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  • Di., 15. März 2022, 09:37 Uhr
    VOGELSCHUTZ: Nistkästenwand und Bank erinnern an den aufgelösten Vogelverein 

    „Das Geld bleibt auf alle Fälle in Hofheim“

    Wie sehen die Behausungen von Wiedehopf, Fledermaus und Co. aus? Wo früher der Weihnachtsmarkt des Vogelvereins stattfand, steht jetzt eine Nistkästenwand. Gerdi Gresshoff, die sich um die Vereinsabwicklung kümmert, Holzkünstler Bernhard Hossner und Ortsvorsteher Alexander Scholl freuen sich über die neue Infotafel im Amselweg. Foto: Petra Gahabka


     

     HOFHEIM – Dass eine Erinnerung an den Vogelverein bleibt, ist Gerdi Gresshoff, die mit der Vereinsabwicklung betraut ist, eine Herzenssache. Nun laden eine Bank und eine Nistkästenwand gegenüber des ehemaligen Vereinsheims zum Ausruhen und Informieren ein. Am vergangenen Mittwoch wurde die neue Anschauungstafel vorgestellt.

    29 Jahre Weihnachtsmarkt, Mähen der Streuobstwiesen, Nistkästenreinigung, Vogelkunde in der Grundschule, Herstellung von Futterglocken mit Kindergartenkindern – der 1951 gegründete Vogelverein ist den Hofheimern in guter Erinnerung. 2018 fiel der Beschluss den Verein aufzulösen, auf der letzten Jahreshauptversammlung im Dezember 2020 wurden Gerdi Gresshoff, Rechnerin und Schriftführerin, sowie Werner Klimanietz als Liquidatoren gewählt. Die Versammlung sprach sich damals einstimmig dafür aus, dass das Vereinsvermögen in Hofheim bleibt. Dadurch konnte in der Kommunalen Kindertagesstätte in der Schubertstraße eine Matschspielanlage errichtet werden, und das Katholische Familienzentrum St. Michael hat einen neuen Pavillon mit Werkbänken bekommen.  

    Eine Bank am Vereinsheim, das dem hiesigen Turnverein nun als Lager dient, war ein lange gehegter Wunsch von Gerdi Gresshoff. Die Idee mit der Nistkästenwand hatte Ortsvorsteher Alexander Scholl bei einer gemeinsamen Tour entlang des Hofheimer Rundwanderwegs. „Wenn der Flyer überarbeitet wird, nehmen wir das mit auf als eine weitere Station“, freut er sich über den neuen Infopunkt. Mit Bernhard Hossner holte man einen Fachmann mit ins Boot, der sich nicht nur mit Holz auskennt, sondern auch Mitglied im Naturschutzbund (NABU) ist. Die Nistkästen für Höhlenbrüter, Wiedehopf und Zwergohreule, Meisen, Fledermaus, Wasseramsel sowie Bachstelze und Hausrotschwanz entsprechen den Maßvorgaben des NABU und sind voll gebrauchsfähig, erklärt er. Normalerweise sind sie in zwei bis zweieinhalb Meter Höhe angebracht. Da es sich um eine Anschauungstafel handelt, sind die Deckel verschraubt. Beim Aufbau hatte neben Scholl und Hossner auch Daniel Schaefer geholfen. 

    „Vielleicht machen Kitas und Grundschulklassen ja auch mal einen Spaziergang zur Nistkästenwand“, sagt Gerdi Gresshoff, die früher oft in der Nibelungenschule war, um Schülerinnen und Schülern mit den heimischen Vogelarten und deren Lebensweise vertraut zu machen. Das idyllische Fleckchen im Amselpfad ist für Jung und Alt eine Bereicherung und allemal einen Besuch wert. Was an Vereinsvermögen übrig bleibt, soll für eine Renaturierungsmaßnahme entlang des Rohrlachgrabens verwendet werden, lässt das ehemalige Vorstandsmitglied wissen. Könne diese nicht umgesetzt werden, fließe das Geld in eine andere Naturschutzmaßnahme vor Ort. „Es gibt eine Vereinbarung mit der Stadt, das Geld bleibt auf alle Fälle in Hofheim, das haben wir schriftlich“, versichert Gresshoff. Petra Gahabka

     

     

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