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  • Do., 02. Juli 2015, 15:23 Uhr
    Entwurf für „alla hopp!“-Anlage bei Infoveranstaltung vorgestellt

    Bürgerhauspark zukünftig mit großem Spaßfaktor ausgestattet

    So wie hier bei der Eröffnung der „alla-hopp!"-Anlage in Schwetzingen sollen auch in Bürstadt bald alle Generationen gemeinsam Spaß haben. Foto: Dietmar Hopp Stiftung/Thomas Neu


    BÜRSTADT – Der Park am Rathaus und Bürgerhaus, so wie er sich heute präsentiert, ist im nächsten Jahr Geschichte. Ein neues Zeitalter der Bewegung und Begegnung empfiehlt sich Jung und Alt, Menschen mit Handicap und ohne Behinderung. Nach Rahmenplan wird im Oktober mit den Bauarbeiten begonnen. Als Sonnenstadt ist Bürstadt schon länger bekannt, nun wird Bürstadt mit der „alla hopp!“-Anlage im Bürgerhauspark im nächsten Jahr auch Bewegungsstadt. Die Entwicklung dahin ist eine spannende Sache, wie bei der Informationsveranstaltung am Dienstagabend im Bürgerhaussaal deutlich wurde. Auch ist die geplante Anlage die einzige mit einer solchen vorhandenen, gewachsenen Grundstruktur. Bei weitem nicht alle aufgestellten Stühle waren an diesem heißen Sommerabend besetzt, kaum fünfzig interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer waren gekommen, stark vertreten waren die Repräsentanten der Lokalpolitik, die Verwaltung und Mitglieder des runden Tisches. Der beauftragte Planer und Landschaftsarchitekt Dirk Schelhorn stellte die Umgestaltung des Parks im Detail vor, der dann als gesamter „Raum“ zur  Bewegung motivieren soll und auch der Hauptweg zum Rathaus soll dem Genuss und der Bewegung dienlich sein, zugleich aber auch der Feuerwehr die schnelle Zufahrt sichern. „Man kommt erleichtert, entspannt und gedehnt im Rathaus an“, stellte Schelhorn den Besuchern des Rathauses und Verwaltungsmitarbeitern in Aussicht. Eine weitere gute Nachricht des Planers: „Wir liegen momentan exakt im Zeitplan“. Für seinen „kurzen“ Vortrag, der immerhin eine dreiviertel Stunde Aufmerksamkeit erforderte, erhielt Schelhorn erkennbar begeisterten Applaus. Bürgermeisterin Barbara Schader erinnerte zur Begrüßung an die Vorgeschichte – vor zwei Jahren hatte sie auf den Knopf für die Anmeldung zu diesem generationenübergreifenden Projekt gedrückt. Eine Aktion mit erfreulichen Folgen für die nächsten 15 Jahre, denn über diesen Zeitraum hinweg soll die „alla hopp!“-Anlage den Menschen nach der geplanten Fertigstellung im Mai oder Juni nächsten Jahres voll funktionsfähig für die Bewegung und Begegnung im Alltag zur Verfügung stehen. 128 Städte und Gemeinden der Metropolregion Rhein-Neckar  hatten sich bis September 2013 bei der Förderaktion der Dietmar Hopp Stiftung beworben, unter den 18 Gewinnern war Bürstadt. In den gespendeten 18 „alla hopp!“-Anlagen sollen sich alle Generationen nach Lust und Laune bewegen können – kostenfrei in frei zugänglichen Anlagen – „ein Geschenk für Bürstadt“, wie Bürgermeisterin Schader betonte. Die Bürgerbeteiligung am Prozess der Planung ist Teil des Konzepts, Kinder und Jugendliche haben in Workshops ihre Ideen eingebracht und Modell-Anlagen mit ihrer Wunschausstattung gebaut, die im Rathaus zu besichtigen sind. Der Jugendrat wurde einbezogen, Sportwissenschaftler und Therapeuten des Alten- und Pflegeheims unterstützen die Planung mit ihrer Expertise. Am kommenden Dienstag ist eine Kindergruppe zur Entwurfbesprechung ins Rathaus eingeladen, teilte Bürgermeisterin Schader mit. Der vorgestellte Entwurfsplan der Bürstädter „alla hopp!“-Anlage werde im Rathaus für die Bürger ausgehängt. Das „alla hopp!“-Konzept sieht für Bürstadt drei Module vor, mit Angeboten, die bei allen 18 Anlagen in gleicher Weise gebaut werden, sowie besonderen Angeboten, die für Bürstadt entwickelt werden. Der prächtige Baumbestand bleibt weitgehend erhalten und wird ergänzt durch 17 neue Bäume, darunter zehn Linden, die im Sommer mit ihrem wunderbaren Duft die Sinne inspirieren. Schelhorn wies darauf hin, dass drei Bäume, die gefällt werden, nicht zu den ökologisch wertvollen Sorten gehören. Ein „Finnenlaufstrecke“ wird durch den gesamten Park führen und die Bereiche verbinden, eine Einladung an alle bewegungsfreudigen Menschen, hier ein paar Runden zu drehen und sogar durch die Stadt weiterzulaufen – bis in den geplanten Sportpark. Öffentlich zugängliche WCs werden im Rathaus geschaffen. Auf Nachfrage aus dem Publikum teilte Schelhorn mit, dass Pflege und Wartung der „alla hopp!“-Anlage für 15 Jahre Aufgabe der Stadt Bürstadt sei. Hannelore Nowacki

