Fr., 16. Februar 2018, 07:51 Uhr
Jahresbericht der Schnakenbekämpfer – 2017 ein erfolgreiches Jahr
Camping mit Wohnmobil am Schwimmbad auch im Winter
LAMPERTHEIM – Die Schnakenbekämpfung ist eine Daueraufgabe, die sich die Stadt Lampertheim im Jahr 2017 zum Wohle der Einwohner 75.000 Euro kosten ließ, das sind 2,30 Euro pro Einwohner jährlich, wie im Magistratspressegespräch am Mittwoch mitgeteilt wurde. Sogar mit dem Hubschrauber ging es den Plagegeistern an den Kragen. Zuständig ist die Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS), deren Mitgliederversammlung die Umlage von 65.000 Euro beschlossen hatte, zusätzlich kam es zu 10.000 Euro für Einzelabrechnungen. Der Bericht wird den städtischen Gremien zur Kenntnisnahme vorgelegt. Bürgermeister Gottfried Störmer und Erster Stadtrat Jens Klingler sehen dank der Bekämpfungsmaßnahmen in Lampertheim eine gute Aufenthaltsqualität. Jedes Jahr ist anders, das macht der Jahresbericht deutlich. Der trockene Winter und die trockene Witterung zu Beginn der Saison 2017 hatte einen entscheidenden Einfluss auf die gesamte Saison, heißt es im Bericht. Dem arbeits- und kostenintensiven Jahr 2016 sei ein entspanntes Jahr gefolgt. Den Stechmücken wird das Leben schwer gemacht, sofern man deren Brutgebiete in dicht bewachsenen Flächen ausfindig machen kann. Neben den Hausmücken im hessischen Ried gibt es die Waldmücken, vorrangig im Lampertheimer Bruch, und die Auwaldmücken, die sich bei hohen Temperaturen und Trockenheit in der ersten Saisonhälfte nicht entwickeln konnten, anders als ein Jahr zuvor. Alle Bekämpfungseinsätze waren überdurchschnittlich erfolgreich, wird berichtet. Allerdings hatten sich Mitte August lokal am Altrhein Überschwemmungsmücken breit machen können. In den Tabuzonen I und II im Naturschutzgebiet am Altrhein, die vom Regierungspräsidium Darmstadt festgelegt werden, darf weder kontrolliert noch bekämpft werden.
Mitten in der grünen Natur kann man mit dem Camping-Wohnmobil Station machen, „fast paradiesisch“ findet Erster Stadtrat Klingler den Platz am Schwimmbad. Urlauber hätten sich positiv geäußert, teilte Erster Stadtrat Klingler mit. Ein Verband habe sich gemeldet, um Informationen für sein Portal zu erhalten. Im Stellplatzpreis von 10 Euro ist die Schwimmbadbenutzung und Duschen enthalten. Ein Camper auf der Durchreise aus Schleswig-Holstein habe alles durchgecheckt, Frischwasser getankt und Brauchwasser entsorgt und sei zufrieden gewesen, wusste Bürgermeister Störmer zu berichten. Angedacht sei eine Erweiterung auf einem Brachgelände beim Fährhaus. Hannelore Nowacki