Musikalische Höhepunkte am laufenden Band / Sänger des MGV 1840 ließen keine Wünsche offen
Chor „Joyful“ rockte die Sedanhalle
Sowohl am Samstag als auch am Sonntag brachte der Chor „Joyful“ des MGV 1840 Lampertheim die Sedanhalle zum Beben. Unter der Leitung von Dirigentin Elisabeth Seidl wurde ein breit gefächerter Auszug aus Rock und Pop geboten. Foto: Manuel Ding
LAMPERTHEIM – Dass der Chor „Joyful“ des Männergesangsvereins (MGV) 1840 auch rockig kann, stellten die Sängerinnen und Sänger am vergangenen Wochenende unter Beweis. Unter dem Motto „Rocking all over LA“ brachte der Chor in zwei Konzerten die Sedanhalle zum Beben. Gemeinsam mit cultur communal, der „Hausband“ bestehend aus Pianist Peter Schnur, Gitarrist Jan Masuhr, Michael Fischer am Schlagzeug und Frank Willi Schmidt am Bass sowie den Bläsern Hans-Peter Stoll, Manuel Jandl, Otto Engelhardt und Harald Ellinger und Schülerinnen der Lampertheimer Musikschule, die den Stücken mit ihren Streichinstrumenten den Feinschliff verliehen, wurde in der Halle eine einmalige Atmosphäre für Augen, aber vor allem auch für die Ohren geschaffen. Eröffnet wurde der Abend mit dem Beatles-Hit Eleanor Rigby, bei dem sogleich auch die Streicherinnen zum Einsatz kamen, bevor bei dem Medley „Best of Bond“ neben den Stimmen das ganze Ensemble zum Einsatz kam.
Abgestimmt auf Tonlage und Lieder wechselten sich einzelne Gruppen innerhalb des Chors ab, so war „Living on a prayer“ mit seinen Höhen für die weibliche Fraktion des Chors mit Solistinnen Eva Seelinger und Renate Babitsch besser geeignet, als für die Sänger, die daraufhin mit Schal und Stock den „Englishman in New York“ mimten.
„Living on a prayer“ war mit seinen Höhen für die weibliche Fraktion des Chors besser geeignet als für die Sänger, die daraufhin mit Schal und Stock den „Englishman in New York“ mimten. Foto: Manuel Ding
Es folgte ein kurzweiliger, musikalischer Abend, bei dem keine Wünsche offen blieben. Mit Liedern wie Queens „Bohemian Rhapsody“, „Pride“ von U2 oder „Cello“ von Udo Lindenberg schuf der Chor unter der Leitung von Dirigentin Elisabeth Seidl ein buntes Programm, welches ein breit gefächerter Auszug aus Rock und Pop darstellt und der Zuhörer nicht nur Chorgesang zu Ohren bekam. So ließen sich die Sängerinnen und Sänger ein ausgefeiltes Intro zu Totos „Africa“ einfallen, bei dem durch Händeklatschen und Fingerschnippen eine authentische Geräuschkulisse erschaffen wurde. Bei der Ballade „November Rain“ von Guns N' Roses, lösten besonders die Streicherinnen das Problem des aufwändigen Intros mit Bravour - und bei „An Tage wie diesen“ trug sogar das Publikum selbst dazu bei, dass dieses Lied bezeichnend für das ganze rund zweistündige Konzert ein akustischer Hörgenuss wurde, der in Erinnerung bleibt. Manuel Ding