    Der Beginn der Planungsphase wurde am 5. Februar vor dem Rathaus gefeiert. Im Oktober soll Baubeginn sein, voraussichtlich im Mai oder Juni soll die „alla hopp!“-Anlage mit einem Fest eingeweiht werden. Archivfoto: Hannelore Nowacki


    Einzelheiten zur Entwurfsplanung

    Die alte Teichanlage am Alten- und Pflegeheim mit einer Fläche von etwa 1.300 Quadratmetern wird entfernt, hier entsteht ein Fitness-Garten mit Nischen für Geräte. Hochzeitspaare dürfen sich auf die Hochzeitswiese und den Rosenweg freuen. Eine Hochzeitsschaukel bringt Herz und Sinne in Bewegung, auch bewegende Erinnerungsfotos gelingen hier. Ebenso sanft können sich die Trauzeugen schaukeln lassen. Der Haupteingang zum Rathaus wird ein wenig verrückt und führt zentral auf die Brunnenanlage zu. Ein Weg mit sanften Neigungen von zwei bis drei Grad wird die Veränderung spürbar machen. Ein großer gelber Schirm mit fünf Metern Durchmesser ist ein Wiedererkennungselement bei allen „alla hopp!“-Anlagen. Das  große Karussell für 20 Personen könne sogar bei voller Besetzung von einem vierjährigen Kind gedreht werden, versicherte Schelhorn. Für die jüngeren Kinder und Kleinkinder wird ein 100 Quadratmeter großer Spielpavillon mit Lagerraum gebaut, eine Schaukelwelt, die Spielwiese, Rutschen, ein Sand- und Wasserspiel und vieles mehr soll die jungen Nutzer begeistern. Ein Mikadowald mit sechs Meter hohen Stangen ist etwas für schwindelfreie Kletterfreunde, die von oben die Aussicht genießen können. Ältere Kinder können sich auf das Baumhaus freuen und ihre Geschicklichkeit ausbauen, zum Beispiel auf der Kletterstrecke und der Balancierleiter. Außerdem lockt ein Felsengarten mit Steinrutsche. Ein zentrales Element wird das Labyrinth sein, ein Bewegungsgarten mit erklimmbarer Aussicht für den guten Überblick. Wie Planer Dirk Schelhorn erklärte, konnte nicht über alle Einzelheiten und Kleinigkeiten aus der Fülle der vorliegenden Informationen berichtet werden. Aus Rücksicht auf Hygiene und Kinder werden Hunde in der Anlage keinen Zutritt haben. Die Anlage in Schwetzingen ist schon fertig und am 11. September feiert Abtsteinach die Einweihung.

     

     

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