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So., 23. Februar 2014, 15:10 Uhr
WSV Lampertheim begeisterte am 22. Februar die Zuschauer bei traditioneller Prunksitzung
„Dammdeppen“, „Altrhoi Schnouge“ und „Schneewittchen mit den 7 Zwergen"
Schon die Kleinsten vom WSV, die "Party Dancer", trugen mit ihrer tänzerischen Darbietung zum stimmungsvollen Programm bei. Foto: Sigrid Samson
LAMPERTHEIM - Nicht nur als Sitzungspräsidentin, sondern auch gekonnt und mit viel Humor in der Bütt, präsentierte sich Christa Müller am Samstag dem närrischen Volk bei der Prunksitzung des WSV in der Wassersporthalle in Lampertheim. Die Band „Triple-X“ heizte die Stimmung im ausverkauften Saal mit „Kölle alaaf“ und „Viva Colonia“ bereits zu Beginn ein, bevor das offizielle Programm startete.
„Es wird geschunkelt und gelacht – beim WSV ist Fasenacht“ – nach diesem Motto war der Saal und die Bühne von den Vereinsmitgliedern eindrucksvoll gestaltet und stimmungsvoll fastnachtlich geschmückt.
„Sind auch die Bandscheiben in Franzen, renken sich ein wieder beim Tanzen“ begrüßte Müller die Narren, kündete Tanzmariechen „Kira“ an und lud die Gäste zum Mittanzen und –feiern an diesem Abend ein.
Das „Funkenmariechen“ in der Bütt rief die Gäste zu tänzerischen Übungen auf. Mit „weltbekannt und auch der Hit – mein Tanzmariechen-Trampeltierschritt“ belustigte es die Narrenschar.
Es folgte „ein wilder Haufen“ – die „Partydancer“ begeisterten mit ihrem Auftritt zu Liedern wie „YMCA“, „Kung fu fighting“ und „-gangnam style“. Tamia, jüngste Tänzerin der Gruppe, bewies mit ihren drei Jahren, wie schon die Kleinsten einen gekonnten Tanz aufführen und das Publikum mitreißen können.
Auf die Annonce „wer bringt Licht und Wärme in mein Leben“ erhielt die „Putzfrau“, dargestellt von Gabi Selzer, lediglich drei Anschreiben – nämlich vom EWR, den Stadtwerken und ihrem Freund Ahmed, und erzählte von den Schwierigkeiten aus ihrem Alltag. Auch sie erntete viel Applaus bei den Zuschauern.
Mit „Veronika, der Lenz ist da“ begrüßten die Narren den „Frauentester“, der sich für unwiderstehlich hielt, entgegen den Ausführungen seiner Ehefrau. „Als Liebhaber wollt‘ ihr noch küssen – als Ehemann davon nichts wissen“ entgegnete sie ihrem Gegenüber und konterte mit „was wär‘ ein Mann wohl ohne Weib – er hätte keinen Zeitvertreib“.
Die "Altrhoi Schnouge" führten bei der Prunksitzung vom WSV einen beeindruckenden und stimmungsvollen Tanz auf. Foto: Sigrid Samson
Als Nonnen verkleidet und unter Begleitung der Musik von „Sister act“ betraten die „Altrhoi Schnouge“ den Saal und zeigten nach ihrem Umstyling auf den Bühne einen gelungene tänzerische Darbietung mit einer Mischung aus Twist, Rock’n Roll und zahlreichen anderen Musikrichtungen.
Es folgte eine Einlage des Elferrates mit typisch bayrischen Stimmungsliedern und die Zuschauer tanzten auf den Stühlen und klatschten begeistert mit. Über die Männern lästern war der Inhalt der Büttenrede der beiden „Quasselstrippen“, die die Männer für so überflüssig wie den Blinddarm hielten, aber auch ebenso gereizt.
Ein Highlight des Abends trugen im Anschluss die „Dammdeppen“ vor – eine tänzerische Einlage mit Frauen in Männerkostümen und Männern in Frauenoutfits. Eine Zugabe, von den Zuschauern gefordert, durfte hier nicht fehlen.
Schunkelrunden folgten zwischendurch, bis die „olle Dolle“ ihr Leid als Großmutter klagte. „Muss ‚n Opa gut gedeie, muss a middags zwo Stunn leie“ - trug Sitzungspräsidentin Christa Müller gekonnt als Büttenrednerin zum Programm bei.
Die Guggemusik der "Mannheimer Newwlfezza" heizte die Stimmung in der Wassersporthalle auf. Foto: Sigrid Samson
Für den absoluten Höhepunkt des Abends sorgte das Männerballett des WSV. Schneewittchen, dargestellt von Volker Altenbach, brachte mit seinen 7 Zwergen die Halle zum Kochen und es wurde herzhaft gelacht. Die Guggemusik der Mannheimer „Newwlfezza“ rundeten das Programm ab das Publikum feierte begeistert mit.
Angesichts der Tatsache, dass es sich beim WSV nicht um einen traditionellen Faschingsverein handelt, sondern sich die Mitglieder grundsätzlich und überwiegend dem Sport widmen und diese Veranstaltung „nebenher“ mit Vereinsaktiven gestaltet, ist eine solche Leistung im Rahmen der vielfältigen karnevalistischen Veranstaltungen sehr beachtlich. Alle Mitwirkenden werden vom Verein gestellt und bereiten sich neben ihrer hauptsächlich sportlichen Aktivität auf dieses alljährliche Ereignis vor. Sigrid Samson