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  • Do., 06. August 2020, 12:32 Uhr
    FREIWILLIGENTAG: Besondere Aktion in der Metropolregion Rhein-Neckar am  19. September / Lampertheim mit zahlreichen Projekten dabei

    Dank ehrenamtlichen Engagements Herzenswünsche erfüllen

    Der Freiwilligentag der Metropolregion findet in diesem Jahr am 19. September statt – auch in Lampertheim freuen sich zahlreiche Projekte über Unterstützung. Foto: Benjamin Kloos


    LAMPERTHEIM – Am Samstag, 19. September, heiße es wieder „Wir schaffen was!” –  Bei der sechsten Auflage des Freiwilligentages wird die gesamte Rhein-Neckar-Region in Bewegung versetzt, um zahlreiche Herzenswünsche von Vereinen, Kindergärten, Schulen und anderen Organisationen zu erfüllen. Freiwillige Helferinnen und Helfer packen gemeinsam an und unterstützen eine Vielzahl an Projekten

    Bereits zum sechsten Mal nach 2010, 2012, 2014, 2016 und 2018 wird sich Lampertheim an der bundesweit größten Aktion dieser Art, die alle zwei Jahre stattfindet, beteiligen.  „In Lampertheim sind nach aktuellem Stand bereits 18 Projekte angemeldet – diese suchen nun freiwillige Helfer, die sich am 19. September engagieren möchten”, betonte Dirk Eichenauer am Mittwoch im Rahmen der Vorstellung der ersten Projekte. Neben Helfern werden auch weitere Projekte gesucht – auch Kurzentschlossene haben noch die Möglichkeit, sich am Freiwilligentag zu beteiligen: Projekte können noch bis zum 31. August angemeldet werden. „Die Teilnahme ist in diesem Jahr gerade für Kindergärten, Schulen und Seniorenwohnheime schwieriger, daher freuen wir uns, das mit dem Litauischen Gymnasium auch eine Schule dabei ist – und dies gleich mit vier Projekten”, freute sich Dirk Eichenauer. „Der Freiwilligentag soll kein Wettbewerb sein, sondern ein Engagement von Menschen für Menschen in der Region, daher würden wir uns freuen, wenn sich zahlreiche Freiwillige melden.” Die Corona-Pandemie mit Sicherheitsauflagen, Minderabstand und Hygieneregeln erfordert in diesem Jahr eine angepasste Vorgehensweise bei der Umsetzung der geplanten Projekte. Aktuelle Informationen hierzu finden sich auf der Internetseite www.wir-schaffen-was.de, die auch über die Homepage der Stadt Lampertheim unter www.lampertheim.de zu erreichen ist.

    Natur im Mittelpunkt 

    Zehn der 18 bisher angemeldeten Projekte wurden am Mittwoch vorgestellt, den Bericht über die weiteren acht Projekte lesen Sie in der kommenden Mittwochsausgabe des TIP. Mit dabei ist auch in diesem Jahr der AZ Vogelpark. „Wir machen den Vogelpark noch schöner” lautet das Motto. Von kleineren Gartenarbeiten bis hin zum Säubern und Gestalten von Volieren und Gehegen ist alles erlaubt, was Mensch, Tier und Natur gefällt. „So sollen neue Beete angelegt werden und der Außenbereich von Unkraut befreit werden”, erläuterte Stephan Germann. „Wir bieten dabei gerade Familien einen Blick hinter die Kulissen. Außerdem soll der hintere Teich abgepumpt und gereinigt werden, hierfür benötigen wir noch eine Teichabpumppumpe.”

    Beim NABU soll mit Biotoppfelegemaßnahmen die ehemalige Storchenstation im Lampertheimer Bruch aufgewertet werden. „In unserem Biotop wird Platz für neue Bewohner wie Frösche, Eidechsen und Meisen geschaffen. Der Lebensraum der Frösche ist mit Schilfzugewachsen und die Frösche brauchen wieder mehr Platz. Das geschnittene Schaf wird anschließend zu Wohnungen für Amphibien und Reptilien aufgeschichtet. Und für den Vogelnachwuchs werden Nistkästen repariert und aufgehängt. Wir würden uns über viele Familien freuen, da wir auch einen Naschgarten anlegen wollen”, so Anke Diehlmann und Klaus Feldhinkel. „Menschen mit Motorsäge oder -sense sind herzlich willkommen!

