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  • Mo., 15. Januar 2018, 21:54 Uhr
    Neujahrsempfang mit Sportler- und Züchterehrung / Informationen zur Nutzung des Martinshorns

    Bürgermeister Bersch ist für Groß-Rohrheim optimistisch

    Die geehrten Sportler und Kaninchenzüchterin Margarete Heß (nicht im Bild Kegler Edwin Lesch). Foto: Hannelore Nowacki


    GROSS-ROHRHEIM – Zum Neujahrsempfang der Gemeinde Groß-Rohrheim überbrachte Bürgermeister Rainer Bersch den Bürgern im Treff 21 gut klingende Nachrichten. In seiner Rede nahm Bersch zunächst das vergangene Jahr allgemein in den Blick, das auch mit schmerzlichen Erinnerungen verbunden sei, mit Hoffnungen, die sich nicht erfüllt haben. Doch was die Gemeinde Groß-Rohrheim im Besonderen angeht, sieht Bürgermeister Bersch Zufriedenheit und Optimismus angezeigt. Eine Aufzählung verdeutlichte seine Einschätzung: Ausgeglichener Haushalt, stabiles Steueraufkommen, rege Investitionstätigkeit. Wie wichtig Ordnung in den Finanzen ist, habe der Alte Fritz, Preußenkönig Friedrich der Große, schon im 18. Jahrhundert gewusst. Das allgemeine Meinungsbild sehe er in Gesprächen widergespiegelt, er erfahre Zuspruch in der Gemeinde, erklärte Bersch. Auch habe es an ereignisreichen Tagen und Wochen nicht gefehlt. Eine weitere Firma werde sich in diesem Jahr in Groß-Rohrheim ansiedeln, teilte Bersch mit, der Vertrag sei bereits unterschrieben. Die Firma OBO Bettermann mit Sitz in Menden sei produzierendes Gewerbe, kein Logistikunternehmen, betonte Bersch. Als daraufhin im Raum vernehmlich gelacht wurde, war klar, das war eine gute Nachricht. Die Arbeiten an der Großbaustelle für den S-Bahn-Anschluss seien in vollem Gange, das sei zwar für die Anwohner, zu denen er selbst auch gehöre, belastend. Doch zukünftig werde es einen Halbstundentakt nach Mannheim geben. Nur noch die gute Verbindung nach Darmstadt fehle. Der Verlegung des Bauernmarktes von der Allee in die Rathausscheune gewinnt Bersch gute Seiten ab, es gebe dort freies W-Lan und man sei wettergeschützt. Auch eine Ladestation für Elektrofahrzeuge sei vorhanden. Mit einem erleichterten „wir haben es geschafft“ kommentierte Bersch die Fertigstellung der Landesstraße 3111 durch den Jägersburger Wald. Und noch etwas ist geschafft, was von vielen als „Schildbürgerstreich“ gesehen wurde. Groß-Rohrheim sollte nach dem Willen der Landesregierung in Wiesbaden dem Wahlkreis Groß-Gerau zugeschlagen werden, seit 8. Januar sei es nun amtlich, dass Groß-Rohrheim zum Wahlkreis Bergstraße Ost gehört – dank der gemeinsamen Resolution von Groß-Rohrheimer CDU und SPD. Bersch kritisierte, dass die Freien Wähler in der Gemeindevertretung gegen diese Resolution gestimmt hatten. Eine weitere „erfreuliche Nachricht“ erläuterte Bersch. Groß-Rohrheim komme ein sechsstelliger Betrag zugute. Nachdem Einhausen und Groß-Rohrheim das Landesprogramm Hessekasse kritisiert hatten, werden beide Gemeinden nun nicht mehr für ihre Sparsamkeit bestraft und dürfen mehr Geld behalten. Im zweiten Teil des Neujahrsempfangs ging es um die Ehrung der sportlichen und züchterischen Meister des Jahres 2017. Ekkehard Faatz, selbst erfahrener Sportler in verschiedenen Disziplinen, moderierte und interviewte die Sportler kenntnisreich und unterhaltsam. Ein Rückgang sei zu verzeichnen, an Masse, aber nicht an Klasse, formulierte Faatz zurückhaltend. Wegen Urlaubs und Wettkämpfen konnten nicht alle zur Ehrung kommen. Neben einer Urkunde erhielten die Geehrten neuerdings einen Sachpreis. Besonderen Applaus erhielt Kegel-Bezirksmeister Edwin Lesch. Auch eine Tombola mit hochwertigen Preisen stand zur Verfügung, die Zuschauer durften die nummerierten Lose ziehen. Auch bei einem Ratespiel gab es Preise. Wann wurde die Bürgerhalle eingeweiht? Keine so leichte Frage, wie sich herausstellte. Beim Trainingsbesuch einer Tanzgruppe der TG Bobstadt habe er das vorbildliche  Aufwärmen beobachtet, berichtete Faatz. Aufwärmen und Dehnen durften sich dann auch die Anwesenden, vorgemacht von erfolgreichen jungen Tänzerinnen der TG-Gruppe „Mio“. Eine Übung mit erheblichem Heiterkeitsfaktor, die Bürgermeister Bersch ebenso forderte wie die anderen Besucher des Neujahrsempfangs. Hannelore Nowacki

