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Mo., 24. November 2014, 23:41 Uhr
Kirchenchor St. Andreas feierte 141. Stiftungsfest
Dankgottesdienst, Ehrungen, Gesang und Geselligkeit
Geistlicher Rat Pfarrer Peter Hammerich (von links), Erster Vorsitzender Paul Sommer und Zweiter Vorsitzender Gerd Schuster (hinten rechts) ließen die Jubilare Gabriele Schuster, Josef Gutschalk, Günter Gabler sowie (hinten links) Alfred Morweiser und Erwin Krämer hochleben. Foto: Hannelore Nowacki
LAMPERTHEIM – Dem 141. Stiftungsfest des Katholischen Kirchenchors St. Andreas am Samstagabend war ein Dankgottesdienst unter Mitwirkung der Katholischen Kirchenmusik und des Kirchenchors vorausgegangen, den Geistlicher Rat Pfarrer Peter Hammerich zelebriert hatte. Danach trafen sich etwa 80 Mitglieder und Gäste des Kirchenchors im Schwanensaal zum gemütlichen Essen. Paul Sommer, Vorsitzender des Kirchenchors, sprach ein kurzes Grußwort und bedankte sich bei allen Sängern und der Kirchenmusik für die festliche Gestaltung des Gottesdienstes. Die Jubilare bat Sommer, „das Büffet als erste zu stürmen“. Zarter Rinderbraten, Schnitzel, Spätzle und Salzkartoffeln mit feiner Soße sorgten für Stärkung. Nach dem Essen präsentierten die Sänger unter der Leitung ihres Dirigenten Helmut Steger mehrere weltliche Lieder, darunter auch neu einstudierte. Lieder wie „Ich weiß ein Fass in einem tiefen Keller“ und „Ein König ist der Wein“ korrespondierten mit der Weinkarte des Abends. Mit dem „Heideröslein“ stand ein Lieblingslied des Chors auf dem Programm. Weitere Liedvorträge und noch mehr Beifall folgten nach den Ehrungen. Dirigent Steger unterhielt das Publikum außerdem mit humorgetragenen Anmerkungen. Der Kirchenchor-Verein zählt derzeit 268 Mitglieder, wie der Vorsitzende im Gespräch mitteilte, aber nur noch 25 aktive Sänger. Noch Anfang der 1950er Jahre hatten 110 Männer Freude am Singen. Wie bei ihm, hätten oft schon der Vater und Großvater im Kirchenchor St. Andreas gesungen, wie Günter Gabler erzählte. „Da war es selbstverständlich, dass der Junge zur Singstunde mitgeht“. Der Zweite Vorsitzende Gerd Schuster verlas die Ehrenurkunden und hatte das Vergnügen, auch seiner Frau Gabriele Schuster zu ihrem 25-jährigen Jubiläum als förderndes Mitglied zu gratulieren. Für zehn zu ehrende Mitglieder lagen die Urkunden vor, vier Jubilare konnten nicht kommen. Sie erhalten ihre Urkunden aber ebenfalls persönlich. Drei noch aktive und anwesende Sänger ragen mit ihrer langjährigen Mitgliedschaft heraus. Alfred Morweiser, eine wichtige Stimme im ersten Bass, wie Vereinsvorsitzender Sommer anmerkte, singt seit 50 Jahren. Erwin Krämer erhebt im Kirchenchor St. Andreas seine Stimme seit beachtlichen 65 Jahren, ebenso der Ehrenvorsitzende Günter Gabler, der außerdem 50 Jahre im Vorstand aktiv war, davon 40 Jahre als Erster Vorsitzender. In der von Karl Kardinal Lehmann unterzeichneten Ehrenurkunde ehrt der Kardinal den Sänger mit den Worten: „Günter Gabler hat 65 Jahre zum Lob Gottes gesungen. Für diese langjährige Treue spreche ich lobende Anerkennung aus“. Dirigent Steger stimmte ein kraftvolles „unsere Jubilare leben hoch, hoch, hoch“ an, das im Saal ein mehrstimmiges Echo fand. Pfarrer Hammerich übernahm das Mikrofon, um seinerseits die Bedeutung des Kirchenchors hervorzuheben und allen zu danken. „Es gibt keine schönere Familie“, meinte der Pfarrer, „der Idealismus und die Gemeinschaft sind sehr viel wert – eine solche intakte soziale Gemeinschaft wie beim Kirchenchor gibt es sonst nirgends“. „Gott, der Gütige, der Barmherzige, steht immer auf unserer Seite“, bekräftigte Pfarrer Hammerich seine Ausführungen. Hannelore Nowacki
Die geehrten Jubilare
Fördernde Mitglieder: Gabriele Schuster (25 Jahre), Hans Hoffinger (40 Jahre), Josef Gutschalk (40 Jahre), Manfred Köcher (50 Jahre), Georg Nickel und Peter Schmitt (beide 60 Jahre). Aktive Sänger: Hans Bienefeld (40 Jahre), Alfred Morweiser (50 Jahre), Erwin Krämer und Günter Gabler (beide 65 Jahre).
Der Kirchenchor St. Andreas wurde für seine Liedvorträge mit viel Applaus belohnt. Foto: Hannelore Nowacki