Fr., 21.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Do., 23. August 2018, 11:53 Uhr
    Bürstadt mit Förderprogramm auf dem Weg zur „sozialen, gesunden Stadt“ 

    Bürger sind gefragt mit Ideen für östliche Innenstadt

    Bürgermeisterin Barbara Schader (2. von rechts) stellt das NH ProjektStadt-Team der Öffentlichkeit vor: Projektleiter Jürgen Schmitt (rechts), Geografin und Architektin Kristina  Speichert und Projektmitarbeiter Christian Schwarzer. Foto: Hannelore Nowacki


     

    BÜRSTADT – Ein großes Projekt startet jetzt und die Bürger sind mit ihren Ideen und Anregungen gefragt. Erste Gelegenheit Ideen einzubringen und sich näher zu informieren gibt es beim Brutzelfest des TV Bürstadt 1891 auf dem Vereinsgelände in der Wasserwerkstraße 4 am Sonntag, 26. August von 11.30 bis 15 Uhr am Stand der NH ProjektStadt. Darum geht es: Wie soll sich die östliche Innenstadt in den nächsten 10 Jahren entwickeln? Östlich der Riedbahntrasse liegen Schillerschule und die Erich-Kästner-Schule, Wohngebiete mit Kindergarten, Kirchengemeinde und Geschäften, der Beethovenplatz,  soziale Einrichtungen wie die AWO mit Schuldner- und Suchtberatung sowie die Sportanlagen mehrerer Vereine. Kein Problembezirk oder Brennpunkt also, wie in vielen größeren Städten, sondern ein stabiler Rahmen mit großem Potenzial für einen umfassenden Entwicklungsprozess, den Bürgermeisterin Schader mit dem zuständigen Projektteam von NH ProjektStadt am Dienstagabend im Rathaus der Presse vorstellte. Bürgermeisterin Schader stellte fest, auch mit Blick auf das gerade auslaufende Förderprogramm „Aktive Kernbereiche“ für die Innenstadt, dass die Stadt Bürstadt von den Städtebauförderprogrammen profitiere. Denn auch die Entwicklung der östlichen Innenstadt wird durch ein Förderprogramm ermöglicht – das Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“. Nach Ausschreibung und Auswahlverfahren sind die Stadtplaner im Team mit Projektleiter Diplom-Ingenieur Jürgen Schmitt von NH ProjektStadt aus Frankfurt die Partner in diesem langfristigen Prozess, an dem die Bürger zunächst bei drei Veranstaltungen beteiligt werden. Das Team wird nach Bedarf weitere Spezialisten hinzuziehen, den Prozess steuern und als ersten Schritt im nächsten halben Jahr den Fahrplan erarbeiten, der als „Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept“ (ISEK) die Grundlage der Arbeit ist. Wegen der Komplexität von Vergabeverfahren und Fördermanagement brauche die Stadtverwaltung einen erfahrenen Partner zur Unterstützung, erläuterte Schader. Bauamtsleiter Frank Lindemann und Ordnungsamtsleiter Rainer Stöckel sind die internen Ansprechpartner bei der Stadt Bürstadt. Schader wies darauf hin, dass die NH ProjektStadt in Bürstadt bereits seit Jahren durch die Projektbegleitung von Christian Schwarzer bei der Lokalen Partnerschaft (LoPa) der „Aktiven Kernbereiche“ bekannt sei. Die Bürgerbeteiligung soll für die östliche Innenstadt in ähnlicher Weise organisiert werden, um Verwechslungen zu vermeiden, wird jedoch ein anderer Name für dieses neue Bürgergremium gesucht. Wichtige Partner seien die Menschen, die im Gebiet wohnen, Eigentum haben, arbeiten oder sich in Vereinen, Initiativen, Einrichtungen und Netzwerken engagieren. Auch deren Kommunikation untereinander gehöre dazu, betonte Projektleiter Schmitt. Ausgehend von bereits initiierten Projekten wie dem Sport- und Bildungscampus sollen Konzepte für eine integrierte, gesundheitsfördernde Stadtentwicklung als Grundlage für eine soziale Stadt erarbeitet werden. Das Förderprogramm ermögliche Investitionen in bauliche Maßnahmen bis hin zur Gemeinwesenarbeit mit aktivierender Beteiligung der Bürger und zur Erhöhung des Zusammenhalts. Schmitt sprach von einem besonderen Quartier, das keine schlechte Adresse sei. Hier sei die modellhafte Entwicklung für die ganze Stadt  aufgrund der Potenziale möglich, man setze nicht an Defiziten an wie häufig in anderen Kommunen. In Südhessen habe die NH ProjektStadt städtebauliche Förderprogramme in zahlreichen Städten begleitet. Beim öffentlichen Stadtspaziergang am 8. September sind die Bürger eingeladen die Probleme und Potenziale im Gebiet gemeinsam in Augenschein zu nehmen und vor Ort zu diskutieren. Als dritte Veranstaltung ist Ende September eine „Bürgerwerkstatt“ zur Erarbeitung von Leitbildern und möglichen Maßnahmen zur Gebietsentwicklung geplant. Hannelore Nowacki

     

    Beitrag aus der Rubrik

    » Bürstadt und Stadtteile
    » Lokal
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige TicketshopAnzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige 3 Anzeige - 2