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  • Do., 18. Dezember 2014, 13:40 Uhr
    Koordinierungsausschuss für Flüchtlinge erhält 900 Euro für Deutschlehrbücher

    „Dank auch an alle, die uns mit Kleinbeträgen unterstützen“

    Wer Deutsch lernt braucht Lehrbücher. Kurt Stass (Mitte) und Horst Schmitt (rechts) vom Koordinierungsausschuss für Flüchtlinge in Lampertheim freuten sich über die neuen Geldspenden, die für den Kauf von Deutschlehrbüchern verwendet werden. Schmitt war zugleich Überbringer der städtischen Spende in Höhe von 500 Euro. Marius Schmidt (links), Vorsitzender der Jusos Ried, hatte einen 100-Euro-Scheck mitgebracht. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Der Koordinierungsausschuss für Flüchtlinge kann jede Unterstützung gut gebrauchen. Deshalb war auch die Freude besonders groß, dass eine größere Spendensumme eingegangen ist. Vom Erlös des fleißigen Kuchenverkaufs der Jusos Ried am am Nikolaustag auf dem Schillerplatz gingen 100 Euro an den Koordinierungsausschuss, zu gleichen Teilen wurden außerdem die Tafel und ein Jugendprojekt bedacht. 500 Euro spendete die Stadt Lampertheim für die Flüchtlingsarbeit, was durch die Einsparung der Weihnachtskartengrüße möglich ist. Bei einem Pressegespräch am Dienstagabend im Alten Rathaus dankte der Ausschussvorsitzende Kurt Stass allen Spendern und Unterstützern. „Dank auch an alle, die uns mit Kleinbeträgen unterstützen“. Horst Schmitt vom Fachbereich Soziale Sicherung der Stadt Lampertheim, der im Auftrag der Stadt im Koordinierungsausschuss mitarbeitet, berichtete, dass gerade eine weitere Spende in Höhe von 300 Euro vom Lampertheimer Steuerberaterbüro Kill & Siemund überwiesen wurde. Stass betonte, dass für eine schnelle Integration das Erlernen der deutschen Sprache wichtig sei. „Die Flüchtlinge sind sehr lernwillig und geben ihre Kenntnisse an andere weiter“. Ehrenamtliche Unterstützer bieten den Flüchtlingen bereits seit Monaten Deutschkurse an, die sie für den deutschsprachigen Alltag fitmachen sollen. Die Lehrbücher für diese Deutschkurse seien jedoch teuer und daher die Spendengelder sehr willkommen. Mit den vorwiegend aus Somalia, Eritrea und Syrien stammenden Flüchtlingen sei die Kommunikation zum Teil auch auf Englisch möglich. Arabisch sprechende Unterstützer wären hilfreich, meinte Stass. Der Juso-Vorsitzende Marius Schmidt berichtete von mehreren Besuchsabenden der Jusos bei den Flüchtlingen, die ihnen mit Herzlichkeit und Aufgeschlossenheit begegnet seien. Die Idee zur Bildung des  Koordinierungsausschusses hatte Bürgermeister Gottfried Störmer, um die Integration der Flüchtlinge und Asylbewerber zu fördern. Die Ortsvorsteher, Vertreter der Stadtverwaltung, Kirchengemeinden und Hilfsorganisationen arbeiten hier Hand in Hand zusammen. Der Ausschuss bündelt die Aufgaben und organisiert die Hilfen. Die Stadt Lampertheim ist gesetzlich für das Immobilienmanagement zuständig. Sehr erfreut berichtete Stass, das sich zahlreiche Bürger bereits beim Ausschuss gemeldet haben und in die Kontaktliste aufgenommen werden konnten. „Die Aufgaben wie Begleitung zu Behörden und Ärzten verteilen sich auf viele Schultern, wenn noch mehr Bürger mitmachen“. Unter den mittlerweile 116 Flüchtlingen sind  sieben Familien mit mindestens einem Kind sowie einige anerkannte Asylbewerber, teilte Stass mit. Als Beispiele für gemeinsame Aktivitäten nannte Stass das regelmäßige Fußball- und Basketballtraining beim TV Lampertheim und das Angebot des Boxclubs zum Fitnesstraining. Am Fahrradsicherheitstraining letzte Woche haben 40 Flüchtlinge teilgenommen. Spenden an Winterkleidung in kleinen Herrengrößen und Jugendfahrrädern werden noch benötigt. Ansprechpartner sind Kurt Stass, Vorsitzender des Koordinierungskreises, Telefon 06206/910707 und 01726209730, E-Mail kurtstass@aol.com; Horst Schmitt, Fachbereich  Soziale Sicherung der Stadt Lampertheim, Telefon 06206/935-210, E-Mail h.schmitt@lampertheim.de sowie die Kleiderstube der AWO in der Blücherstraße 26 (Öffnungszeiten mittwochs von 14.30 bis 17.30 Uhr).   Hannelore Nowacki

     

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