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  • Mo., 13. Juli 2015, 17:07 Uhr
    MGV 1840 feierte 175-jähriges Jubiläum mit großem Freundschaftsingen

    „Chormusik im Stadtpark“ mit über 40 Chören

    Die „Young Voices“ unter der Leitung von Ronald Ehret haben Spaß am Singen und wie es aussieht, keine Nachwuchssorgen. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – 175 Jahre besteht der MGV 1840. Das Jubiläumsjahr wurde am Wochenende mit einem großen Freundschaftssingen im Stadtpark gefeiert. Für die 42 Chöre mit etwa 1.100 Sängerinnen und Sängern lag im Park der grüne Teppich, der dank guter Pflege saftig grün leuchtete. „Chormusik im Stadtpark“ war das gewählte Motto für diese öffentlich stattfindende Veranstaltung mit großer Baumkulisse, die bei freiem Eintritt mehrstündigen Klanggenuss garantierte. Auch wer im Stadtpark flanierte konnte den Chorgesang klar in voller Schönheit hören. Der Hochsommer hatte wieder die Temperaturen hochgeschraubt, ein Schattenplatz mit Blick zur Bühne war daher eine beliebte Wahl. Das Freundschaftssingen eröffneten am Samstag um 16 Uhr bei noch hoch stehendem Zentralgestirn zwölf  Lampertheimer Chöre mit 300 aktiven Sängerinnen und Sängern. Jeder Chor hatte sich mit drei Liedern angemeldet.

    Moderne Chorliteratur war vom Männerchor der Chorgemeinschaft MGV Cäcilia/Sängerbund mit Dirigent Frank Aiglstorfer zu hören. Foto: Hannelore Nowacki


    Erster Vereinsvorsitzender Holger Schneibel begrüßte die Chöre und Gäste, unter ihnen Bürgermeister Gottfried Störmer, Erster Stadtrat Jens Klingler und Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass. Der Vereinsvorsitzende dankte Rolf Hecher für die Unterstützung durch „cultur communal“ der Stadt Lampertheim sowie den zahlreichen  Firmensponsoren, ohne die eine solche Veranstaltung nicht durchzuführen sei. Auf einer mehrere Meter langen Stellwand hatten sich diese Sponsoren mit Infoplakaten vorgestellt. Am Sonntag waren drei Kinderchöre aus Lampertheim mit insgesamt 75 Kindern gemeldet, die den mehrstündigen Chormusikreigen  um 11 Uhr eröffneten. „Das zeigt, dass es in Lampertheim viele Menschen gibt, die gerne singen“, meinte der Vereinsvorsitzende am Samstag und übergab das Mikrofon für die nächste Zeit dem MTV-Mitglied Andrea Krüger zur Moderation. Später übernahm Gottfried Senftner die Führung durch das Programm. Während der siebenstündigen Veranstaltung am Samstag und der sechs Stunden am Sonntag sorgte die Bewirtung durch die Firma Steinmetz für das leibliche Wohl. Mit dem Wetter zeigte sich Vereinsvorsitzender Schneibel zufrieden. Es sei eine Veranstaltung, bei der die Gäste kommen und gehen, bei Nachlassen der Hitze am Abend füllten sich jedoch die Tischreihen zusehends. Alle Chorleiter oder die Vorsitzenden der eingeladenen Gesangsvereine erhielten zur Erinnerung an das Freundschaftssingen ein Dankeschön aus Glas mit Inschrift und Vereinswappen. Das Zeitmanagement ermöglichte pünktliche Zeiten nach Plan, aber auch Zeit für Tischgespräche und die kulinarischen Genüsse. Die gemeinsame musikalische Reise des Gesangvereins 07/20 Hofheim mit dem GV Eintracht 1873 Einhausen und GV Liederkranz 1970 Langwaden startete mit dem Hit von Udo Jürgens „Ich war noch niemals in New York“, um dann auf die berühmte Bitte nach Sahne und die Sehnsucht nach griechischem Wein umzusteigen. Der gemischte Chor des MGV Liedertafel ließ die „Glocken der Heimat“ läuten und ließ das „Heimweh“ aufleben. Zum Mitklatschen animierte das „Hey, das ist Musik für dich“. Die „Young Voices“ vom MGV Sängerbund 1892 Hüttenfeld bewiesen, dass auch junge Menschen Spaß am Singen haben. Der 25 Köpfe starke Frauenchor dieses Vereins begann mit „Let’s praise the Lord“, um dann gesanglich für die weltliche Seite  festzustellen: „Das ist für Frauen kein Problem“. Auch machten die Damen glaubhaft, dass „Ein Likörchen fürs Frauenchörchen“ schöner sei als so mancher Blumenstrauß.  Der gemischte Chor mit dem Beinamen „Soundsation“ brachte „Good News“ mit, verkündete fröhlich „Here comes the Sun“ und meinte zur Liebe „Crazy little thing called Love“. Der Männerchor der Chorgemeinschaft MGV Cäcilia und MGV Sängerbund Sängerrose interpretierte den „Griechischen Wein“ und die Mitteilung „Ich war noch niemals in New York“ auf ganz eigene Weise.  Mit „Morning has broken“ sang sich der Chor Mosaik unter der Leitung von Heike Ittmann in die Herzen, gefolgt vom geistlich geprägten „Lamb of God“ und „Praising Song“. Die Liebe war Thema bei den Swinging Roses vom MGV Sängerbund/Sängerrose, zweimal auf Englisch, im Deutschen stellte sich jedoch heraus: „Der Mann ist das Problem“.  Breit gefächert präsentierte sich der Chor Chorisma mit „Wir machen Musik“, einem südspanischen Volkstanzlied und dem Musicalstück „I will follow him“ aus „Sister Act“. Nach dem Chor Ephata waren die auswärtigen Chorgäste aus der Nachbarschaft und Region von Biblis bis Zwingenberg mit moderner Chorliteratur am Zug. Hannelore Nowacki



     

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