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Fr., 14. November 2014, 10:32 Uhr
Bürgerstiftung verleiht Preise an zwei wichtige Institutionen
„Courage-Oskar“, Urkunden und je 500 Euro für die DLRG und den AZ Vogelpark
Die Preisträger der DLRG, zusammen mit dem Vorstand der Bürgerstiftung. Foto: Eva Wiegand
LAMPERTHEIM – Im Jahr 2009 wurde die Bürgerstiftung Lampertheim gegründet und startete auch gleich das Projekt „Courage in Lampertheim“. Bereits zum sechsten Mal wurden am
Donnerstagabend im Sitzungssaal des Rathauses Preise an zwei Institutionen in Lampertheim verliehen, für den passenden musikalischen Rahmen der Feierstunde sorgte das Klarinettentrio der Musikschule. „Wir sind hier, um wichtige Gruppierungen zu ehren, die diesen Preis durch das hohe Engagement ihrer ehrenamtlichen Mitglieder verdient haben“, betonte Gerhard Bühler, stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrates, der die zahlreichen Gäste im Namen des Bürgermeisters Gottfried Störmer im Sitzungssaal begrüßen durfte. Mit der Verleihung soll Zivilcourage an Ansehen gewinnen und für Kinder und Jugendliche zur Selbstverständlichkeit werden. Der Preis will Mut machen, sich für andere, für eine gute Idee und gegen soziale Ungerechtigkeit einzusetzen. In diesem Jahr haben sich die Auserwählten in ganz unterschiedlicher Weise engagiert, sich „für andere stark gemacht".
Den ersten „Courage-Oskar“ der Bürgerstiftung überreichte der Vorstand an die Deutsche Lebens-Rettung-Gesellschaft (DLRG). „Wir zeichnen sie aus, weil das Schwergewicht ihrer Arbeit auf Kinder- und Jugendarbeit liegt“, erklärte Frank-Rüdiger Kirschner, Vorsitzender der Bürgerstiftung.
Der DLRG Ortsverband Lampertheim, der in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen feierte, habe die Aufsicht über die Badeeinrichtung und sorge dafür, dass Hilfe da sei, wenn sie gebraucht würde, führte Kirschner aus. Durch die Ausbildung der Rettungsschwimmer, das Anbieten von Schwimmkursen für Kinder und Erwachsene habe sich die Zahl der Ertrunkenen, die 1900 noch bei 8000 im Jahr lag, 2013 auf 400-500 Personen reduziert, die bei Badeunfällen ums Leben kämen.
Den zweiten Preis gab es für die ehrenamtlichen Helfer des AZ Vogelpark. „Der Preis geht an Menschen, die aus ihrem Privatleben heraustreten, um das Miteinander in der Stadt zu beleben“, meinte Kirschner. 1955 sei der Verein gegründet worden und habe heute 350 Mitglieder und ebenso viele Freunde und Sympathisanten. Neben der täglichen Versorgung der Tiere, seien noch viele andere Arbeiten zu erledigen vom Regeln der Finanzen und der Arbeitspläne sowie das Organisieren der zahlreichen Feste, die das Jahr über im Vogelpark stattfinden. „Das muss alles gehändelt werden, alles ehrenamtlich, da steckt ganz viel Arbeit dahinter“, betonte Kirschner. Die uneingeschränkte Liebe zum Federvieh treibe sie an, acht bis zehn Leute hielten die tägliche Versorgung der Tiere am Laufen. “Und sie machen das mit dem Herzen“, lobte Kirschner das Engagement. Eva Wiegand
„Oskar“, Urkunden sowie 500 Euro gab es auch für die ehrenamtlichen Helfer des AZ Vogelpark. Foto: Eva Wiegand