Ortsbeirat Hüttenfeld mit vielfältigen Themen / Steuergelder sprudeln
Bürgerhausvorplatz wird erneuert
Ortsvorsteher Berg (Mitte) und der Erste Stadtrat Jens Klingler standen im Ortsbeirat Hüffenfeld Rede und Antwort. Foto: ehr
HÜTTENFELD – Die 17. Und zugleich letzte Ortsbeiratssitzung in dieser Legislaturperiode im Stadtteil Hüttenfeld begann bei Schneeregen vor dem Bürgerhaus. Ortsvorsteher Karl-Heinz Berg erläuterte den Anwesenden, dass die Brunnenpumpe defekt sei und daher erhebliche Bau- und Grabungseinheiten nötig seien. Daraus ergab sich die Überlegung, ob man in diesem Zuge nicht den gesamten Vorplatz in einem neuen Konzept renovieren wolle. So soll der Platz aufgefüllt und auf das Niveau von Gehweg und Eingang gebracht werden. Umrandungsmauern und Begrünung soll erhalten bleiben, der Brunnen selbst verschwindet. Allerdings soll es eine neue Beleuchtung geben, die den Platz ausreichend illuminiert. Angedacht sei ebenso, ob für Veranstaltungen wie Weihnachtsmarkt oder Sommerfeste auch ein Wasser- und Stromanschluss geschaffen werden könne. Klaus Reiber von dem Fachbereich 70 gab hier zu bedenken, ob sich die Kosten hierfür in einem Rahmen bewegen, der für die Stadt tragbar sei.
In seinem Bericht kündigte Karl-Heinz Berg an, dass auf dem Gelände gegenüber der Kleingartenanlage eine eingezäunte Hundetobewiese entstehen soll. Als Kostenpunkt hierfür sind 5.000 Euro eingestellt. Bei der Aktion Fahrradcodierung im Feuerwehrgerätehaus konnte die Polizei 42 Räder codieren. Die Aufgaben der Reinigung des Landgrabens sollen von der Stadt künftig dem Bergsträßer Wasserverband übergeben werden.
Erster Stadtrat Jens Klingler ging dann auf die Anträge des Ortsbeirates ein. Die Errichtung von Leitplanken und einer festen Radaranlage an der Einmündung Alfred-Delp-Straße zur L3111 wird es nicht geben. „Hessen Mobil“ sehe hierbei aufgrund des geringen Verkehrsaufkommens und der niedrigen Unfallquote keine Notwendigkeit. Gerade an der letzten Begründung erregten sich doch einige Mitglieder des Ortsbeirates. „Muss denn erst jemand tödlich verunglücken, bis etwas geschieht?“ Man werde hier nicht nachlassen und weitere Untersuchungen und Verkehrszählungen anpeilen.
Für den Bau von Wartehäuschen der Bushaltestellen in der Lampertheimer Straße und den angedachten behindertengerechten Umbau der Haltestellen in der Viernheimer Straße werden 25.000 Euro zur Verfügung gestellt.
Die Geschwindigkeitsbeschränkung vom Kreisel Richtung Lampertheim bis zu den Aussiedlerhöfen soll ausgeweitet werden. Auf der gleichen Strecke sei auch die Aufstellung von Ruhebänken am Radweg angedacht.
Die Renovierungsarbeiten der Sanitäranlagen im Bürgerhaus werden erst nach Weihnachten beginnen, um die Veranstaltungen in der Vorweihnachtszeit nicht zu behindern. Die Anträge auf Verkehrsberuhigungsmaßnahmen im Mittelweg und der Baumgartenstraße wurden abgelehnt.
In der Aufsichtsratssitzung wurden die Baumaßnahmen des Neubaugebietes am Landgraben insbesondere für die Errichtung einer Lärmschutzwand ausgeschrieben. Im Herbst 2016 könne dann die Freigabe der Hochbauten gegeben werden.
Der Antrag zur Renovierung des Bürgerhausparkplatzes, auf dem alljährlich die Kerwe stattfindet, werde beim Magistrat in die Haushaltsberatung eingebracht. Für die Bepflasterung mit Knochensteinen seien 80.000 Euro vorgesehen.
Auf dem Sportgelände „Am Hegwald“ seien Blitzschutzmaßnahmen in Höhe von 70.000 Euro notwendig.
Aidas Schugschdinis von der CDU stellte die Anfrage, was die Stadt gegen die Verunreinigungen der Spielplätze an der Tuchbleiche und dem Bürgerhaus zu tun gedenke. Er regte außerdem die Errichtung einer Graffitiwand am Bürgerhaus an, die unter professioneller Anleitung von den Jugendlichen selbst gestaltet werden solle.
Klingler erläuterte hierzu, dass die Spielplätze in Lampertheim ähnliche Probleme haben. Hier habe man schon „Patenschaften“ für Spielplätze eingerichtet, also Hausmeister, die freiwillig für die Reinigung der Spielplätze sorgen. Es wird aber wohl weiterhin Aufgabe der Stadt bleiben, die Missstände zu beheben.
Jens Klinger hatte aber auch gute Nachrichten. Durch den Steuerfluss der letzten Zeit hätte die Stadt jährlich mit 1 Million Euro mehr an Einnahmen zu rechnen. Durch die Kommunalwahl am 6. März 2016 seien aus Wiesbaden zusätzlich mit 5 Millionen zu rechnen. ehr