Do., 20.08.2026
Die Gratiszeitung für Lampertheim und das hessische Ried
  • Startseite
  • Sport
  • Termine
  • Stellenmarkt
  • Do., 15. Oktober 2015, 10:18 Uhr
    Ein Fest als Dankeschön der Stadt Lampertheim an die ehrenamtlichen Helfer & Willkommensgruß an Flüchtlinge

    Danke & Willkommen

    Das Dankes- und Willkommensfest wird organisiert von der Stadt Lampertheim und der Musiker-Initiative (MIL). Im Bild (von links): Kurt Stass (Vorsitzender der Flüchtlingshilfe), Horst Schmitt (Ansprechpartner bei der Stadtverwaltung), Bürgermeister Gottfried Störmer, Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass, Kulturamtsleiter Rolf Hecher und die beiden MIL-Projektleiter Helmut Wehe und Karl Thomas. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM –  „Danke & Willkommen“. So hat es die Stadt Lampertheim auf die Einlasskarten für das Fest am Sonntag, 25. Oktober um 16 Uhr (Einlass 15.30 Uhr) in der Hans-Pfeiffer-Halle geschrieben – ein Dankeschön an die über hundert Helfer in der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe und zugleich ein Willkommensgruß an die mittlerweile 230 Flüchtlinge und Asylsuchende in Lampertheim. Die Musiker-Initiative Lampertheim (MIL) will die Gäste mit einem großen musikalischen Programm, einer Auswahl internationaler  Titel, begeistern und stellt sich auch für die Bewirtung der Gäste ehrenamtlich ohne jegliche Gage zur Verfügung. Für die Kinder der ehrenamtlichen Helfer und der Flüchtlinge hat das Spielmobil der Stadt Lampertheim im Foyer abwechslungsreiche  Kinderspiele im Angebot. In der etwa dreistündigen Veranstaltung ist eine halbstündige Pause vorgesehen. Lampertheimer Bürgerinnen und Bürger, die sich bei der Flüchtlingshilfe engagieren wollen und bei dieser Veranstaltung erste Kontakte knüpfen und sich aus erster Hand informieren möchten, können gerne hinzukommen, sagte Bürgermeister Gottfried Störmer bei einem Pressegespräch am Dienstagnachmittag im Stadthaus. Die kostenfreien Einlasskarten zum Dankes- und Willkommensfest der Stadt Lampertheim sind beim Rathaus-Service im Haus am Römer, Domgasse 2, sowie in allen Außenstellen erhältlich. Warum dieses Fest? Störmer erklärte: „Der Gedanke ist, dass wir uns bedanken wollen für das außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement“. Neben der Anerkennung soll aber auch ein Signal und Appell ausgesendet werden. Die Idee, das Fest auf diese Weise zu gestalten, teilen sich  Stadtverwaltung und Musiker-Initiative, wie Bürgermeister Störmer und die MIL-Projektleiter Helmut Wehe und Karl Thomas zum Ausdruck brachten.  Alle 18 MIL-Mitglieder werden sich am Fest beteiligen. „Musik ist die Botschaft der Liebe“, sagte Helmut Wehe. Es gehe um ein stimmungsvolles Fest und Freude zu bereiten. „Musik drückt weltweit Emotionen aus“, ein weiterer Gedanke von Karl Thomas.

    Appell und Signal

    Zurzeit kümmern sich etwa 100 ehrenamtliche Helfer auf vielfältige Weise um die mittlerweile 230 Flüchtlinge in Lampertheim. Trotz dieser sehr erfolgreichen ehrenamtlichen Resonanz ist die Flüchtlingshilfe auf der Suche nach mehr ehrenamtlichen Helfern, um die Arbeit auf mehr Schultern zu verteilen. Dazu kommt, dass bei steigenden Flüchtlingszahlen auch die Aufgaben anwachsen. Im Februar hatte Bürgermeister Störmer den Koordinierungskreis für die Flüchtlingshilfe ins Leben gerufen, da die Hilfe allein mit städtischen Mitarbeitern und nicht koordiniert tätigen ehrenamtlichen Helfern nicht mehr effizient zu bewältigen war. Vorsitzender Kurt Stass, von Anfang an in der Flüchtlingshilfe aktiv, betonte, dass eine schnelle Sofortbetreuung als erster Schritt nötig sei, dem dann die wichtige und aufreibende Arbeit zur Integration in die Lampertheimer Gesellschaft folgen muss. Seine Einschätzung: „Wir haben in Lampertheim viele engagierte Bürgerinnen und Bürger, die sich bisher schon in Vereinen, Kirchen und karitativen Einrichtungen ehrenamtlich einbringen und sich jetzt noch zusätzlich in der Flüchtlingsarbeit engagieren“. Nun komme es darauf an, die Arbeit der Flüchtlingshilfe auf viele Schultern zu verteilen. Eine Aufwandsentschädigung für diese ehrenamtliche Tätigkeit gebe es aber nicht.  „Hier in Lampertheim sind wir auf einem guten Weg“. Schätzungsweise 450 zugewiesene Flüchtlinge erwarte die Stadt Lampertheim bis Ende nächsten Jahres, teilte Erster Stadtrat Jens Klingler mit. Bürgermeister Störmer beschrieb die Besonderheit der Aufgaben, die von den ehrenamtlichen Helfern aus freien Stücken geleistet werden: Sofort da sein, wenn die Situation es verlangt. Und: Die Flüchtlingshilfe Lampertheim ist keine Initiative, die in einigen Wochen ihre Arbeit erledigt hat. „Die Betreuung der Flüchtlinge muss jetzt kurzfristig und schnell funktionieren, doch die Integration in die Lampertheimer Gesellschaft ist ein längerfristig angelegter Prozess. Bislang gibt es zwei Sprachkurse der Stadt Lampertheim, die durch Spendengelder finanziert werden, ehrenamtliche Helfer haben bis zu acht Orientierungskurse angeboten. „Dafür kann man nicht deutlich genug Danke sagen“, meinte Störmer, der zugleich hervorhob, dass dieser Dank auch sein persönliches Anliegen sei. Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Stass machte deutlich, dass sie die Versorgung der Flüchtlinge weiterhin von jeglichen parteipolitischen Diskussionen freihalten wolle. Es gehe um Menschen, nicht darum, sich zu profilieren. Rolf Hecher, Leiter des Fachbereichs Kultur, und einer der Organisatoren, wies darauf hin, dass der Sonntagnachmittag bewusst gewählt sei, damit das Fest auch für Familien mit Kindern interessant ist.  Hannelore Nowacki

     

    Beitrag aus der Rubrik

    » Lampertheim und Stadtteile
    » Lokal
    Anzeige Online StellenmarktAnzeige dkge 1x1Anzeige dkge 2x2
    Anzeige TicketshopAnzeige NK Worms und RheinhessenAnzeige 3 Anzeige - 2