    Rund rum Hüttenfeld soll die Gemarkung gereinigt werden – Helmut Günther (Mitte) sowie Timea (l.) und Timon (r.) freuen sich über zahlreiche helfende Hände. Foto: Benjamin Kloos


    Vielfältige Angebote 

    „Häkeln für Anfänger von 8 bis 88 Jahren” heißt es am 19. September in den Räumen der Stadtbücherei. Wie geht Häkeln und wie komme ich von der Idee zum fertigen Produkt lautet hier die Fragestellung. Dabei werden unter Anleitung ein Topflappen oder eine Mütze gehäkelt. Eingeladen sind alle, die Spaß an Handarbeit haben und etwas neues erlernen wollen. Gesucht sind Häkelfans, die anderen gerne etwas zeigen wollen, benötigt werden Baumwollgarn und Häkelnadeln.

    Den Pfarrgarten und die Außenanlage der Kirche Mariä Verkündigung zu säubern, herzurichten und neu zu gestalten – dies ist das Ziel eines weiteren Projektes. Besonders für die Bewohner des Altenheimes soll hierbei die Grünanlage verschönert werden – Geräte müssen hierzu nicht mitgebracht werden, lediglich die körperliche Unterstützung seitens der Helfer ist notwendig.

    Der Schützenverein 1923 Hubertus Lampertheim plant die Renovierung des Saales im Vereinsheim: Die alten Holzvertafleungen sollen ebenso wie die Unterkonstruktion weichen und Platz machen für ein helles, freundliches und modernes Ambiente – „damit sich auch unsere Jugend wieder wohlfühlen”, wie Wilfried Olbrich betonte.

    Viel los in Hüttenfeld 

    In Hüttenfeld sind bisher sechs Projekte angemeldet. Eine ganz besondere Aktion hat sich dabei die Sportschützenabteilung der SG 1946 Hüttenfeld einfallen lassen. Nachdem die Aktion „Saubere Gemarkung” im Frühjahr ausgefallen ist, soll nun ein Herbstputz rund um Hüttenfeld stattfinden. Dieser soll auch hinsichtlich Abfallvermeidung und Rerssourcenschutz sensibilisieren, denn der achtlos weggeworfene Müll bedeutet auch eine Verschwendung natürlicher Ressourcen. Denn Umweltschutz geht uns alle an. Jeder kann helfen, bitte bringen Sie falls vorhanden Arbeitshandschuh und Warnweste mit, auch Bollerwagen und Eimer sind hilfreich.

    Aktiv präsentiert sich auch das Litauische Gymnasium – gleich vier Projekte sollen hier unter reger Beteiligung der Schüler umgesetzt werden: Die Schule und das Internat sind im Besitz zahlreicher Fahrräder, die in die Jahre gekommen sind und Reparatur- und Wartungsbedarf haben – im Rahmen einer Fahrradreparaturwerkstatt sollen daher Reifen geflickt, Bremsschuhe ausgetauscht oder die Beleuchtung instand gesetzt werden. Darüber hinaus soll der Fußboden im Fitnessraum des Internates, einem beliebten Ort sportlicher Betätigung der Schüler, erneuert werden, hier ist dringend Ersatz für den bisherigen Belag nötig. Ein bewährtes Projekt des Litauischen Gymnasiums ist das Streichen der Klassenräume, dieses richtet sich vor allem an erfahrene Maler, die wissen, wie man die Sacht angeht. Malerausrüstung und Schutzkleidung sollten mitgebracht werden. Und im Außenbereich der Schule sollen im Schulgarten die Hochbeete repariert und neu angelegt werden. Denn durch die coronabedingte Schulschließung konnten sich die Schülerinnen und Schüler ihrem Garten nicht so widmen wie sonst üblich, so dass Handlungsbedarf besteht.

    Beteiligen Sie sich am Freiwilligentag und unterstützen Sie eines der vielfältigen Projekte – mehr Infos über diese gibt es unter www.wir-schaffen-was.de Benjamin Kloos

     

     

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