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  • Do., 06. Dezember 2018, 11:05 Uhr
    Erhebliche Verbesserung der Erreichbarkeit Richtung Darmstadt / Vier neue Haltestellen ab 10. Dezember in Betrieb

    Buslinie 44 kommt nach Groß-Rohrheim 

    Die Linie 44 fährt ab 10. Dezember vier Haltestellen in Groß-Rohrheim an – sehr zur Freude von Bürgermeister Rainer Bersch (2.v.l.), Hauptamtsleiter Klaus Menger (r.), Kreisbeigeordneten Karsten Krug (2.v.r.) und Christian Sommer, Geschäftsführer der LNVG (l.). Foto: Benjamin Kloos


    GROSS-ROHRHEIM – Ab Montag, 10. Dezember, verbindet die Linie 44 die Gemeinde Groß-Rohrheim von Montag bis Freitag mit dem Landkreis Groß-Gerau. Dabei verkehren die Busse zwischen Groß-Rohrheim und Griesheim über Klein-Rohrheim, Gernsheim, Diebesheim, Stockstadt und Goddelau. In Griesheim bestehen Umsteigemöglichkeiten zur Straßenbahn nach Darmstadt. Einzelne Fahrten der Linie 44 verkehren sogar durchgängig bis zum Darmstädter Hauptbahnhof – so etwa um 5.27 Uhr oder um 8.27 Uhr. In Groß-Rohrheim werden die neuen Haltestellen „Gutenbergstraße”, „Rathaus”, „Bahnhof Westseite” und „Falltorhausstraße” angefahren und zunächst als Bedarfshaltestellen eingerichtet. 

    Im Flyer, der im Rathaus erhältlich und demnächst auch auf der Internetseite der Gemeinde zu finden ist, sind die genauen Fahrzeiten sowie zudem die Umsteigemöglichkeiten zu anderen Linien zu finden, beispielsweise Richtung Pfundstadt. An Samstagen und Sonntagen kann derzeit noch keine Verbindung angeboten werden.

    Auf der Linie 44 findet der RMV-Tarif Anwendung, Einzelfahrkarten, Tages-, Wochen- oder Monatskarten sind beim Fahrpersonal erhältlich. Die Fahrpreise sind unter www.rmv.de/tarifauskunft ersichtlich. Innerhalb von Groß-Rohrheim werden gültige VRN-Tickets in den Bussen anerkannt. Die Verlängerung der bisher in Klein-Rohrheim endenden Linie 44 wurde durch den Kreis Bergstraße und der Gemeinde Groß-Rohrheim initiiert. Die Buslinie verkehrt im Auftrag der Lokalen Nahverkehrsgesellschaft Kreis Groß-Gerau (LNVG) und wird durch das Busunternehmen Müller Riedstadt betrieben. Der kommunale Anteil an den Kosten beläuft sich für die Gemeinde Groß-Rohrheim auf knapp 20.000 Euro. 

    „Dies ist eine deutliche Verbesserung des ÖPNV in Groß-Rohrheim”, freute sich Bürgermeister Rainer Bersch bei der Vorstellung der Linie 44 am Donnerstag. „Vier Haltestellen werden eingerichtet und die Erreichbarkeit nach Darmstadt wird wesentlich verbessert – gerade für die vielen Menschen, die in diese Richtung auspendeln. Bisher war Darmstadt nur über die Bahn zu erreichen, was aufgrund der langen Fahrzeit sehr unattraktiv war. Danke an den Kreis Groß-Gerau und die LNVG für diese Verbindung. Wir hoffen, dass das Angebot, das auch im Rahmen der Klimaproblematik sehr sinnvoll ist, gut angenommen wird.”

    Kreisbeigeordneter Karsten Krug, der sich im Kreis für den ÖPNV verantwortlich zeichnet, betrachtet es als „sinnvoll, die Linie von Groß-Rohrheim nach Darmstadt auf den Weg zu bringen. Dies hat zügig und umkompliziert geklappt, obwohl es eine Verbindung über Kreis- und Verbundgrenzen hinweg ist.” Das Modell werde zunächst für zwei Jahre getestet, betonte Karsten Krug, der aber mit Blick in die Zukunft direkt einen Wunsch äußerte: „Groß-Rohrheim wird 2020 Endstation der S-Bahn Rhein-Neckar. Ziel muss es dann sein, die Linie 44 an den S-Bahn-Plan und die S-Bahn-Station und Groß-Rohrheim darüber hinaus an die Bergstraße per Busverkehr anzuschließen.”

    Christian Sommer, Geschäftsführer der LNVG, freute sich, dass „der Kreis Bergstraße auf uns zugekommen ist, um zu prüfen, welche Möglichkeiten bezüglich einer Anbindung von Groß-Rohrheim an den Busverkehr bestünden. Wir haben nicht in das Liniennetz eigegriffen und werden keine zusätzlichen Fahrzeuge oder Personal benötigen Dies ist ein Einstieg, der entwickelbar ist. Die Anbindung bringt für Groß-Rohrheim einen großen Nutzen. Die Linie 44 fährt bis Griesheim und hat dort Anschluss an die Straßenbahn nach Darmstadt – mit dem Vorteil, dass diese am Stau vorbeifährt.” Benjamin Kloos

     

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