Service vor Ort bleibt – Online-Service wird ausgebaut
Bürgerbüro wird digitaler
Im Bürgerbüro geht es papierärmer zu, auch soll die elektronische Aktenführung den Bürgern zukünftig noch mehr Annehmlichkeiten bringen. Bürgermeisterin Barbara Schader und der stellvertretende Bürgerbüro- und Einwohnermeldeamtsleiter präsentierten die Neuerungen bei einem Pressetermin. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – Im Bürgerbüro hat sich auf den ersten Blick gar nichts verändert und doch hat sich seit September einiges getan. Im Bürgerbüro ist die elektronische Aktenführung eingeführt - mit weniger Papier und schnellerem Zugriff auf die Daten. Durch die papierärmere Verwaltung wurde an Umweltschutz gedacht, wie Bürgermeisterin Barbara Schader beim Pressetermin am Dienstagnachmittag erklärte, und an die weitere Entwicklung hin zu einem digitalen Bürgerbüro mit digitaler Verwaltung, damit zukünftig, in der nächsten Ausbaustufe, die Bürger ihre An- und Abmeldungen, die Ausstellung von Meldebescheinigungen und Fischereischeinen und anderes digital von überall beantragen können. Mancher Behördengang wird dann nicht mehr nötig sein. Dabei werden alle Bestimmungen der neuen Datenschutzverordnung beachtet, betonte Matthias Größler, stellvertretender Leiter des Bürgerbüros und Einwohnermeldeamtes, der die digitalisierten Verwaltungsvorgänge begrüßt. Jeder der drei Arbeitsplätze im Bürgerbüro ist mit einem großen Tablet ausgestattet, auf dem man die aufgerufenen Dokumente so abgebildet sieht wie auf dem Arbeitsplatzbildschirm. Auf dem Tablet kann der Bürger gut lesen, was er unterschreiben wird und auch die Unterschriftleistet man bequem auf dem Tablet. Bürgermeisterin Schader wies auf die bürgerfreundlichen Öffnungszeiten hin, die das Bürgerbüro beibehalten werde, zweimal in der Woche bis 18 Uhr und zusätzlich jeden 1. Samstag im Monat der Service von 9 bis 12 Uhr. Ein elektronisches Bezahlsystem für Direktüberweisung, Kreditkarte und andere Zahlungswege wird eingeführt. Zur Identifikation im digitalen Datenverkehr müsse sich der Bürger elektronisch ausweisen können, erläuterte Größler, dafür habe sich die elektronische Ausweisfunktion des Personalausweisesoder des Aufenthaltstitels bewährt. Die Neuerungen im Bürgerbüro sind eingebunden in die Umstellungen im Rathaus mit neuer, „virtualisierter“ Telefonanlage und Umstellung im IT-Bereich in diesem Jahr auf moderne Geräte und Serverstruktur. Hannelore Nowacki