Aktionstag mit Fahrrad-Codierung und Fundsachenversteigerung vor dem „Haus am Römer” zog trotz Regenwetter viele Besucher an
Das Fahrrad im Mittelpunkt des Geschehens
Das Regenwetter hielt die zahlreichen Besucher nicht davon ab, an der diesjährigen Versteigerung der Fund-Fahrräder vor dem „Haus am Römer” teilzunehmen, um ein „Schnäppchen” zu ergattern. Foto: Sigrid Samson
LAMPERTHEIM – Rund um das Thema „Fahrrad“ ging es beim Radverkehrs-Info-Tag am Samstag. Vor dem „Haus am Römer” fanden sich vormittags trotz Regenwetter bereits vielzählige Interessierte ein, die entweder ihr Fahrrad codieren lassen wollten oder Interesse daran hatten, ein gebrauchtes Fahrrad kostengünstig zu ersteigern. Mehrere Mitarbeiter der Polizeistation Lampertheim-Viernheim kümmerten sich um die Codierung der Fahrräder - eine nachträgliche und dauerhafte Kennzeichnung der Räder. Viele Bürger der Stadt machen in den letzten Jahren regen Gebrauch von diesem Angebot, das einmal jährlich in Lampertheim durchgeführt wird. Die Polizisten und Freiwilligen Polizeihelfer waren fleißig am Werk, alle Fahrräder entsprechend zu bearbeiten – aufgrund der großen Nachfrage bildete sich eine Warteschlange mit Wartezeiten bis zu einer Stunde. Durch die Codierung können verlorene oder gestohlene Räder leichter den rechtmäßigen Besitzern zugeordnet werden. Auch der Eigentumsnachweis bei Polizeikontrollen wird dadurch unterstützt, da die berechtigte Nutzung schnell nachgewiesen werden kann.
Ein Infostand der Hochschule Darmstadt (Studentisches Projektbüro Verkehrswesen) war am Aktionstag ebenfalls mit dabei. Eine „Mängelkarte” war am Stand angebracht, auf dem die Bürger entsprechend Mängel, Kritik oder auch Lob zu den Radwegen Lampertheims kennzeichnen konnten. „Wie fahrradfreundlich ist Lampertheim?“ – diese Fragebogenaktion dient unter anderem der Ermittlung des derzeitigen Fahrrad- und Verkehrsklimas, der Sicherheit des Radfahrers und der Überprüfung der vorhandenen Infrastruktur bzw. Radverkehrsnetze. Die Fragebögen werden im Anschluss an die Veranstaltung entsprechend ausgewertet und die Ergebnisse dokumentiert. Diese Umfrage wird in naher Zukunft auch an den weiterführenden Schulen Lampertheims durchgeführt. Eines der wichtigen Ziele hierbei ist es, die gegebenen Gefahrenstellen zu entschärfen. Als Besonderheit war die erste mobile Radverkehrszählanlage des gesamten Rhein-Main-Gebietes neben dem Info-Stand der Hochschule Darmstadt aufgestellt und wurde den Besuchern demonstriert.
Die Stadt Lampertheim beabsichtigt, die vorhandenen Radverkehrsanlagen hinsichtlich der aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen zu überprüfen, und zu einem geschlossenen Netz, differenziert nach Nutzergruppen, zusammenzuführen. Durch ein attraktives und verkehrssicheres Radverkehrsnetz soll der Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen weiter erhöht werden. Ebenfalls berücksichtigt werden Umfang und Qualität der vorhandenen Abstellmöglichkeiten für Fahrräder sowie die bestehende wegweisende Beschilderung im Radverkehr.
Ab 13 Uhr fand die alljährliche Versteigerung der Fundsachen, in der Hauptsache Fahrräder, durch den Rathaus-Service der Stadt Lampertheim statt. Alle Empfangsberechtigten wurden im Vorfeld aufgefordert, ihre Rechte an den zur Versteigerung stehenden Fundsachen bis zum 27. Juni, 12 Uhr, geltend zu machen. Alle bis dahin nicht zugeordneten Räder wurden am Samstag zur Versteigerung freigegeben. Uwe Becher, Leiter des Fachbereichs Verkehr, Sicherheit und Ordnung, übernahm die Versteigerung. Trotz des Regenwetters hatten sich zahlreiche Interessenten auf den Weg gemacht, ein Schnäppchen zu ersteigern. Insgesamt konnten 50 Fahrräder angeboten werden. So konnte unter anderem ein Trekking-Rad für 25 Euro „an den Mann” gebracht werden – ein Damen-City-Rad fand für 36 Euro einen neuen Besitzer.
Sigrid Samson
Bereits am Vormittag bildete sich eine Warteschlange, um sein Fahrrad codieren zu lassen. Mitarbeiter der Polizeistation Lampertheim-Viernheim und die Freiwilligen Polizeihelfer übernahmen die Codierungs-Aktion der Fahrräder. Foto: Sigrid Samson