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  • Do., 22. Dezember 2016, 08:47 Uhr
    Geld aus dem Landesprogramm „Sport und Flüchtlinge“ für weitere Vereine

    „Das ist Integration, so sieht sie aus“

    Zum Abschluss des diesjährigen Landesprogramms „Sport und Flüchtlinge“ trafen sich im Sitzungssaal des Alten Rathauses Vertreter einiger Vereine – von der SG Hüttenfeld der 1. Vorsitzende Bernd Ehret, der 2. Vorsitzende Moritz Schneider, vom FC Waldesruh die 1. Vorsitzende Andrea Prokop und Ute Heiser mit Bürgermeister Gottfried Störmer (hinten links), dem Sport-Coach der Stadt Lampertheim Marius Schmidt und Kurt Stass, Vorsitzender des Koordinationskreises Flüchtlingshilfe. Foto: Hannelore Nowacki


    LAMPERTHEIM – Eine positive Bilanz konnte Bürgermeister Gottfried Störmer am Dienstagabend für die Stadt Lampertheim ziehen, denn was die Integration von Flüchtlingen betrifft haben sich mehrere Sport treibende Vereine erfolgreich engagiert. Das Land Hessen hat diese Anstrengungen seit Jahresbeginn mit dem Förderprogramm „Sport und Flüchtlinge“ unterstützt und mit Marius Schmidt hat die Stadt Lampertheim einen ehrenamtlichen Sport-Coach berufen, der seine Aufgaben vorbildlich wahrnimmt. Dies brachte Bürgermeister Störmer beim  letzten Treffen in diesem Jahr mit Vereinsvertretern am Montagabend zum Ausdruck. Von den 10.000 Euro, die der Magistrat beim Land Hessen beantragt hatte, ist nach den Auszahlungen an Vereine am Jahresende ein Betrag von rund 3.300 Euro übrig. Dieses  Geld ist für einen Spiel- und Begegnungsplatz in der Florianstraße vorgesehen, der mit Tischtennisplatte und Outdoor-Tischkicker ausgestattet wird und Flüchtlingen wie Anwohnern zur Verfügung stehen wird. Vereine können ihre Aufwendungen zur Beschaffung von Sportkleidung, Geräten und Material für die Sport treibenden Flüchtlinge in Rechnung stellen, ebenso die Kosten für Übungsleiterstunden und Infrastrukturmaßnahmen. Bürgermeister Störmer dankte den Vereinen für ihre Arbeit, die auch finanziell unterstützt werden müsse. Sport-Coach Schmidt, der das Programm mit Horst Schmitt von der Stadtverwaltung abwickelt, erklärte lobend: „Wir können uns auf die Vereine verlassen“. Im Sport zähle nur das Miteinander, Werte  wie Fairness und Teamgeist würden vermittelt. „Sie haben uns eine ganze Menge geschenkt – nämlich Zeit“, gab Schmidt den Vereinsvertretern mit auf den Weg. Wie Bürgermeister Störmer betonte Schmidt den integrativen Charakter, wenn man mit den Flüchtlingen gemeinsam Sport treibe: „Das ist Integration, so sieht sie aus“. Die Tischtennisabteilung der SG Hüttenfeld erhielt genau 188,10 Euro für persönliche Ausrüstung, Pro Fighting wurden 200 Euro für Übungsleiter im Kampfsportprogramm für Flüchtlinge überwiesen. 690,20 Euro erhält die Tanzschule House of Dancestyle, die in den Flüchtlingsunterkünften in der Chemiestraße und Florianstraße Tanzkurse für Frauen anbieten wird. Der FC Waldesruh, der zehn Flüchtlinge aufgenommen hat, erhielt 300 Euro Zuschuss für Übungsleiterstunden und Material. Schmidt hatte erfahren, dass die Landesregierung das Förderprogramm im nächsten Jahr fortsetzen werde. Kurt Stass als Vorsitzender des Koordinationskreises Flüchtlingshilfe verdeutlichte den Unterschied in der Arbeit des Koordinationskreises und der Vereine: „Wir gehen in die Einrichtungen hinein, Sie holen die Flüchtling raus und gliedern sie bei sich ein“. Und: „Wir dürfen nicht nachlassen, die Menschen bei uns einzugliedern“. Sport-Coach Schmidt sei auch ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe tätig, „ein Volltreffer für uns“, freute sich Stass und zog ebenfalls positiv Bilanz: „Wir sind auf einem guten Weg und wünschen uns, dass es im nächsten Jahr so weitergeht“. Von den 22 Städten und Gemeinden im Kreis Bergstraße haben nur zehn das Förderprogramm des Landes Hessen in Anspruch genommen. Andrea Prokop, 1. Vorsitzende des FC Waldesruh berichtete von mehr als zehn Flüchtlingen und zehn Spielern mit Pässen, die regelmäßig Fußball spielen. „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“, meinte sie. Für die Tischtennisabteilung in der SG Hüttenfeld sprach der 2. Vereinsvorsitzende Moritz Schneider: „Wir sind froh, dass wir als Verein zur Integration beitragen können, wenn das keiner in die Hand nimmt, passiert auch nichts“. Ute Heiser vom FC Waldesruh gab zu bedenken, man bekomme auch etwas zurück. Hannelore Nowacki

     

     

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