Fr., 11. November 2016, 09:17 Uhr
1. Carneval-Club Rot-Weiß feiert 60-jähriges Jubiläum
Christiane Richter zur neuen Stadtprinzessin erkoren

Die neue Stadtprinzessin ist Christiane Richter – als Christiane II. wird sie am Samstagabend in der Zehntscheune feierlich inthronisiert. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Wer wird die noch bis zum Samstag amtierende Stadtprinzessin Gerda I. ablösen? Das Geheimnis lüftete der 1. Carneval-Club Rot-Weiß (1. CC Rot-Weiß) am Mittwochabend im Clubheim – ein neues Mitglied mit tänzerischer Vergangenheit beim Lampertheimer Traditionsverein wurde zur neuen Stadtprinzessin erkoren. Die 38-jährige Christiane Richter, von Beruf Servicekraft und Mutter zweier Kinder, ist die Glückliche, die am Samstagabend in der Zehntscheune zur Inthronisierung die Bühne der närrischen Welt betreten wird und das Zepter übernimmt. Kleider und Diadem sind schon längst gekauft, dabei unterstützte sie Schwiegermutter Ria Richter, die sie auch gerne zu ihren Besuchen und Auftritten während der Kampagne begleiten wird. Stets an ihrer Seite werde die neue Stadtprinzessin auch Begleitung durch den 1. CC Rot-Weiß erhalten, verkündete der Erste Vereinsvorsitzende Freddy Herweck, der eine ganze Reihe denkwürdiger Jubiläen nannte. In diesem Jahr feiert der 1. CC Rot-Weiß seinen 60. Geburtstag – deshalb wurde der Orden für diese Kampagne 2016/2017 als rot-weiße Geburtstagstorte gestaltet. Jesina Litters, die 2. Vorsitzende, hatte die Ideen dafür gesammelt, war nun aber verhindert, weil sie gerade für die vierte Nachwuchsgeneration sorgt. Die Tanzgruppe Fantasy hat das närrische Alter von 33 Jahren erreicht und Christiane Richter ist die 50. Stadtprinzessin. Obwohl erst wieder neues Mitglied geworden, steht Christiane Richter mit dem 1. CC Rot-Weiß schon länger in enger Verbindung – Tochter Yara ist in der Minigarde aktiv. Trainerin Rita Irrgang fragte dann einfach bei Mutter Christiane nach, ob sie das Ehrenamt übernehmen wolle. Auch die neue Stadtprinzessin hat in ihrer Kindheit beim 1. CC Rot-Weiß getanzt und geträumt, wenn „ich 18 bin, werde ich Prinzessin“. So werden Träume tatsächlich wahr, wenn auch ein paar Jahre später. Mittlerweile hatte sie ihr Herz für den Fußball entdeckt, beim VfB Lampertheim ist sie Jugendleiterin. Ihr Sohn ist 13 Jahre. Vereinsvorsitzender Herweck sprach von einer enormen Leistung, die das Amt der Stadtprinzessin mit sich bringe. Zur Stunde lagen bereits 40 Einladungen zu Ordensfesten vor, außerdem vertrete die Stadtprinzessin Lampertheim bei vielen weiteren Gelegenheiten. Um die Planung und Organisation muss sie sich nicht kümmern, das übernehmen Präsident Markus Gutschalk und sein Vize Holger Braun. „Ich gehe ganz offen in die Sache rein“, meinte die neue Stadtprinzessin und freut sich auf eine schöne Kampagne als Christiane II. In fröhlicher Runde stießen die anwesenden Vereinsmitglieder auf ihre neue Tollität an und nahmen am rot-weiß dekorierten Tisch zum geselligen Teil des Abends mit herzhaftem Imbiss Platz. Ehrenpräsidentin Margit Selb, die vor fünf Jahren alle Ämter aufgegeben hatte, zeigte sich erfreut, was die Jungen seitdem gemacht haben. „Ich bin stolz auf unseren Verein“, sagte sie und brachte einen gereimten Trinkspruch aus: „Drum erhebt euer Glas und stimmt mit mir ein – 60 Jahre sollen gepriesen sein. Es lebe der Einigkeit schönste Stunde, unsere neue Prinzessin in so froher Runde“. Hannelore Nowacki