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  • So., 29. Oktober 2017, 13:10 Uhr
    Andy Ost zu Gast beim Spiel- und Kulturkreis 50 e.V.

    Bürstadt im Eufer der Phorie

    Begeistert nicht nur bei der Mainzer Fastnacht, sondern auch in Bürstadt: Andy Ost. Foto: Hildegard Schwara

    BÜRSTADT – Das kleinste Konzert der Welt? – Fast, wohl eher Andy Ost hautnah im Vereinsheim des SKK 50. Das Multitalent begeisterte am Samstagabend mit seiner unterhaltsamen, musikalischen und zugleich nachdenklichen Show sein Publikum. Neben Fachwissen über Gärten, Buchrezensionen und Tipps zur Kindererziehung glänzte Ost mit seinem Gesangstalent. Er imitierte die Stimmen der ganz Großen: Udo Lindenberg, Herbert Grönemeyer, Bryan Adams und viele mehr. Besonders seine eigene Stimme, mit der er ergreifende und realistische Lieder zum Besten schmetterte, ist nicht zu verachten.
    Bereits mit sieben Jahren stand Andy Ost die ersten Male auf den Bühnen diverser Fastnachtssitzungen. Als Berufsweg wählte er dann jedoch das Fliegen, als Langstreckenpilot. Erst nachdem er seine Flugtauglichkeit verlor, startete er seine Bühnenkarriere als Comedian, Musiker und Motivator – auch hier ging es für ihn steil hinauf: Er erhielt 2015 den fränkischen Kabarettpreis und 2017 landete sein Song „Zusammen sind wir Deutschland“ in den deutschen Charts.
    Genau das möchte er den Zuschauern mitgeben, dass man das Leben nicht planen kann, aber jeder die Kraft hat aus Rückschlägen und unerwarteten Wendungen wieder heraus zu kommen. „Ich selbst wäre meinen Weg wahrscheinlich nie so gegangen, aber genau das sind die Geschenke des Lebens, die man vermutlich sonst nie bekommen hätte.“ In seinen Shows übernimmt der Hesse deshalb, stellvertretend für alle, das Scheitern – humorvoll und mit Leichtigkeit: „Scheitern, Hinfallen, Aufstehen, Dazulernen.“
    Andy Osts Tourplan steht bereits für ein bis zwei Jahre im Voraus, in Bürstadt war er das erste- aber hoffentlich nicht das letzte Mal. Der SKK 50 hat ihn, ganz nach langjähriger Tradition, über Networking mit anderen Künstler der Mainzer Fastnacht zu sich ins Vereinsheim holen können. Der erste Vorsitzende Markus Heiser bezeichnete ihn als den „Marcel Killian von Hanau“. Das stimmt! Andy Ost ist, trotz seiner steilen Karriere noch immer offen, herzlich sympathisch und wirkt unglaublich gelassen. Christina Schwara

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