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  • Fr., 31. Mai 2019, 08:26 Uhr
    Martin-Luther-Gemeinde und Lukasgemeinde feierten gemeinsam 

    Christi Himmelfahrt mit Himmelblau und Himmelgrau

    Im Garten der Martin-Luther-Kirche und auf dem Vorplatz war der Familientag zu Christi Himmelfahrt ein geselliges Ereignis mit musikalischem Programm. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Draußen auf dem Vorplatz der Martin-Luther-Kirche waren Tische und Bänke für den Familientag an Christi Himmelfahrt schon am frühen Morgen aufgestellt, ebenso standen das Küchenzelt und der Bierwagen schon. Auch im maigrünen Garten unter der Linde hinter der Kirche hatten die rührigen Helfer alles für die erwarteten Besucher hergerichtet, die hier einen gemütlichen Tag verbringen konnten, kulinarisch mit Grillspezialitäten, Salaten, Pommes Frites und gut belegten Fischbrötchen bestens versorgt. Zum begehrten Kuchenparadies ging es ins Martin-Luther-Haus hinein. Im Wein- und Sektzelt mit Blick in den Garten war die Bar untergebracht. Im Garten hatten die Pfadfinder vom Stamm Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz ihre Jurte platziert, in der Mitte loderte ein Feuer, das von einer großen Runde Kinder und Pfadfinder zum Stockbrotbacken genutzt wurde. Eine Menge Bambusstöcke lagen bereit. Dafür hatte Tanja Heiselbetz zehn Kilogramm Teig vorbereitet, die eine ganze Weile bis in den Nachmittag vorhalten sollten. „Wir vermitteln ein bisschen Pfadfinderfeeling“, erklärte sie. Später stand Liedersingen mit Gitarrenbegleitung auf dem Programm. Die Martin-Luther-Gemeinde und die Lukasgemeinde hatten zum gemeinsamen Familienfest eingeladen, das nur im vergangenen Jahr ausgefallen war. Rund 50 Helfer aus beiden Gemeinden waren im Einsatz, deren Zeiten in einem ausgeklügelten Arbeitsplan verzeichnet waren. Wunderbare Düfte vom Grill weckten nach dem Gottesdienst den Appetit, zu Steak, Bratwurst oder Frikadelle schmeckte vielen Gästen das frisch gezapfte Bier. Sonne und Wolken wechselten sich ab, fast ideales Wetter für einen Tag im Garten. Zum Familientag rund um die Martin-Luther-Kirche hatten beide Gemeinden eingeladen. Den gemeinsamen Familiengottesdienst zu Christi Himmelfahrt am Donnerstagmorgen vor dem Familienfest hielten Pfarrer Ralf Kröger, zuständig für die Martin-Luther-Gemeinde, und Pfarrer Adam Herbert von der Lukasgemeinde in heiterer Atmosphäre, musikalisch vom Orgelspiel und dem gemeinsamen Posaunenchor gestaltet. Eine bunt gemischte Gruppe von Kindern der Kita Falterweg mit ihrer Erzieherin Edith Giesler, drei jungen Leuten aus verschiedenem Umfeld, Teamerin Laura Bremer, Konfirmand Richard Groschala und Mütter hatte sich Gedanken zum Himmel gemacht. Mit engelsgleicher Stimme sang die sechzehnjährige Julia Preschke ergreifend das Lied „Weißt du, wo der Himmel ist“.

    Pfarrer Ralf Kröger (links) und Pfarrer Adam Herbert führten Daniel Ott, den neuen Chorleiter des gemeinsamen Posaunenchors von Martin-Luther-Gemeinde und Lukasgemeinde, ins Amt ein.  Foto: Hannelore Nowacki


    Früher habe sie im Kinderchor der Lukasgemeinde gesungen, erzählte sie später im Gespräch mit dem TIP. Spaß am Singen fängt in jungen Jahren an, daher gab es zur Mittagszeit eine Schnupperprobe beim Kinderchor Crescendo in der Martin-Luther-Kirche, zu der Pfarrer Kröger die Kinder am Ende des Gottesdienstes besonders motivierend einlud. Christi Himmelfahrt handelt unter anderem von Abschied, denn Jesus war nach seiner Auferstehung zunächst noch gegenwärtig und lebendig unter den Jüngern, wie es Pfarrer Kröger aus der biblischen  Apostelgeschichte vortrug, doch dann fuhr Jesus in den Himmel zu Gott, seinem Vater, ein Abschied vom irdischen Leben. Um einen persönlichen Abschied ging es Pfarrer Kröger, der von Herzen bedauerte, dass dies der letzte gemeinsam gehaltene Gottesdienst mit Pfarrer Herbert sei, der sich im Laufe des Jahres in den Ruhestand verabschieden werde. Gemeinsam stellten sie den neuen Posaunenchorleiter Daniel Ott vor, der seine Aufgabe am 1. Juli offiziell übernimmt, aber schon seit Mai die Proben leitet. Computational Engeneering studiert der 19-Jährige im zweiten Semester an der TU Darmstadt, ein Studiengang, der Ingenieurwesen mit Mathematik und Informatik verbindet, wie er im Gespräch mit dem TIP erklärte. Im Alter von 12 Jahren habe er mit dem Posaunenspiel begonnen und sei aktiver Bläser in der Peterskirche in Weinheim. Nach dem ersten Chorleiterexamen strebe er noch die nächste Stufe an. Schon in der ersten Probe im April habe es ihm in Lampertheim gefallen. Am Gottesdienstende spielte der Posaunenchor ein fröhliches Ausgangsstück, eine schwungvolle Überleitung zum Familientag.  Hannelore Nowacki

     

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