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Di., 01. April 2014, 09:17 Uhr
Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Bürstadt
Bürgermeisterin Schader: Die Jugend zu werben ist unsere große Aufgabe
Die Anerkennungsprämie 2013 wurde zwölfmal vergeben. Im Bild neben einigen geehrten Feuerwehrleuten: Bürgermeisterin Barbara Schader, Stadtbrandinspektor Uwe Schwara (rechts) und MdL Alexander Bauer (2. von links). Foto: Hannelore Nowacki
RIEDRODE/BÜRSTADT – Die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Bürstadt brauchen Nachwuchs, damit auch in Zukunft noch jedes Feuer gelöscht wird und Menschen aus Notlagen gerettet werden. Damit nicht eintritt, was Kreisbrandinspektor Wolfgang Müller bei der Jahreshauptversammlung der drei Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Bürstadt am Samstagabend als Mahnung in den Raum stellte: „Sonst gibt es langfristig ein Problem und ob dann noch die Hilfefrist eingehalten werden kann, bezweifele ich“. Daher komme es darauf an, den Stand der Kinder- und Jugendfeuerwehren zu halten. Aus Haushaltsmitteln der Stadt Bürstadt wurde daher ein Werbeprojekt finanziert, dessen Ergebnis auch auf der Homepage der Bürstädter Feuerwehren zu sehen ist. „Werde einer von uns!“ ist der Titel des Imagefilms der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Bürstadt, in dem als Hauptdarsteller neun Mitglieder aus jeder Abteilung hochmotiviert und mit viel Spaß an der Sache mitgewirkt hatten. Dies stellte Stadtbrandinspektor Uwe Schwara in seinem Tätigkeitsbericht für das Jahr 2013 zur Jahreshauptversammlung aller drei Feuerwehren im Feuerwehrgeräte Riedrode sehr zufrieden fest. Dieser Film diene als Ergänzung zu den bereits laufenden Aktivitäten im Rahmen der Mitgliederwerbung, wie zum Beispiel der Tag der offenen Tür und die Brandschutzerziehung. Insbesondere im Bereich der Jugendfeuerwehr sei eine negative Mitgliedertendenz festzustellen. Von den 32 Jugendlichen in den Jugendfeuerwehren sind 22 Jungen und 10 Mädchen. Im Vorjahr war ein Rückgang um zwei Jugendliche zu verzeichnen und somit aus Sicht des Stadtbrandinspektors bereits am kritischen Mindestbestand angekommen. „Daher müssen wir alle Hebel in Bewegung setzen, um diesen Negativtrend zu stoppen“. In den Kinderfeuerwehren waren zum Jahresende 37 Kinder Mitglied, die sich regelmäßig zum Spielen, Basteln und zu anderen Aktivitäten trafen. Schwara berichtete weiter von einem erheblichen Anstieg der Einsätze im Vergleich zu den Vorjahren. Aus der Anzahl der 184 Einsätze (61 mehr als im Vorjahr), Dienste und Übungen resultierte für die Einsatzabteilungen ein arbeitsintensives Jahr mit 4.744 Arbeitsstunden allein im Einsatz für das Allgemeinwohl der Bevölkerung. Bei den Einsätzen konnten 16 Personen gerettet werden, für drei weitere Menschen kam jede Hilfe zu spät. 2013 wurden insgesamt 62 Lehrgänge auf Kreisebene und an der Landesfeuerwehrschule absolviert. Der Fuhrpark bestand Ende des Jahres aus 18 Fahrzeugen einschließlich der drei Katastrophenschutzfahrzeuge. Ein Gerätewagen Logistik von Bürstadt-Mitte stellte der Magistrat durch Beschluss außer Dienst, nachdem eine Reparatur unwirtschaftlich gewesen wäre. Ein Ersatz wäre aus Sicht der Feuerwehr notwendig. Auch andere Fahrzeuge können wegen ihres hohen Alters bald ausfallen. Schwara dankte allen Beteiligten in den Feuerwehren, dem Kreisbrandinspektor Wolfgang Müller, dem DRK-Bereitschaftsleiter Walter Fattor sowie den Gremien und der Verwaltung der Stadt Bürstadt, insbesondere Bürgermeisterin Barbara Schader, dem 1. Stadtrat Walter Wiedemann und Stadtverordnetenvorsteher Ewald Stumpf für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung. Diese nahmen an der Versammlung teil, ebenso MdL Alexander Bauer (CDU) und CDU-Fraktionsvorsitzender Thomas Möller sowie Stadtrat Rudi Pumm, der auch Ehrenkommandant der Feuerwehr ist. Bauer meinte in seinem Redebeitrag, im Bereich der Feuerwehr dürfe es keinen parteipolitischen Streit geben. An die Feuerwehrleute gerichtet sagte Bauer: „Machen Sie weiter so, wir sind stolz auf Sie“. Bei den Feuerwehren der Stadt Bürstadt engagieren sich zahlreiche Einsatzkräfte seit Jahren und Jahrzehnten. Zwölf Einsatzkräfte erhielten Anerkennungsprämien und Urkunden, die Bürgermeisterin Schader überreichte. Eine „Überraschungsehrung“ wurde Martina Held zuteil, die für ihre ehrenamtliche Arbeit in der Brandschutzerziehung auf Kreisebene mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze ausgezeichnet wurde. Martin Eberlein, der alle notwendigen Lehrgänge absolviert hat und die Mindestdienstzeit erfüllt, wurde von Stadtbrandinspektor Schwara zum Oberlöschmeister befördert. Hannelore Nowacki
Martina Held wurde mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze ausgezeichnet. Viermal wurde die Katastrophenschutzmedaille in Bronze, einmal in Silber verliehen. Im Bild neben den geehrten Feuerwehrleuten: Kreisbrandinspektor Wolfgang Müller (links), Kreisbrandmeister Ernst Männl (3. von links), Bürgermeisterin Barbara Schader und Stadtbrandinspektor Uwe Schwara (rechts). Foto: Hannelore Nowacki
Anerkennung und Auszeichnung
Die Anerkennungsprämien 2013 für Tobias Helwerth und Timo Kroker (10 Jahre – 100 Euro); Jürgen Büssow, Cornelia Hahl, Christian Heiser, Sigrid Reinhardt, David Rennert und Thomas Rettig (20 Jahre – 200 Euro); 30 Jahre: Klaus Molitor. 40 Jahre: Siegfried Gebhardt, Friedrich Winkler und Hans Walter Winkler (je 1.000 Euro).
Katastrophenschutzmedaille – in Bronze: Sascha Brutscher, Jens Held, Sebastian Kaiser und Sven Tremmel. In Silber: Georg Emig.
Die Anerkennungsurkunden für den Hochwassereinsatz 2013 überreichte Stadtbrandinspektor Schwara den Wehrführern der drei Feuerwehren zur Weiterleitung an die über 80 beteiligten Einsatzkräfte.