dabei an, erste eigene Töne auf dem Instrument zu erzeugen, die sich gar nicht so schlecht anhörten. Erich Mecha, der seine Tochter Elena begleitete, erklärte dem TIP, dass der Wunsch, ein Instrument zu spielen, von Seiten der Tochter bereits vorhanden sei – jetzt ginge es darum, auszuprobieren, welches Instrument ihr am meisten Spaß macht. „Hierzu ist der Tag der offenen Tür eine klasse Gelegenheit. Außerdem ist das hier völlig unkompliziert und man kann nach Lust und Laune in die Instrumentenvielfalt reinschnuppern und sich näher über die Angebote informieren“, ergänzte Mecha.
Auch in dem Raum, in dem Fachlehrerin Elena Haag (gleichzeitig Klavierlehrerin) das Akkordeon vorstellte, herrschte reges Treiben. „Das beste Einstiegsalter, ein Instrument zu erlernen, ist das Alter von fünf bis sechs Jahren“, erklärte Haag – davor besteht die Möglichkeit der Teilnahme an der musikalischen Früherziehung für Kinder ab 1,5 Jahren. Passend auf die Größe der Kinder abgestimmt suchte sie für die Geschwister Tobias und Florian jeweils ein Akkordeon aus, auf dem beide das freie Spielen ausprobieren konnten. Mit großem Eifer waren die beiden Jungs dabei, Töne hervorzubringen und zeigten sich nach einigen kleinen Anleitungen schon wie richtige Profis und strahlten dabei. Sie eiferten dabei ihrem Papa nach, der selbst Akkordeon spielt und seinen Söhnen am Wochenende immer mal wieder etwas vorspielt. Zunächst sei laut Haag das freie Spielen ohne Noten und Anleitung besonders wichtig, um mit dem Instrument vertraut zu werden, „außerdem hört jedes Kind anders und nimmt das Instrument anders wahr“, ergänzte die Lehrerin.
In weiteren Räumen konnten Trompete und Horn, Schlagzeug, E-Bass und E-Gitarre, aber auch Klarinette, Block- oder Querflöte und Klavier ausprobiert werden. Die Lehrer standen den Interessenten Rede und Antwort auf die vielfältigen Fragen. Auch im Gitarren-Raum war viel los. „Spiel einfach weiter, ich singe dazu“, wies Gabi Noe-Müller einen Jungen an, und sang das Lied „Bruder Jakob“, um dem Kind das Rhythmusgefühl zu vermitteln. Einige Kinder trauten sich auch mal an Violoncello oder Violine aus – ebenfalls bei den Kindern beliebte Instrumente. Christine Francois informierte im Flur über die musikalische Früherziehung. Gesanglehrerin Ulrike Müller ergänzte das Angebot: sie ist für den Bereich der Stimmbildung verantwortlich. Auch hier sei bereits eine Kindergruppe vorhanden – angeboten wird alles von klassischen Stücken bis hin zu Pop-Musik.
Einige Kinder schnupperten gerne auch mal rein, um Cello und Violinie auszuprobieren. Foto: Sigrid Samson
Insgesamt waren 18 Lehrer am Veranstaltungstag im Einsatz, die insgesamt 16 Instrumente vorzustellen. Der Anteil der interessierten Erwachsenen ist laut Musikschulleiter Joachim Sum in den letzten Jahren immer weiter gestiegen. Für Erwachsene, die sich einen Kindheitstraum erfüllen wollen oder endlich mehr Zeit haben, ein Instrument zu lernen, hat die Musikschule auch spezielle Angebote: neben dem wöchentlichen Unterricht bieten sich hier Einzelstunden im Abo an. Auch Zusatzangebote wurden aufgezeigt: Orchester, Ensembles und Rockbands für die Jungen sowie Erwachsenenbands, Gitarrenkurse, Trommelkurse, Gesangs- und Instrumentalensembles und Schlagerprojekte, die für jeden Musikfreund eine Chance zum geselligen Musizieren bieten. Darüber hinaus garantiert die Musikschule hochwertigen Unterricht, viele Möglichkeiten, aufzutreten und ein breit gefächertes Angebot: vom Kinderchor über eine Schlagerband bis hin zum Kammerorchester.
Um 14 Uhr hieß es im Römersaal dann „Kinder spielen für Kinder“. Im Kinderkonzert zeigten junge Musikschülerinnen und -schüler, was man schon alles nach einigen Jahren Unterricht spielen kann.
Weitere Informationen zur Musikschule erhalten Sie unter der Rufnummer 06206/59779 und sind zudem auf der Homepage www.musikschule-lampertheim.de zu finden. Sigrid Samson