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  • Do., 03. Dezember 2015, 10:26 Uhr
    IG BRN 21 setzt sich kritisch mit Bahnlärm an Bestands- und Neubautrassen auseinander/ Studien kündigen eine Verachtfachung der Zugfrequenzen an

    „Bürgerinitiative Gesundheit statt Bahnlärm in Mannheim“

    Diese würde in unmittelbarer Nähe an Neuschloß vorbeiführen, genauso an den Stadtgebieten Rosenstock und Europaring. Sie zerschneidet den Lampertheimer Wald, das Lampertheimer Bruch und hochwertiges Ackerland und beraubt die Stadt ihres Naherholungsgebietes und bewirkt eine hohe Lärmbelastung für die Bevölkerung. Grafik: oh


    LAMPERTHEIM - Die Interessengemeinschaft Bahnregion Rhein-Neckar 21, IG BRN 21, ist ein Zusammenschluss von Bürgerinitiativen aus Hessen und Baden-Württemberg, die sich bisher kritisch mit dem Bahnlärm an Bestands- und Neubautrassen auseinander gesetzt und Bürgerinnen und Bürger in deren Region zu diesen Themen vertreten haben. „Die Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim zur Bewältigung des Güter- und des Personenzugverkehrs im Nadelöhr der Transversale Rotterdam-Genua sehen die Interessenvertreter als eine große Herausforderung für die Metropolregion“, so IG BRN 21 Sprecher Dr. Gunther Mair. „Die Bürger haben erkannt, dass nur in einem überregionalen Zusammenschluss die Interessen der Menschen in der Region wirkungsvoll durchsetzt werden können“. Dieser Zusammenschluss in der Region ist mit der Gründung der IG BRN 21 am 26.11.2015 mit der BILA "Bürgerinitiative Lampertheim - Lebensraum vor ICE-Trasse", der Bürgerinitiative "Schutz vor Bahnlärm" Weinheim und der Bürgerinitiative GESBIM "Gesundheit statt Bahnlärm in Mannheim" gelungen. Die Geburtsstunde der IGBR21 wird von zwei Paten unterstützt, von Matthias Wilkes, Landrat Kreis Bergstraße a. D. und Dr. Roland Diehl, Sprecher der IG BOHR, beide Visionäre für eine menschengerechte Neubaustrecke in Südhessen und Südbaden. Bei der Planung der neuen Trasse müssen die Lärmschutzbelange in der gesamten Region Rhein-Neckar berücksichtigt werden, insbesondere weil Studien eine Verachtfachung der Zugfrequenzen ankündigen. „Schon jetzt leiden mehr als 50.000 Menschen alleine in Mannheim unter Güterzuglärm, unter Betrachtung der prognostizierten Zuwächse werden in der Region eine viertel Million Menschen betroffen sein“, so der Sprecher der IG BRN 21 Dr. Gunther Mair. Nur eine starke und ganztägige Bündelung der Güterverkehre kann mit dem entsprechenden Lärmschutz Gemeinden vor dem zunehmenden Lärm bewahren. Das bedeutet, die derzeit von der Bahn favorisierte Lösung ist nicht optimal. In Einklang mit der Koalitionsvereinbarung der aktuellen Regierung sind ab 2016 verkehrsbeschränkende Maßnahmen wie Geschwindigkeitsbeschränkung und Nachtfahrverbote für nicht umgerüstete Güterzüge einzusetzen, um in der Übergangszeit bis zum Neubau der Trasse die durch Bahnlärm entstehenden möglichen Folgen für die Gesundheit der Betroffenen zu minimieren. Dekan Karl-Hans Geil ebenfalls Sprecher IG-BRN 21 bekräftigte die Forderung nach einem Projektbeirat nach südbadischen Muster, in dem die Politik, gemeinsam mit den Bürgervertretern und der DB, die Verantwortung für eine gesellschaftlich nachhaltige Planung, die die Lärmschutzinteressen der Bürger beinhaltet, übernimmt. „Eine reine Güterzugtrasse, die auch für Zugzahlenprognosen über 2025 hinaus gebaut wird, rechnet sich unter Einbeziehung der externen Kosten, wie Gesundheitskosten oder Immobilienwertverlust, auf jeden Fall, auch wenn in bewohnten Gebieten Trassen unter die Erde müssen“, so der Mannheimer Dr. Mair. zg

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