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Mo., 20. Dezember 2021, 10:12 Uhr
QUARTIERSBÜRO: Begeisterung für Aktion „Winterwiese fürs Quartier und für ganz Bürstadt“
Bunte Vielfalt kreativer Malerei auf Holzsteckern am Ortseingang
Die Aktion Winterwiese machte allen Beteiligten Spaß. Initiator Reiner Mecky (links) freute sich über den Erfolg. Foto: Hannelore Nowacki
BÜRSTADT – Auf der grünen Wiese rechts am Ortsausgang Richtung Riedrode ist am Samstagnachmittag in kurzer Zeit eine Winterwiese entstanden – die zahlreich mitwirkenden kreativen Kinder und Erwachsenen waren vom Quartiersbüro am Beethovenplatz wegen der Coronalage in zwei Zeitfenstern eingeladen worden ihre Werke selbst abzugeben. Nicht alle Teilnehmer der Aktion „Winterwiese fürs Quartier und für ganz Bürstadt“ konnten zu dieser Zeit kommen, sie hatten ihre bemalten Holzfiguren schon in den Tagen zuvor im Quartiersbüro abgegeben. Ein frischer Wind wehte, so dass die meisten Teilnehmer schnell wieder davon eilten. Rathausmitarbeiterin Gerasimoula Grigoraki, Ansprechpartnerinfür Beratung Soziales und Integration, und Quartiersmanager Oliver Haberer waren vor Ort und sorgten für den geordneten Ablauf. Freude und gute Laune für die östliche Kernstadt und alle Bürstädter hatte Reiner Mecky im Sinn, als er seine Idee für diese Verschönerungs- und Mitmachaktion im Quartiersbüro vorstellte. Von der erfolgreichen Aktion im Sommer hatte er gehört. Die Aktion wurde vom Verfügungsfonds der sozialen gesunden Stadt mit 1.000 Euro gefördert. 200 Holzrohlinge für die Aktion hatte das Quartiersbüro bei der Behindertenhilfe Bergstraße (bhb) in Auftrag gegeben. In der Bensheimer Schreinerei-Werkstatt wurden die Motive ausgesägt, entgratet und geschliffen. Vorgegeben waren Rohlinge für Engel, Sterne, Tannenbäume, Schneemänner und Pinguine, die das Quartiersbüro an interessierte Privatpersonen und Einrichtungen in der östlichen Kernstadt wie Kindergarten und Schulen ausgab. Den Rücklauf fanden Grigoraki und Haberer beeindruckend. Sehr unterschiedlich war die kreative Motivgestaltung - ein Schneemann war mit Strickmützchen für den kalten Winter bestens ausgerüstet, andere trugen einen Schal. Die Metallstäbe zum Aufstecken der Figuren standen schon bereit, Mitarbeiter des Bauhofs hatten sie in den Tagen zuvor in die harte Erde des Grünstreifens geschlagen. Reiner Mecky, der bei der bhb als Arbeitserzieher in der Metall-Werkstatt tätig ist, vertrat die Schreinerei und war mit zwei Mitarbeitern gekommen, Margot Katzenmeier und Manfred Braun, alle drei wohnen in der östlichen Kernstadt. Die Winterwiese soll einige Monate bestehen, dann sammelt das Quartiersbüro die Figuren zum Abholen ein. Vorausschauend hatten Gerasimoula Grigoraki
und Oliver Haberer einen großen Karton mit dem schönen Büchlein „Lecker Hüftgold“ mitgebracht, denn auch hier war die Nachfrage groß. Gegen eine Spende gibt es die Bürstädter Weihnachtsbäckerei mit Rezepten aus Bürstadt und aus aller Welt, die das Interkulturelle Büro herausgegeben hat. Hannelore Nowacki
Information
Von der Idee zum Projekt – das Quartiersbüro hat die Formulare für die Antragsstellung und unterstützt beim Ausfüllen. Privatpersonen, Vereine und Institutionen mit Bezug zum Stadtgebiet können ihr ehrenamtliches Projekt aus dem Förderbudget mit bis zu 1.000 Euro finanzieren. Das können beispielsweise Projekte sein, die nachbarschaftliche Kontakte, Aktivitäten und Zusammenhalt fördern oder die Lebensqualität des Fördergebiets erhöhen. Auch Aktionen im öffentlichen Raum wie Outdoor-Kunst, Ausstellungen, Verschönerungsaktionen, Stadtteil-Feste, Theater- und Kreativkurse sind möglich. Entscheidend sind bestimmte Kriterien, so könnte das Projekt die Generationen, Milieus und Ethnien verbinden, Selbsthilfe, Eigeninitiative und Teilhabe unterstützen oder positive Impulse für weitere Entwicklungen auslösen. Hannelore Nowacki