    Bürgermeister Rainer Bersch zog eine positive Bilanz des Jahres 2017, mit positivem Ausblick auf 2018. Foto: Hannelore Nowacki


    Warum heulen Sirenen und fährt die Feuerwehr auch nachts mit Martinshorn?

    Für alle Groß-Rohrheimer Bürger, die sich über Sirenenlärm und das Signalhorn der Feuerwehrfahrzeuge beschwert haben, gab Bürgermeister Bersch eine ausführliche Erklärung zur Notwendigkeit dieser Signale, auch nachts. Bei Bränden und Verkehrsunfällen dauere das Sirenensignal anderthalb Minuten und sei unverzichtbar wegen des nicht zuverlässigen Handyempfangs. Auch gebe es immer noch das Atomkraftwerk und daher Sirenen für den  Katastrophenfall. Zu bedenken gab Bürgermeister Bersch, dass es bei Einsätzen der Feuerwehr um Hab und Gut geht, im schlimmsten Fall ums Leben. „Stellen Sie sich vor, Ihr Anwesen steht in Flammen“. „Die ehrenamtlich tätige Feuerwehr verdient als nicht wegzudenkender Pfeiler der ehrenamtlichen Gefahrenabwehr unsere Hochachtung“, machte Bersch deutlich, „es ist und bleibt eine große Stärke für unsere Gemeinde, dass sich so viele Menschen ehrenamtlich für andere einsetzen“. Der große Applaus zeigte, die Anwesenden wissen um die Notwendigkeit.

    Information

    Die Ehrungen: Beim TTC EWR Groß-Rohrheim waren im Tischtennis erfolgreich: Eva Estelle Friedrich als Kreismeisterin der Schülerinnen im A-Doppel. Lucas Guttensohn, Jin Soon Choe und Yannick Olf als Jugendmeister in der 2. Kreisklasse.

    TG Bobstadt „Neo“: Sina Klein, Maila Rittler, Elena Czanderle, Aurelia Gruber und Annika Wolter wurden mit „Neo“ Hessenmeister in der Kinderliga im Jazz- und Modern Dance. 4. Platz im Deutschland-Cup.

    TG Bobstadt „Mio“: Greta Klein, Laura Danda und Elisa Fries wurden mit „Mio“ Vize-Hessenmeister in der Kinderliga. 10. Platz beim Deutschland-Cup.

    TV 1906 Groß-Rohrheim – Abteilung Badminton: Dominic Ahlheim wurde U15-Bezirksmeister. Julia Weigl, Simone Fieser, Katrin Endres, Astrid Flettner, Peter Weigl, Simon Schnittker, Sven Bornert, Manuel Hegemann, Stefan Altenschmidt, René Frank, Dr. Mahesh Poolakkaparambil, Jens Zimmermann und Robert Kissel wurden Bezirksmeister.

    VfB Groß-Rohrheim – Abteilung Kegeln: Edwin Lesch wurde Bezirksmeister in der Altersklasse 71-80 Jahre bei 25 Kugeln in den Vollen und 25 Kugeln im Abräumen.

    Rassegeflügelzuchtverein Groß-Rohrheim: Wolfgang Menger erhielt mit seinen Rassetauben das „Championsband“ und wurde Deutscher Meister.

    Kleintierzuchtverein H 41 Groß-Rohrheim: Die Zuchtgemeinschaft Margarete und Hans Heß wurde mit Rassekaninchen 1. Internationaler Meister, Kreismeister und Deutscher Meister. Alexander Heß und Nils Heß wurden mit ihren Rassekaninchen Jugend-Kreismeister.

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